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22.04.2016 - Wildtiere brauchen jetzt besondere Schonung

Die Stadt Lahr weist darauf hin, dass im April die sogenannte Brut- und Setzzeit angefangen hat. In dieser beginnen viele Vogelarten mit der Brut und bekommen viele Wildtiere ihren Nachwuchs. Für das Überleben der Jungtiere ist es daher in dieser Zeit besonders wichtig, dass sich die Waldbesucher sowie ihre vierbeinigen Begleiter an die vorgegebenen Wege halten.

Zunehmend beklagen die Jagdpächter in den Lahrer Jagbezirken jedoch eine Wilderei durch freilaufende Hunde. Bissspuren an jämmerlich verendeten Tieren zeugen von solchen Hunde-Angriffen. Insbesondere wenn mehrere Hunde Rehe oder Kitze aufspüren hetzen sie diese zu Tode und verbeißen sich dann in Keule, Hals und Bauch. Die Jagdpächter versuchen seit geraumer Zeit Spaziergänger, die ihre Hunde nicht angeleint führen, auf dieses Problem hinzuweisen. Zumeist bekommen sie von diesen aber Unverständnis entgegengebracht.

Doch der natürliche Jagdtrieb der Hunde kann nie ganz abgestellt werden. So hilft auf dem täglichen Spaziergang oft nur das Anleinen der Tiere, falls der Hund nicht zuverlässig im unmittelbaren Einwirkungsbereich seines Halters bleibt. Die Stadt Lahr und die Jagdpächter bitten die Hundehalter nochmals inständig, ihre Hunde kontrolliert zu führen. Damit die Freizeitnutzung, die Waldbewirtschaftung und die Hege und Pflege der Jagdpächter möglichst konfliktfrei nebeneinander bestehen können.