Lahrer Zeitungen, Badische Zeitung, Lahrer Zeitung, Lahrer Anzeiger

25.07.2025 - Noch kein Nachweis der eingewanderten Art in Lahr Stadtverwaltung bietet Website zur Großen Drüsenameise

Großaufnahme einer Drüsenameise
Große Drüsenameise – hier eine sogenannte Arbeiterin
Quelle: Staatliches Museum für Naturkunde Stuttgart – A. Bellersheim
Die Große Drüsenameise, wissenschaftlich Tapinoma magnum genannt, ist nach dem bisherigen Kenntnisstand der Stadtverwaltung noch nicht in Lahr nachgewiesen worden, aber vielen Menschen schon aus anderen badischen Gemeinden sowie aus Berichten in den Medien bekannt. Die Stadtverwaltung hat nun eine Website mit Empfehlungen für Vorsorgemaßnahmen und weitere Informationsquellen veröffentlicht.

Die aus dem westlichen Mittelmeerraum eingeschleppte Ameisenart hat noch keinen besonderen naturschutzrechtlichen Status. Sie wandert wahrscheinlich über Wurzelballen von Gehölzen und über Topfpflanzen ein. Die sechsbeinigen Tiere sind komplett schwarz gefärbt und variieren von zwei bis fünf Millimeter Größe. Weil sich viele Kolonien „verbünden“ können, sind deren „Straßen“ auffallend lang und breit. Hausmittel wie beispielsweise Natron, die heimische Ameisenarten vertreiben, helfen hier nicht. Wer jedoch aus Unwissenheit oder Hektik Chemikalien einsetzt, schadet der Natur. Um Ameisen im Privatbereich bekämpfen zu lassen, sollte stattdessen eine professionelle Schädlingsbekämpfungsfirma eingeschaltet werden.

Die Stadtverwaltung appelliert an die Bürgerinnen und Bürger, im eigenen Umgang mit Tieren und Pflanzen achtsam zu sein und die Informationen der Wissenschaft und der überregionalen Behörden zu der Ameisenart zu verfolgen. Wer sich regelmäßig sachlich informiert und in seinem Alltag entsprechend aufpasst, erspart sich und der eigenen Nachbarschaft vielleicht viel Ärger.

Die Website ist auf www.lahr.de im Menü „Bauen + Umwelt“ – „Natur + Landschaft“ – „Große Drüsenameise“ zu finden.

Das Foto zeigt vier Große Drüsenameisen
Quelle: A. Bellersheim, SMNS