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14.08.2026 - Unternehmen erhalten gefälschte Anfragen zu offenen Rechnungen Stadt Lahr warnt vor Phishing-Mails im Namen der Stadt

Die Stadt Lahr warnt Unternehmen und Organisationen vor aktuell kursierenden Phishing-Mails, in denen sich Absender als Mitarbeiterinnen oder Mitarbeiter der Stadtverwaltung ausgeben.

In diesen Mails werden unter anderem Unternehmen mit der Bitte kontaktiert, Informationen zu offenen Rechnungen oder bisherigen Rechnungsempfängern zu übermitteln.

In einem Fall wurde ein Unternehmen unter dem Namen einer vermeintlichen Mitarbeiterin der Stadt Lahr angeschrieben. In der E-Mail wurde um eine Übersicht über offene Rechnungen sowie um Angaben dazu gebeten, an welche Personen oder E-Mail-Adressen bisher Rechnungen übermittelt worden seien. Die Nachricht erweckt dabei den Eindruck, aus der Buchhaltung der Stadtverwaltung zu stammen. Jedoch ist bei einem Blick auf die Absenderadresse ersichtlich, dass die Mail nicht von der Stadtverwaltung stammt.

Die Stadt bittet Unternehmen und andere Empfängerinnen und Empfänger, bei entsprechenden Nachrichten aufmerksam zu sein. Wer eine unerwartete E-Mail erhält, in der nach Rechnungs-, Konto- oder Zahlungsinformationen gefragt wird, sollte die Angaben nicht ungeprüft übermitteln und bei Unsicherheit telefonisch nachfragen.

Die Cybersicherheitsagentur Baden-Württemberg gibt Tipps, wie solche Mails zu erkennen sind und nennt folgende typische Anzeichen für Phishing:

  • Die Nachricht kommt unerwartet und fordert zur Übermittlung sensibler Informationen auf.
  • Der Absendername wirkt vertrauenswürdig, die tatsächliche E-Mail-Adresse passt jedoch nicht zur angeblichen Organisation.
  • Es wird auf eine angebliche offene Rechnung oder einen bestehenden Geschäftsvorgang Bezug genommen, zu dem keine eindeutigen Unterlagen vorliegen.
  • Die Nachricht erzeugt Zeitdruck oder fordert zu einer schnellen Rückmeldung auf.
  • Es werden Informationen zu Rechnungen, Kontoverbindungen oder Ansprechpartnern abgefragt, die bereits vorliegen müssten.

Bei Zweifeln sollten Empfängerinnen und Empfänger nicht auf die E-Mail antworten, keine Links oder Anhänge öffnen und keine Daten übermitteln. Stattdessen sollte der vermeintliche Absender über eine bereits bekannte, eine unabhängig recherchierte Telefonnummer oder E-Mail-Adresse kontaktiert werden.

Die Stadt Lahr bittet Unternehmen, die eine entsprechende Nachricht erhalten haben, keinesfalls die darin enthaltenen Zahlungs-, Rechnungs- oder Kontaktdaten weiterzugeben. Solche Mails können gerne an informationssicherheit@lahr.de  weitergeleitet werden.

Wichtig: Eine solche E-Mail bedeutet nicht automatisch, dass die IT-Systeme des angeschriebenen Unternehmens oder der Stadt Lahr gehackt wurden. Beim sogenannten Phishing versuchen Kriminelle vielmehr, durch gefälschte Absender und täuschend echt formulierte Nachrichten an Informationen zu gelangen.