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10.02.2017 - OB Dr. Müller spricht mit INA-Vertretern über den geplanten Stellenabbau im Werk Schaeffler-Standort Lahr soll weiterhin strategisch gut entwickelt werden

OB Dr. Wolfgang G. Müller hat den Betriebsleiter des INA-Werks des Unternehmens Schaeffler AG, Volker Kamps, sowie den Betriebsratsvorsitzenden, Gerhard Ohnemus, und dessen Stellvertreter, Volker Barthruff, zu einem Gespräch ins Lahrer Rathaus eingeladen. Er wollte Genaueres über die aktuelle Lage und den geplanten Stellenabbau im Lahrer Werk wissen. Die Vertreter von INA erläuterten die Situation:

"Durch die Verlagerung der Aktivitäten hin zur aktuell gut laufenden Automotive-Sparte soll im INA-Werk Lahr die Verlagerung von 175 Arbeitsplätzen der Industriesparte in die Slowakei kompensiert werden. Betriebsbedingte Kündigungen sollen vermieden werden, indem vor allem über Altersteilzeitmodelle und den Abbau von Leiharbeit die Anzahl der Beschäftigten wieder auf den Stand von 2013 (1200 Beschäftigte) zurückgeführt wird. Beim Thema Ausbildung sollen keine Abstriche gemacht werden, im Gegenteil: Es ist geplant, im Jahr 2017 die Zahl der Auszubildenden im INA-Werk Lahr von 18 auf 24 zu erhöhen."

OB Dr. Müller: "Es ist keine Frage, dass ein global aufgestelltes Unternehmen ständig Anpassungen unternimmt. Dennoch, die geplante Verlagerung von Arbeitsplätzen aus Lahr schmerzt. Ich bedauere diese Entscheidung des Schaeffler-Konzerns vor allem deshalb, weil sich die Belegschaft im Lahrer INA-Werk in den vergangenen Jahren über die Maßen engagiert hat. Nach unserem Gespräch bin ich aber davon überzeugt, dass es gelingen wird, den Schaeffler-Standort Lahr in Zukunft weiterhin strategisch gut zu entwickeln. Wichtig ist, dass es zu keinen betriebsbedingten Kündigungen kommen wird. Auch die Investition in zusätzliche Ausbildungsverhältnisse stimmt mich zuversichtlich, dass sich das Werk innovativ für die Zukunft aufstellt."