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11.12.2020 - Wichtiger Beitrag für Gleichgewicht im Ökosystem Wald und Seuchenprävention Revierübergreifende Drückjagd am Langenhard

Im Bereich Langenhard findet am Samstag, 19.Dezember, eine revierübergreifende Drückjagd statt. Teilnehmen werden Jagdreviere der Stadt Lahr und die Staatliche Regiejagd (ForstBW). Die Drückjagd findet am Samstagvormittag in der Zeit von 8 bis 14Uhr statt.

Die Panzerstraße ist vom Stadtteil Sulz bis zur Waldgrenze am Langenhard in dieser Zeit vollständig gesperrt. Die Straße aus nördlicher Richtung von Lahr aus bis auf den Langenhard wird auf 30 Stundenkilometer beschränkt, bleibt aber für den Fahrzeugverkehr und die Andienung der Anwesen auf dem Langenhard geöffnet. Die Stadtverwaltung Lahr bittet alle Einwohner und Waldbesucher den Bereich aus Sicherheitsgründen in dieser Zeit zu meiden.

 

Die Durchführung von revierübergreifenden Drückjagden ist dringend erforderlich. Dies gilt hauptsächlich in Bezug auf Schwarzwild (Wildschweine), da die Überpopulation von Wildschweinen die Ausbreitung der Afrikanischen Schweinipest auch in der hiesigen Region befürchten lässt. Die Anpassung des Rehwildbestandes wird hauptsächlich aus Gründen der Erhaltung von Naturverjüngungsflächen und Neupflanzungen im Wald erforderlich. Gerade in dieser Zeit, in der der Wald unter einem enormen “Klimastress” steht, muss der Ausfall von Jungbäumen durch Rehwildverbiss dringend minimiert werden. Da die natürlichen Feinde für Reh- und Schwarzwild fehlen, hätte ein unkontrollierter Populationszuwachs dramatische Folgen. Insofern muss die Jagd dieser Entwicklung entgegen wirken. Die Jäger leisten damit einen wichtigen Beitrag, um das Gleichgewicht im Ökosystem Wald und die Seuchenprävention zu garantieren.