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23.03.2016 - Nicht mit erhobenem Zeigefinger

Auf Initiative von Oberbürgermeister Dr. Wolfgang G. Müller findet am kommenden Mittwoch, 30. März 2016, eine Veranstaltung für Spätaussiedler in der Walter-Kolb-Halle, Kanadaring 35, statt.

Neben dem Stadtoberhaupt nehmen auch der Erste Bürgermeister Guido Schöneboom und der Amtsleiter für Soziales, Schulen und Sport, Günter Evermann, teil. Ebenso werden Waldemar Held und Olesja Rudi von der Ortsgruppe Lahr der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland mitwirken sowie Hilda Beck und Alexander Marker vom Bürgerzentrum K2.

Oberbürgermeister Dr. Wolfgang G. Müller ist viel daran gelegen, mit den Spätaussiedlern im Gespräch zu bleiben: „Wir haben in den vergangen Jahren sehr gute und intensive Integrationsarbeit geleistet. Die Spätaussiedler sind in unserer Gesellschaft angekommen und im Schul- und Berufsleben wie auch im sozialen Miteinander gut integriert. Dennoch haben die jüngsten Ereignisse rund um Fragen der Aufnahme von Flüchtlingen wie auch die Ergebnisse der Landtagswahl deutlich gemacht, dass es Gesprächsbedarf gibt. Mir ist es ausgesprochen wichtig, dass wir nicht kopfschüttelnd mit erhobenem Zeigefinger dastehen, sondern uns die Sorgen und Bedenken der Spätaussiedler anhören und sie ernst nehmen.“

Der OB möchte mit Unterstützung der weiteren Beteiligten Missverständnisse bei den Spätaussiedlern ausräumen, über politisch aktuelle Sachverhalte aufklären und gemeinsam Lösungen für Probleme suchen. „Wir laden alle Spätaussiedler ein, dieses Gesprächsangebot wahrzunehmen und mit uns gemeinsam zu diskutieren. Wir freuen uns auf zahlreiche Teilnehmer und gehen davon aus, dass auch das Interesse von Seiten der Spätaussiedler groß sein wird, da die Entwicklungen der vergangenen Wochen gezeigt haben, dass Gesprächsbedarf besteht.“