Mit einer Reihe von insgesamt fünf Beiträgen zum Thema Verhalten im Straßenverkehr möchte die Stadt Lahr zu mehr gegenseitiger Rücksichtnahme der Verkehrsteilnehmer aufrufen.
Die Autofahrer schimpfen über die Radfahrer. Die Radfahrer schimpfen über die Autofahrer. Dazwischen Motorradradfahrer und Fußgänger, Kinder, die Vorbilder brauchen und ältere Mitmenschen, denen man mit besonderer Rücksichtnahme begegnen sollte. Was falsch läuft und wie man es besser machen kann, das erklären Mitarbeitende der Stadtverwaltung in der Reihe „Miteinander statt gegeneinander“. In den ersten beiden Teilen geht es darum, was Autofahrer besser machen können, Teil drei und vier zeigen, dass auch Radfahrer bei Weitem keine Engel sind und Teil fünf bringt alle zusammen an einen Tisch, denn: Gemeinsam geht es einfach besser!
Rücksicht nehmen und Vorbild sein
Jeder Verkehrsteilnehmer kann einen Beitrag für mehr Sicherheit und Akzeptanz leisten und so für ein entspannteres Miteinander im Straßenverkehr sorgen. „Im Endeffekt sitzen doch alle an einem Tisch, denn wir teilen uns eine Infrastruktur“, sagt Martin Stehr von der Stadt Lahr. Seien es nun Autofahrer und Radfahrer, die gemeinsam auf der Straße fahren, oder Radfahrer und Fußgänger, die gemeinsame Wege nutzen, meint Stehr, der selbst viel mit dem Rad unterwegs ist.
Das Fahrrad als Verkehrsmittel des Umweltverbundes hat in den letzten Jahren immer mehr an Bedeutung in Lahr gewonnen. Die Verwaltung hat sich mit der kontinuierlichen Umsetzung des Rad- und Fußwegekonzepts das Ziel gesetzt, den Radverkehr zu fördern und den Radverkehrsanteil in Lahr zu erhöhen. „Radfahren ist aber nur dann attraktiv, wenn gute und sichere Wege vorhanden sind und es Spaß macht, in die Pedale zu treten, anstatt aufs Gaspedal zu drücken“, sagt Stehr.
Der Spaßfaktor hängt nicht nur von der Beschaffenheit oder Durchgängigkeit der Wege ab, sondern auch allgemein vom Image, dass der Radverkehr in der Stadt genießt und dazu können Radfahrer selbst einen großen Beitrag leisten, indem sie sich an die Verkehrsregeln halten oder auch mal auf ihr Recht verzichten. Schließlich haben sie gegenüber Autofahrern eine gewisse Vorbildfunktion, denn sie zeigen, dass es eine umweltfreundlichere und gleichzeitig noch gesündere Möglichkeit gibt, sich in der Stadt fortzubewegen.
Die Stadt Lahr ist seit November 2014 Mitglied in der Arbeitsgemeinschaft Fahrradfreundlicher Kommunen in Baden-Württemberg (AGFK-BW) und hat gemeinsam mit anderen Mitgliedskommunen schon viele Öffentlichkeitsaktionen zu verschiedenen Radverkehrsthemen durchgeführt. Besonders hervorzuheben ist die Verkehrssicherheitskampagne „Tu’s aus Liebe“, die für ein entspannteres Miteinander im Straßenverkehr wirbt.
Miteinander statt gegeneinander – Teil 1
Miteinander statt gegeneinander – Teil 2
Miteinander statt gegeneinander – Teil 3
Miteinander statt gegeneinander – Teil 4