01.04.2022 - Radfahren
Mit Abstand sicher unterwegs – Die ADFC-Abstandskampagne startet in Lahr
Abstand halten, ist für alle sicherer: für Radfahrer und für Autofahrer. Deshalb beteiligt sich die Stadt Lahr gemeinsam mit 22 Städten und Gemeinden aus dem Kreis und dem Ortenaukreis selbst an der Radfahrkampagne „Mit Abstand sicher unterwegs“ des ADFC Kreisverbands.
Auch das Polizeipräsidium Offenburg und die Verkehrswacht Ortenau unterstützen das Projekt als Kooperationspartner. Die Kampagne startet am 4. April 2022.
Plakatwände am Straßenrand weisen auf einen ausreichenden Seitenabstand beim Überholen von Radfahrerinnen und Radfahrern hin. Innerhalb von Ortschaften müssen 1,5 Meter Abstand gehalten werden, damit Radfahrer sicher überholt werden können.
„Im Verkehrsentwicklungsplan und dem fortgeschriebenen Radverkehrskonzept haben wir uns das Ziel gesetzt, den Radverkehr vollumfänglich zu fördern. Die Erhöhung der Verkehrssicherheit spielt dabei eine wesentliche Rolle. Nur wer sich sicher fühlt, fährt gerne mit dem Rad und verzichtet auf das Auto“, sagt Oberbürgermeister Markus Ibert. Bis zum Jahr 2030 soll in Lahr der Anteil des Fahrrads bei der Verkehrsmittelwahl von 14 Prozent (Stand 2019) auf 21 Prozent steigen.
Im Rahmen der Mitgliedschaft in der Arbeitsgemeinschaft Fahrrad- und Fußgängerfreundlicher Kommunen in Baden-Württemberg (AGFK-BW) hat sich die Stadt Lahr bereits an der Verkehrssicherheitskampagne „Tu’s aus Liebe“ beteiligt und gemeinsam mit vielen anderen Kommunen in Baden-Württemberg Aktionen durchgeführt, um für ein Miteinander statt Gegeneinander und eine gegenseitige Rücksichtnahme im Straßenverkehr zu werben – zuletzt ebenfalls über Botschaften auf großen Bannern am Straßenrand während der Europäischen Mobilitätswoche im September 2020.
Die Plakatwände der ADFC-Abstandskampagne stehen zunächst bei der Bushaltestelle AOK-Geschäftsstelle, Fahrtrichtung Bahnhof, in der Schwarzwaldstraße. “Wir werden sie in regelmäßigen Abständen an andere Orte versetzen, um möglichst viele Verkehrsteilnehmer zu erreichen und zu sensibilisieren. Wir haben bewusst Straßen mit einer Schutzstreifenmarkierung ausgewählt, weil die Markierung nicht von der Abstandspflicht beim Überholen entbindet”, sagt Verkehrsplaner Martin Stehr, der im Stadtplanungsamt für die Radverkehrsförderung zuständig ist.