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18.08.2023 - Warum Online-Handel oft ein Problem ist und das Klima vom regionalen Einkauf profitiert Lahrer Klima-Kolumne – Tipp Nr. 38: Sich beraten lassen und anprobieren

Einkaufen im Internet boomt – nicht erst seit der Corona-Pandemie. Damit gehen allerdings gleich mehrere Probleme einher.

Gravierend ist der Ressourcenverbrauch für Verpackungsmaterialien, denn nach wie vor kommen viele Waren wie eine russische Matroschka daher: ein Päckchen im Päckchen im Päckchen… Hinzu kommt, dass vor allem Kleidung und Schuhe oft zurückgeschickt werden, weil die Größe nicht passt. Ein Teil der Retouren geht noch nicht einmal wieder zurück in den Versand, sondern wird komplett vernichtet. Dies ist fatal für die Umwelt, da Energie für die Herstellung und den Transport dieser unbenutzt vernichteten Produkte aufgewendet wurde.

 

Im Handel vor Ort hingegen können Kundinnen und Kunden die Produkte anfassen, anprobieren und sich von qualifiziertem Personal beraten lassen. Verbunden mit einem Bummel in der Stadt verschafft das auch ein schöneres Einkaufserlebnis als der Klick auf den Online-Bestellbutton.

 

Ab hier kann der Online-Handel in einem Punkt klimafreundlicher sein als die Fahrt mit dem Auto zum Einkaufen, denn beim Transport ist auch die so genannte letzte Meile entscheidend für das Klima: Insgesamt 600 bis 1.100 Gramm CO2 werden für eine Einkaufsfahrt von fünf Kilometern mit dem Auto ausgestoßen, während eine Lieferung per Onlinedienst nur 200 bis 400 Gramm CO2 verursacht. Der Onlinedienst wählt nämlich meist effizientere Routen, hat eine bessere Fahrzeugauslastung und es kommen vermehrt Elektrofahrzeuge zum Einsatz, die den CO2-Ausstoß reduzieren. Wer allerdings mit dem Fahrrad in die Stadt fährt oder läuft, liegt in puncto Treibhausgasausstoß natürlich am besten – nämlich bei null Emissionen.

 

Was übrigens gar nicht geht: sich im lokalen Fachgeschäft beraten lassen und dann wegen ein paar Euro Ersparnis online bestellen. Ehrensache, oder?

 

Ihre Einkaufs-Tipps der Woche:

 

  • Überlegen Sie, bevor Sie einkaufen, ob der Kauf aus einer Laune heraus, als Ablenkung und Belohnung, geschieht oder ob Sie das Produkt wirklich erwerben und verwenden möchten. Ein paar Nächte drüber schlafen – zum Beispiel vor dem Kauf von Kleidungsstücken – hilft, Fehlkäufe zu vermeiden.
  • Ob im Online-Handel oder im Laden um die E >Emissionsfrei in die Stadt: Für eine klimafreundliche Erreichbarkeit sorgen rund 100 sichere und komfortable Fahrradstellplätze rund um die Lahrer Fußgängerzone. Und auch zu Fuß ist die verkehrsberuhigte Zone in der Innenstadt gut zu erreichen.
  • Entdecken Sie die Vielfalt der Geschäfte, Restaurants und Cafés in der Lahrer Innenstadt und unterstützen Sie den lokalen Handel.