16.02.2026 - Flugzeugpatenschaft mit Lufthansa im Zeichen des 100. Jubiläums
Lahr fliegt seit mehr als 30 Jahren in alle Welt
Das Lahrer Patenflugzeug, ein Airbus 320neo
Quelle: Lufthansa
„Lahr/Schwarzwald“ steht deutlich sichtbar, außen rechts neben der vorderen Eingangstür. Und so fliegt eben auch ein Stück Heimat mit, wenn ein Flugzeug den Namen einer Stadt trägt. Seit mehr als drei Jahrzehnten ist Lahr mit der Lufthansa verbunden – durch eine Taufpatenschaft, die zeigt, dass die badische Stadt nicht nur auf dem Boden, sondern auch in luftiger Höhe eine Botschafterin der Region ist.
Die Geschichte begann 1994, als in Frankfurt ein Airbus A320 auf den Namen „Lahr/Schwarzwald“ getauft wurde. Taufpate war der damalige Oberbürgermeister Werner Dietz. Diese erste „Lahr“ flog viele Jahre für Lufthansa und später für Germanwings. Die aktuelle „Lahr“ ist das zweite Flugzeug, das den Namen der Stadt trägt. Es ist ein moderner A320neo mit dem Kennzeichen D-AINN, der am 22. Oktober 2018 zur Lufthansa Flotte kam. Seinen ersten Linienflug absolvierte das Flugzeug am 2. November 2018 von seinem Heimatflughafen Frankfurt nach London-Heathrow. Seither hat das Flugzeug 128 verschiedene Zielorte in ganz Europa, Nordafrika und dem Nahen Osten angeflogen und mit 10.150 Flügen fast 1,24 Millionen Fluggäste sicher an ihr Ziel gebracht.
Zitat
„Dass der Name Lahr/Schwarzwald mit Lufthansa weltweit unterwegs ist, ist für uns etwas ganz Besonderes und ein wunderbares Symbol dafür, dass unsere Stadt weltoffen, multikulturell und international vernetzt ist - ein Zeichen gelebter Verbundenheit rund um den Globus“, sagt Oberbürgermeisterin Markus Ibert. „In Lahr stehen wir zwar mit beiden Füßen fest auf dem Boden, die Patenschaft macht unsere Stadt aber auch am Himmel sichtbar und steht symbolisch für unseren Weitblick über den Tellerrand hinaus.“
Im Jahr 2026 feiert Lufthansa ein bedeutendes Jubiläum: Am 6. Januar 1926, vor 100 Jahren, wurde die erste „Luft Hansa“ gegründet und bereits am 6. April desselben Jahres hatte sie ihren Erstflug. Dieses Jubiläum ist für das Unternehmen Anlass zum Feiern und für einen Rückblick auf seine lange wechselvolle Geschichte, die auch die Taufpatenschaften mit den Städten und Bundesländern Deutschlands über Jahrzehnte geprägt haben. In einem Brief an Oberbürgermeister Markus Ibert hat sich die Lufthansa daher für die vertrauensvolle Partnerschaft bedankt.
Die „Lahr/Schwarzwald“ reiht sich in eine lange Tradition der begehrten Taufpatenschaften ein. 1960 wurde erstmals ein Lufthansa Flugzeug getauft. Es war eine Boeing 707 mit dem Kennzeichen D-ABOC. Sie bekam am 16. September den Namen „Berlin“. Das Ziel war, die Verbundenheit zum Heimatstandort Deutschland jenseits der großen Drehkreuze und Standorte auch in die Regionen zu tragen, aus denen ein Großteil der Lufthansa Passagiere und Mitarbeitenden kommt. In der Zwischenzeit hat sich der Kreis der Patenstädte stetig erweitert. Die Lufthansa Flotte trägt heute unter anderem die Namen fast aller deutschen Großstädte, Bundesländer und Landeshauptstädte. Momentan gibt es mehr als 300 Patenschaften und eine Warteliste für Bewerber.
Bei der Namens-Vergabe orientiert sich Lufthansa an der historischen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Bedeutung des betreffenden Ortes. Auch Städte, die in besonderer Weise mit der Luftfahrt oder Lufthansa verbunden sind, finden Berücksichtigung. Im Allgemeinen wird darauf geachtet, dass die Einwohnerzahl der Größe des Flugzeugmusters entspricht. Einmal in den Kreis der Patenstädte aufgenommen, geht der Name auf ein neues Flugzeug über, wenn die ursprünglich getaufte Maschine aus der Lufthansa Flotte ausscheidet.