06.02.2026 - Anita Frei-Krämer gestaltet Auftakt im Stadtmuseum mit „Erinnerungen an Lahr“
Künstlerkreis Ortenau e.V. präsentiert weitere Raumwunder
Das Raumwunder von Anita Frei-Krämer widmet sich der vielfältigen Geschichte der Stadt Lahr
Quelle: Anita Frei-Krämer
Das „Raumwunder des Monats 2026“ ist eine Kooperation des Stadtmuseums Lahr und des Künstlerkreises Ortenau e.V.: Im Jahr 2024 haben bereits sieben Kunstschaffende des Künstlerkreises ihre Raumwunder präsentiert – fünf weitere Werke folgen nun von Februar bis Juni 2026. Eine großzügige Spende der Unternehmerin Brigitta Schrempp hat das Projekt ermöglicht.
Den Auftakt gestaltet Anita Frei-Krämer mit einem wahrhaftigen „Lahrer Raumwunder“. Das Leben an der deutsch-französischen Grenze hat die Künstlerin schon immer beschäftigt: Aufgewachsen bei Kehl, ist sie inspiriert von den Eindrücken des Lebens in der Ortenau, den Landschaften Rheinebene und Schwarzwald, der Landwirtschaft, dem Handwerk und dem Druckgewerbe. Die deutschen Flaggenfarben umhüllen den Kasten, der als Bühne für einige prosperierende vergangene und heutige Aktivitäten Lahrs steht: die Malerfachschule, die Tabak- und Zigarettenproduktion, das Verlagswesen und der Lahrer Bote, die Zeichengeräteherstellung sowie das Verpackungsgewerbe, das Lahr den Spitznamen „Schächtelestadt“ einbrachte. Alle im Raumwunder versammelten Produkte und Figuren stehen für eines dieser Lahrer Themen. Der Titel des Werks lautet „erinnerungen an lahr“.
Anita Frei-Krämer, geboren 1950 in Odelshofen, studierte von 1973 bis 1977 Visuelle Kommunikation an der Fachhochschule Bielefeld. Seit 1978 arbeitet sie freiberuflich, seit 1981 präsentiert sie ihre Arbeiten in Einzel- und Gruppenausstellungen im In- und Ausland. Ihre Werke finden sich in privatem und öffentlichem Besitz, unter anderem im Klingspor-Museum Offenbach und der Ville de Bischheim. 1997 wurde sie in das Künstlerinnen-Archiv des Frauenmuseums Bonn aufgenommen. Ein Jahr später erhielt sie den Frauengleichstellungspreis der SPD Europa-Parlamentarierinnen und Mandatsträgerinnen. Sie ist unter anderem Mitglied der Fachgruppe Bildende Kunst, des Künstlerkreises Ortenau Offenburg und des Künstlerinnenforums Bielefeld-OWL e.V. sowie Mitbegründerin des Kunstforums Kork. Sie leitet Malprojekte unter anderem auf Sylt und Mallorca, ist Lehrbeauftragte an der Hochschule Kehl sowie für Bildungseinrichtungen und Verbände tätig. Außerdem engagiert sie sich in Inklusionsprojekten und geragogischen Projekte mit an Demenz erkrankten Menschen. Anita Frei-Krämer lebt und arbeitet in Kehl sowie in Ostwestfalen-Lippe in Nordrhein-Westfalen.
Der Künstlerkreis Ortenau e.V. ist ein Verein von mehr als 30 bildendenden Künstlerinnen und Künstlern. Er wurde 1980 gegründet und gilt als Vorreiter für die Vermittlung zeitgenössischer Kunst in der Region. Zu Beginn hatte er seine Räume in der Alten Wäscherei, seit 2001 ist er in der Galerie im Artforum in Offenburg beheimatet. Der Verein organisiert mehrere Ausstellungen und begleitende Veranstaltungen im Jahr. Für die Ausstellungen werden die Künstlerinnen und Künstler von dem Ausstellungsgremium der Mitglieder ausgewählt. Das Heterogene ist der Gemeinschaft des Künstlerkreises eigen. Die Bandbreite spiegelt sich auch bei den ausstellenden Künstlerinnen und Künstlern des Lahrer Raumwunders wider.
Das Raumwunder von Anita Frei-Krämer ist noch bis einschließlich Sonntag, 1. März 2026, zu sehen. Das Stadtmuseum ist von Mittwoch bis Sonntag jeweils von 11 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt in das Foyer ist frei.
Die Ausstellung zum Holocaust-Gedenken im Museumsfoyer mit dem Schwerpunkt „Kinder und Jugendliche im Nationalsozialismus“ läuft ebenfalls noch bis einschließlich Sonntag, 1. März 2026. Die aktuelle Sonderausstellung „TatSachen. Verbrechen und Strafe in der Lahrer Geschichte“ wurde verlängert und ist noch bis einschließlich Sonntag, 12. April 2026, zu sehen.