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11.05.2016 - Kläranlage in Alajuela mit Lahrer Unterstützung optimiert

Das Abwassernetz sowie die dezentralen Kläranlagen in Alajuela haben ihre Leistungsgrenze überschritten beziehungsweise sind in einem maroden Zustand und nicht mehr voll funktionsfähig. Deshalb wird von der Stadt Lahr im Rahmen der Klimapartnerschaft und mit finanzieller Förderung (366 800 Euro) durch das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung das dreijährige Projekt "Nachhaltige Optimierung des Abwassermanagements für die Bürger und Umwelt von Alajuela" umgesetzt.

Mit den vorhandenen Grundlagendaten aus Alajuela und dem Fachwissen aus Lahr, sowie mit Unterstützung von kommunalen Experten und lokalen Firmen, wird bei mehreren dezentralen Kläranlagen mit mangelhaften Abflusswerten neue Technologie und Technik hinzugefügt und bei einer weiteren Kläranlage eine kommunale Annahmestelle für Abwasser/Schlamm aus den privaten Klärgruben eingerichtet, sodass künftig die nationalen Abwassergrenzwerte eingehalten und die Belastung von Umwelt, Natur, Klima und Bevölkerung vermindert werden.

Während des Besuchs zum Partnerschaftsjubiläum haben Manfred Kaiser (Stabsstelle Umwelt), Dr. Gereon Anders (Abwasserverband Raumschaft Lahr) und Heinz-Dieter Ritzau (Freundeskreis Alajuela – Lahr e.V.) die letzten Absprachen mit dem dortigen Projektleiter Francisco Alpizar getroffen. Und gegen Ende April ging es dann schnell, der Container mit der Anlage traf mit dem Seeschiff in Puerto Limón ein, wurde sehr schnell durch den Zoll und sofort zur Kläranlage La Trinidad nach Alajuela transportiert, montiert und in Betrieb genommen. Die neue Vorreinigungsstufe ist dem Klärbecken vorgeschaltet und entfernt jetzt automatisch grobe Verunreinigungen und Feststoffe, die weitere Reinigung des Abwassers funktioniert damit wesentlich besser.

Oberbürgermeister Dr. Wolfgang G. Müller: "Es ist sehr erfreulich, dass wir jetzt das erste Projektjahr erfolgreich abschließen konnten und dass das Abwasser in diesem Einzugsbereich von Alajuela mit unserer Unterstützung besser und effizienter gereinigt werden kann. Dies ist ein gutes Beispiel unserer kommunalen Entwicklungszusammenarbeit und auch ein guter Beitrag zur Erfüllung der 2030-Agenda und der Nachhaltigkeitsentwicklungsziele (SDGs), die gerade erst vom Lahrer Gemeinderat beschlossen wurden. Wir unterstützen damit auch den Anspruch Costa Ricas, ein umweltbewusstes Reiseland zu sein."