04.04.2022 - Blütezeit des Hochbarocks
Händels Oratorium „Messiah“
Morten Schuldt-Jensen und der Kammerchor der Hochschule für Musik Freiburg
Quelle: Ramon Manuel Schneeweiß
Am Mittwoch, 13. April, um 19 Uhr, präsentieren Kammerchor, Solistinnen und Solisten und das Orchester der Hochschule für Musik Freiburg Händels Oratorium „Messiah“ unter der Leitung von Prof. Morten Schuldt-Jensen im Lahrer Parktheater.
Georg Friedrich Händel ist, neben Johann Sebastian Bach, der bedeutendste Komponist des Barockzeitalters. Vor allem in den Gattungen Oper und Oratorium nehmen seine Werke einen singulären Rang ein, mit dem sich kein anderer Komponist dieses Zeitalters messen kann. Neben den weltberühmten Orchestersuiten Wassermusik und Feuerwerksmusik haben rund 40 Opern und 25 Oratorien, darunter Der Messias, bereits zu seinen Lebzeiten Händels Ruhm begründet. Damals wie heute stehen diese Werke im Zentrum des Interesses von Klassikliebhabern in aller Welt.
Händels Oratorium „Messiah“ (Deutsch „Der Messias“) ist zweifelsohne eines der populärsten Werke geistlicher Musik überhaupt. Händel verband gefühlvolle Arien wie „He was despised“ und festliche Gesänge wie den berühmten Hallelujah-Chor, der auch als Klassik-Hit im Radio zu hören ist, zu einem emotional hoch ansprechenden Gesamtwerk. 1742 in Dublin uraufgeführt und sofort enthusiastisch gefeiert, ließ Händel sein Oratorium regelmäßig in der Fasten- oder Osterzeit aufführen. Der Text des Oratoriums besteht aus Bibelversen, die vornehmlich dem Alten Testament entnommen sind. Es schildert in drei Teilen die christliche Heilsgeschichte. Das Oratorium repräsentiert in seiner Besetzung mit Chor, Solistinnen und Solisten sowie Orchester die Blütezeit des Hochbarocks.
Der Kammerchor der Hochschule für Musik Freiburg unter der Leitung von Professor Morten Schuldt-Jensen versteht sich als das vokale Exzellenzensemble der Musikhochschulfamilie. Preisgekrönt beim Deutschen Chorwettbewerb 2014 repräsentiert er die musikalische Qualität der Hochschule für Musik Freiburg.
Eine kostenlose Einführung in Werk und Arbeit gibt der Dirigent Prof. Morten Schuldt-Jensen gemeinsam mit dem Orchester bereits um 18 Uhr im Parktheater, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
„Messiah“ steckt voller musikalischer Finesse, die selbst von Musikwissenschaftlern oft unterschätzt wird. Wer weiß, wie Händel mit seiner Musik Engel erscheinen lässt, wie er musikalisch ein Feld malt oder das Jesuskind mit einem bestimmten Rhythmus als König charakterisiert, hört das Werk mit anderen Ohren. In der Musik sind Feuer, Berge und Täler zu entdecken und zu hören, wie Gott die Welt schüttelt. Morten Schuldt-Jensen erklärt in seiner vielfach gepriesenen Werkeinführung diese Details. Chor, Orchester und Solisten musizieren einzelne Abschnitte und Stimmen und lassen sie so klar erkennbar hervortreten. Auch wer noch keine große Erfahrung mit Händels Musik hat, kann so die faszinierenden Details des Oratoriums entdecken. „Man hört nur, was man weiß“, erläutert Morten Schuldt-Jensen seinen Ansatz. „Ich möchte gern, dass das Publikum ein Maximum an Wissen mitbringt, damit es in den vollen Genuss dieses bedeutenden Werks kommt. Wer sich darauf einlässt, etwas über das Werk zu lernen, wird im Konzert dafür mit einem umso größeren Genuss belohnt werden.“
Es gilt die am Veranstaltungstag geltende Coronaverordnung. Auch bei in Kraft tretenden Lockerungen empfiehlt die Stadtverwaltung weiterhin das Tragen einer FFP2-Maske in Innenräumen - auch während der Veranstaltung. Die Besucher werden gebeten, sich am Veranstaltungstag über die aktuell gültigen Regeln zu informieren.
Informationen und Tickets sind im KulTourBüro Lahr, Kaiserstr. 1, 77933 Lahr kultour@lahr.de oder unter Telefon 07821-950210 sowie online unter www.kultur.lahr.de erhältlich.