Viel positive Resonanz haben die Verantwortlichen seit der Vorstellung des Dauerausstellungs-Entwurfs für das neue Stadtmuseum Tonofenfabrik Ende April erhalten. Und einige Lahrer haben es nicht nur bei lobenden Worten belassen. Am Montag, 23. Mai, wurde in der alten Tonofenfabrik der erste Sponsor präsentiert: Das Druckhaus Kaufmann, das in diesem Jahr sein 200-jähriges Bestehen feiert. Zudem stellte der Förderverein den Wandfries vor, auf dem die Spendernamen zu lesen sein werden.
"Wir haben früh gespürt, dass Unterstützung aus der Stadt da ist", erklärte der Erste Bürgermeister Guido Schöneboom. Und so war die Sponsorensuche schnell von einem ersten Erfolg gekrönt. Mit Jürgen Frank und Thomas Joachims, dem Vorsitzenden und Schatzmeister des Fördervereins Tonofenfabrik Stadtmuseum Lahr, stieß Schöneboom bei Markus Kaufmann, dem geschäftsführenden Gesellschafter des Druckhauses Kaufmann, auf offene Ohren. "Ich war von der Idee sofort angetan, Feuer und Flamme", sagte Kaufmann. Als mit nun 200 Jahren älteres Unternehmen in Lahr sei das Druckhaus schließlich Teil der Lahrer Industriegeschichte. Und so stellt Kaufmann einen ansprechenden Betrag für den Bereich Verlag und Druck im neuen Stadtmuseum zur Verfügung. Zudem werden eine alte Druckmaschine, die das Unternehmen bereits vor zehn Jahren an die Stadt übergeben hat, und alte Drucke, die bislang im Technoseum Mannheim sind, in die Tonofenfabrik einziehen. Und auch seine Jubiläumsgäste möchte Markus Kaufmann für das stadtgeschichtliche Projekt begeistern: Sie sollen statt Blumen und Geschenken eine Spende fürs neue Stadtmuseum übergeben. "Das ist unsere Verbeugung vor der Stadt Lahr und deren Einwohnern", schloss er.
"Wir sind dankbar für diese große Geste, aber auch für jede kleine Spende", erklärten Guido Schöneboom und Jürgen Frank. Und so warb der Vorsitzende des Fördervereins auch gleich um weitere Unterstützung beispielsweise bei der Vitrinen-Anschaffung, einer modernen Lichtinstallation oder durch Patenschaften für Themenbereiche. "Wir sind auf jeden Euro angewiesen", betonte Frank und fügte noch hinzu: "Die Spender werden sich in einem Wandfries wiederfinden." Dieses soll später an prominenter Stelle in der neugestalteten Tonofenfabrik zu sehen sein. Dabei richtet sich die Abbildungsgröße des Namens nach der Höhe des gespendeten Betrags. Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.tonofenfabrik-foerdern.de.