24.06.2026 - Verhaltensregeln für die Teilnahme an Autokorsos
Feiern – aber bitte mit Rücksicht
Die Stadt und das Polizeirevier Lahr appellieren an Fußballfans, Siege ihrer Teams mit der gebotenen Rücksichtnahme auf Anwohnerinnen und Anwohner zu feiern.
Nach den vergangenen Spielen der Fußball-Weltmeisterschaft mit deutscher Beteiligung kam es in der Lahrer Innenstadt zu Autokorsos, bei denen Fans teilweise noch bis zu zwei Stunden nach Spielende laut hupend durch die Stadt fuhren. Dies führte zu erheblichen Ruhestörungen, besonders nach dem zweiten Gruppenspiel, das erst gegen Mitternacht endete. Nach beiden Partien sind zahlreiche Beschwerden bei der Stadtverwaltung und der Polizei eingegangen.
Eine fröhliche WM-Stimmung, die Freude über gewonnene Spiele und auch der Stolz auf den Lahrer Bezug zu einem deutschen Nationalspieler sind ein schöner Anlass zum gemeinsamen Feiern. Gleichzeitig muss mit Blick auf die Spielzeiten das Ruhebedürfnis der Anwohnerinnen und Anwohner ernst genommen werden.
Polizei und Kommunaler Ordnungsdienst werden deshalb auch nach den kommenden Weltmeisterschaftsspielen im Lahrer Stadtgebiet präsent sein. Nach einer gewissen Toleranzphase werden sie Verstöße gegen ordnungsrechtliche Vorgaben – beispielsweise Hupen oder Verstöße gegen die Gurtpflicht – konsequent ahnden, gegebenenfalls auch durch Videoaufzeichnungen. Gefährdungsrelevante Situationen werden von der Polizei konsequent unterbunden und verfolgt.
Erste Priorität im Rahmen des polizeilichen Vorgehens hat die unmittelbare Unterbindung oder Verhinderung von selbst- oder fremdgefährdenden Verhaltensweisen von Korso-Teilnehmenden sowie die Minimierung von Verkehrsstörungen. Erhält die Polizei Kenntnis von Straftaten und bedeutenden Ordnungswidrigkeiten, schreitet sie konsequent ein.
Einschreiten wird die Polizei besonders dann, wenn Personen während des Korsos auf Fahrzeugdächern oder Motorhauben sitzen, auf Fußgänger oder Personengruppen zugefahren wird, sich Insassen aus den Fenstern oder dem Schiebedach lehnen, in Bereiche mit Fußgängerverkehr gefahren oder Pyrotechnik eingesetzt wird.
Gemeinsam bitten Verwaltung und Polizei daher Fußballfans um Rücksichtnahme und freuen sich, wenn es nicht notwendig wird, Verstöße mit Bußgeldverfahren zu ahnden.