21.11.2025 - Vortrag im Lahrer Stadtmuseum über koloniale Sammlungsstücke in Offenburg und Lahr
Alles nur geklaut?
Dieser chinesische Bronzeguss landete über den „Boxeraufstand“ 1900/1901 in Offenburg und ist aktuell im Lahrer Stadtmuseum zu sehen
Quelle: Stadt Offenburg
Zu einem Vortrag über ein Thema der Ortenauer Kolonialgeschichte lädt das Stadtmuseum Lahr für Donnerstag, 27. November 2025, ab 18:30 Uhr ein: Unter dem Titel „Alles nur geklaut?! Koloniale Sammlungen in Offenburg und der Ortenau“ wird Susanne Leiendecker-Piegsda von ihrer Erforschung der städtischen Sammlung Offenburgs berichten.
In den vergangenen Jahrzehnten haben sich Museen immer stärker mit den kolonialen Bezügen ihrer Sammlungen auseinandergesetzt. Die Ethnologin Susanne Leiendecker-Piegsda führte dazu ein mehrjähriges Forschungsprojekt am Offenburger Museum im Ritterhaus durch. Eine Vielzahl an Stücken aus ehemaligen Kolonialgebieten befindet sich dort – von chinesischen Bronzefiguren bis hin zu afrikanischen Großwild-Präparaten.
Auch die Stadt Lahr erhielt im 19. Jahrhundert oft „verdächtige“ Schenkungen. Einige von ihnen sind der derzeitigen Sonderausstellung des Stadtmuseums zu sehen. Kurator Bastian Kussin ergänzt den Vortrag mit einem Blick auf die kolonialen Hintergründe der Lahrer Sammlung. Wie kamen die Stücke ins Museum? Was ist ihre Bedeutung? Und wie geht man nun damit um? Die Suche nach Antworten ist nicht immer einfach, aber oft auch abenteuerlich und überraschend.
Veranstaltungsort ist das Stadtmuseum in der Tonofenfabrik, Kreuzstraße 6 in Lahr. Die Teilnahme kostet vier Euro. Um Anmeldung per E-Mail an museumsinfo@lahr.de oder telefonisch unter 07821/910-0415 wird gebeten.
Die Veranstaltung gehört zum Rahmenprogramm der Sonderausstellung „Tatsachen. Verbrechen und Strafe in der Lahrer Geschichte“. Diese ist noch bis einschließlich Sonntag, 22. Februar 2026, von Mittwoch bis Sonntag jeweils von 11 bis 18 Uhr im Stadtmuseum Lahr zu sehen.