Vernissage: Martin Spengler - Zwischenraum und Bruch
Termin
01.03.2026, 11:00 Uhr
Vernissage in der Städtischen Galerie zur Ausstellung vom 1.3.26 - 12.4.26.
In seiner aktuellen Ausstellung „Zwischenraum und Bruch“ zeigt Martin Spengler Werke, die zwischen Bild, Relief und Skulptur changieren. Bekannt wurde der Künstler 1974 in Köln geborene Künstler für seine detailreichen Darstellungen moderner und historischer Architektur, die er aus Wellpappeblöcken schneidet, mit Gesso bemalt und mit Graphit betont. Dabei interessiert ihn vor allem die Fragilität von Bauwerken und ihre Funktion als Spiegel gesellschaftlicher Vorstellungen und Grenzen.
Spengler erweitert nun sein visuelles Repertoire: Neben vertrauten Stadtmotiven wie dem Mannheimer Collini-Center oder dem Kölner Dom treten neue Symbole in den Vordergrund – etwa eine Achterbahn, das Kolosseum in Rom oder dynamisch brechende Wellen. Diese Bilder eröffnen neue Denkräume und laden zur Auseinandersetzung mit Wandel, Ambivalenz und dem Zusammenleben in unserer Gesellschaft ein.
Die Ausstellung thematisiert auch das Verhältnis von Skulptur und Sockel. In Spenglers Arbeiten wird der Sockel selbst zum Träger von Information und Ausdruck, indem Informationen des ursprünglichen Bildes selbst in den Sockel übergehen.
Angelehnt an Werke von John Chamberlain und anderer Künstler des Neuen Realismus hält er in seinem Werk „Sollbruchstelle“ die sichtbare Verformung einer Architekturstruktur den Moment des Bruchs als Teil eines kreativen Prozesses fest.
Spenglers Kunst fordert keine Erklärung – sie spricht durch ihre Formensprache und Materialität direkt zu ihrem Publikum.