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02.10.2020 - In Workshop LoRaWAN-Technik spielerisch kennenlernen Social Hackathon für Jugendliche in Lahr

Das Projekt „LoRaWAN in Lahr hat neben 13 weiteren Projekten beim ersten Durchlauf des Lahrer Bürgerbudgets „Stadtgulden“ im Herbst 2019“ überzeugen können und nun ein freies und offenes Netz für IoT-Geräte ausgebaut wird. Für junge Menschen zwischen 12 und 24 Jahren aus Lahr haben die Ideengeber David und Jonas Fehrenbach gemeinsam mit der IntegrA Lahr gemeinnützige GmbH einen Workshop entwickelt, um die Technologie kennenzulernen.

Dieser findet am Samstag, 17.Oktober, von 10 bis 15 Uhr, statt. Der Workshop wird vom Stadtgulden unterstützt.

 

Beim SOCIAL HACKATHON erfahren Teilnehmer mehr über das Netz und über die TheThingsNetwork (TTN) Community. Gemeinsam werden Internet of Things (IoT) -Geräte programmiert, die über LoRaWAN Daten ins Internet schicken. Das Gerät nennt sich TTN-Mapper, da mit einem GPS Sensor und einem Mikrocontroller die Netzabdeckung getestet und in eine Karte eingetragen werden kann. Danach erfinden die Teilnehmer Anwendungen und Experimente, um die Vorteile von LoRaWAN auszuprobieren und zu überlegen, wie das den Mitmenschen helfen kann.
Es sind keine Vorkenntnisse erforderlich, die Interessenten sollten aber aus Lahr oder Umgebung kommen, damit sie auch TTN-Empfang haben. Das Event ist kostenlos und die Hardware wird zugeschickt. Weitere Informationen und Anmeldung ab sofort per E-Mail an grants@integra-lahr.de oder auf www.integra-lahr.de.“

 

Hintergrundinformation:

IoT steht für das „Internet der Dinge“ und beschreibt jegliche Dinge, die über das Internet miteinander vernetzt sind. Mit der Finanzierung durch das Bürgerbudget Stadtgulden und in Kooperation mit der Badenova werden aktuell mehrere Standorte in Lahr erschlossen, um sogenannten LoRaWAN-Gateways einzurichten. Jeder Gateway erreicht eine Abdeckung von rund zwei Kilometern, sodass ein Großteil des Stadtgebiets in Zukunft kostenlosen Zugang zum Netzwerk hat. Konkrete Anwendungsbeispiele finden sich im Bereich Bürgerservice und innerhalb der Stadtverwaltung. Über spezielle Sensorik lassen sich im Terrassenbad die Besucher zählen oder die belegten Stellplätze auf dem Wohnmobilstellplatz in Kuhbach. Für den BGL Lahr interessant sind Sensoren, die wichtige Parameter wie Temperatur und Luftfeuchtigkeit messen, auswerten und so den Winterdienst präzisieren und vereinfachen. Die Anwendung ist offen und kostenlos zugänglich für technikaffine Bürger, die ihre eigenen Sensoren ins Feld bringen wollen. Die Endgeräte der Nutzer kommunizieren mit den Gateways, die Datenpakete an einen Server senden. Dieser verfügt über Schnittstellen zu IoT-Plattformen und Applikationen. Die kabellose Technik kann mit vergleichsweise geringen Kosten umgesetzt werden und besitzt eine hohe Energieeffizienz.