03.12.2025 - 68. Ausgabe des Jahrbuchs ab sofort erhältlich
Das neue „Geroldsecker Land“ ist da
Geroldsecker Land 68/2026
Quelle: Stadt Lahr
Die neue Ausgabe des Jahrbuchs „Geroldsecker Land“ ist erschienen. Es enthält wie gewohnt zahlreiche Beiträge zu historischen Ereignissen, Gebäuden und Persönlichkeiten aus Lahr und der südlichen Ortenau.
Die Leserinnen und Leser lernen Auswanderinnen und Auswanderer kennen, die im 19. Jahrhundert aus Ottenheim oder Kippenheim in die USA gezogen sind sowie Lahrerinnen und Lahrer, die in den Frankfurter Wachensturm verwickelt waren. Sie erfahren, dass Wilhelm Fischer aus Seelbach nicht nur Fotograf und Handwerksmeister gewesen ist, sondern auch Romane und Gedichte geschrieben hat. Mit der Pfarrkirche St. Cyprian in Kappel und der alten Synagoge von Altdorf stehen zwei Gotteshäuser im Mittelpunkt von Aufsätzen. Beiträge finden sich auch zum Leimbachtal und zu – teils nicht mehr vorhandenen – Gebäuden in Rust, Schmieheim und Schuttern. Solche kleinräumigen Detailgeschichten sind es, die Geschichte anschaulich werden lassen, denn oft genug spiegeln sie die „große Weltgeschichte“. Gerade das ist es, was den Reiz der Regionalgeschichte ausmacht.
In diesem Jahr haben sich zahlreiche junge Autorinnen und Autoren mit Beiträgen beteiligt. Sie werfen in ihren Texten Fragen zur Verantwortung in unterschiedlichen historischen Kontexten auf. Der historische Bogen reicht von der Kolonialzeit über die Kriegs- und Nachkriegszeit bis zum Imhausen-Skandal in den 1990er Jahren.
Darüber hinaus werden gleich zwei Neuentdeckungen zur Lahrer Stadtgeschichte im aktuellen „Geroldsecker Land“ präsentiert: Thomas Foerster stellt Tuschezeichnungen mit Lahrer Stadtansichten aus dem 18. Jahrhundert und einer der frühesten Darstellungen des Klosters in Ettenheimmünster vor, während Bastian Kussin die Geschichte hinter der Zeitschrift „Jazz“ recherchiert hat. Einige der größten Jazz-Persönlichkeiten der damaligen Zeit lieferten Beiträge zu diesem Pionierprojekt der Jazz-Szene im Deutschland der Nachkriegszeit. Da nur eine einzige Ausgabe erschienen ist, blieb Lahr eine kleine Fußnote in der deutschen Jazz-Geschichte. Das Beispiel dieser Zeitschrift wirft aber auch ein Licht auf die Geschichte des Schauenburg-Verlags in den 1930er und 1940er Jahren, über die bislang kaum etwas bekannt gewesen ist. Damit ist der Beitrag eine wichtige Ergänzung zur Geschichte des Verlagsstandorts Lahr.
Mundartgedichte und -erzählungen runden den reich bebilderten Band ab. Er ist für 18,50 Euro in den Lahrer Buchhandlungen und im Stadtmuseum erhältlich.