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07.05.2024 - Großer Zuspruch beim Kinonachmittag des Beirats der Stadt Lahr für die Belange von Menschen mit Behinderung Wohlfühl-Film mit Herz und Humor

Gruppenfoto mit Steffi Stulz (Zweite von links), Emil und Frieda Stulz, Beatrice Meyer sowie Margot Wagner und Heinz Kuhn (von links)
Steffi Stulz (Zweite von links), Mitglied des Beirats für die Belange von Menschen mit Behinderung, mit Emil und Frieda Stulz, Beatrice Meyer von der Geschäftsstelle des Beirats sowie die Beiratsmitglieder Margot Wagner und Heinz Kuhn (von links)
Quelle: Stadt Lahr
Gute Stimmung im Kinosaal, der mit 122 belegten Plätzen nahezu voll besetzt war: Der Film „Wochenendrebellen“ hat beim Kinonachmittag des Beirats der Stadt Lahr für die Belange von Menschen mit Behinderung Menschen aller Generationen ins FORUM Kino Lahr gelockt – von sechs bis knapp 90 Jahren waren alle Altersgruppen vertreten.

„Wochenendrebellen“ erzählt die Geschichte eines autistischen Jungen und seines Vaters auf der Suche nach dem perfekten Fußballverein quer durch die deutschen Fußballligen, der zu mehr Verständnis für Menschen mit Autismus beiträgt. „Ein wunderbarer Film, der ein ernstes Thema behandelt und dabei trotzdem leicht und ernsthaft zugleich ist“, sagt Beatrice Meyer von der Geschäftsstelle des Beirats. „Wir freuen uns sehr, dass so viele Menschen unserer Einladung gefolgt sind und sich mit uns gemeinsam diesen Film angesehen haben.“

Beatrice Meyer sprach Jana Nastasi, Theaterleitung des FORUM CINEMAS Multiplex Lahr GmbH & Co. KG, und ihren Kolleginnen und Kollegen einen großen Dank aus: „Sie haben diesen besonderen Nachmittag ermöglicht, vor allem auch mit der wichtigen Voraussetzung für unsere Zielgruppe, den Film in reizarmer Umgebung für alle anzubieten.“ Der Film wurde ohne Vorprogramm und Werbung gezeigt. Die Beleuchtung war gedimmt und die Lautstärke reduziert. Darüber hinaus standen zehn Rollstuhlplätze zur Verfügung.

„Für mich als Kinoschaffende war dieser Tag genau so, wie Kino sein muss: ein Begegnungsort, an dem alles möglich ist und jeder sein kann, wie und was er will und ist“, sagte Jana Nastasi. Dies zeigte sich beispielsweise bei den ausgiebigen Gesprächen beim Empfang im Foyer. Rund um die beiden Stände von Andrea Himmelsbach-Schaub vom Autismus-Therapie-Zentrum Lahr sowie dem Sprecherteam Margot Wagner, Steffi Stulz und Heinz Kuhn vom Beirat der Stadt Lahr für die Belange von Menschen mit Behinderung war immer etwas los. „Das war ein Sonntag, wie er sein soll“, sagte auch Renate Hofsäß, Leiterin des Aktion Treffpunkt e.V., die neben Ulrike Ertl vom Stadtseniorenbeirat Lahr beim Ausschank mitwirkte und sich über weitere Kinonachmittage dieser Art freut.

Hintergrund: Beirat für Belange von Menschen mit Behinderung

Der Beirat für Belange von Menschen mit Behinderung ist ein beratendes Gremium der Stadt Lahr. Grundlage ist der Gemeinderatsbeschluss vom 14. Juli 2014. Sein Hauptziel ist, auf eine barrierefreie Kommune hinzuarbeiten, in der Menschen mit Behinderung gleichberechtigt am wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Leben teilhaben können. Die Mitglieder bringen als Expertinnen und Experten die Perspektive von Menschen mit Behinderung in die Prozesse der Stadt Lahr ein.

Vorsitzender des Beirats ist Oberbürgermeister Markus Ibert, sein ständiger Vertreter ist Erster Bürgermeister Guido Schöneboom. Aus der Mitte des Gremiums werden Sprecherinnen und Sprecher gewählt, die den Beirat gegenüber dem Gemeinderat, der Verwaltung und der Öffentlichkeit vertreten. Der Beirat tagt dreimal im Jahr öffentlich. In verschiedenen Arbeitskreisen werden die Aufträge des Beirats vertieft bearbeitet.