Holzhaus auf der grünen Wiese

Nationale Klimaschutzinitiative Geförderte Projekte

Mit der Nationalen Klimaschutzinitiative initiiert und fördert das Bundes-Umweltministerium seit 2008 zahlreiche Projekte, die einen Beitrag zur Senkung der Treibhausgasemissionen leisten.

Ihre Programme und Projekte decken ein breites Spektrum an Klimaschutzaktivitäten ab: Von der Entwicklung langfristiger Strategien bis hin zu konkreten Hilfestellungen und investiven Fördermaßnahmen. Diese Vielfalt ist Garant für gute Ideen. Die Nationale Klimaschutzinitiative trägt zu einer Verankerung des Klimaschutzes vor Ort bei. Von ihr profitieren Verbraucherinnen und Verbraucher ebenso wie Unternehmen, Kommunen oder Bildungseinrichtungen.

In Lahr wurden folgende Projekte gefördert:

Im April und Mai 2017 wurde in der Ahorn-, Beethoven-, Georg-Friedrich-Händel-, Gutenberg-, Johann-Sebastian-Bach-, Max-Reger-, Richard-Wagner-, Trampler-, Weiden- und Werderstraße, Am Schulacker, Galgenberg-, Heimgarten- und Rennweg, Unterer Dammen, Industriehof, Im Baderle, Im Gärtle, Im Heidel, und Hinter dem Spirlingsrain sowie am Friedrich-Ebert-Platz die Straßenbeleuchtung saniert. Die Sanierung erfolgte durch die Umrüstung der vorhandenen Mini-Koffer-Leuchten mit Natriumdampf-Hochdrucklampen auf LED-Technik. Das Sanierungsprogramm bezog sich auf 121 Leuchten.


Die Systemleistung der sanierten Beleuchtungsanlagen in den oben genannten Bereichen betrug zwischen 88 Watt und 123 Watt pro Leuchte. Die seit April und Mai 2017 eingesetzten LED-Leuchten haben eine maximale Systemleistung von 27 Watt (Stand der Technik). Die voraussichtliche CO2-Emmissionsreduktion wird sich innerhalb von 20 Jahren auf rund 543 Tonnen belaufen. Es ist mit einer durchschnittlichen Energieeinsparung von 84 Prozent zu rechnen.


Sanierungsmaßnahme im Rahmen der Klimaschutzinitiative des BMU (KSI: Sanierung der Straßenbeleuchtung im Jahr 2017 in Lahr/Schwarzwald - Förderkennzeichen: 03K044800; Laufzeit 01.01.2017 bis 31.12.2017).
 

Im September 2016 wurde in der Nordend-, Jahn-, Garten-, Ziegelbrunnen-, Reckenmatten-, Weingarten-, Bannstöcke-, Riedstraße, Am Langental und am Mattweg die Straßenbeleuchtung saniert. Die Sanierung erfolgte durch die Umrüstung der vorhandenen Quecksilberdampf-Hochdrucklampen, die mit Austausch-Natriumdampf-Hochdrucklampen mit integrierten Zünder bestückt waren, und Natriumdampf-Hochdrucklampen auf LED-Technik. Das Sanierungsprogramm bezog sich auf 122 Leuchten.

 

Die Systemleistung der sanierten Beleuchtungsanlagen in den oben genannten Bereichen betrug zwischen 83 Watt und 123 Watt pro Leuchte. Die seit September 2016 eingesetzten LED-Leuchten haben eine Systemleistung von 28 beziehungsweise 24 Watt (Stand der Technik). Die voraussichtliche CO2-Emmissionsreduktion wird sich innerhalb von 20 Jahren auf rund 512 Tonnen belaufen. Es ist mit einer durchschnittlichen Energieeinsparung von 84 Prozent zu rechnen.

 

Sanierungsmaßnahme im Rahmen der Klimaschutzinitiative des BMU (KSI: Sanierung der Straßenbeleuchtung im Jahr 2016 in Lahr/Schwarzwald - Förderkennzeichen: 03K02712; Laufzeit 01.04.2016 bis 31.03.2017)

 

Bereits im September 2014 wurden an der Altmühl-, Sofien-, Hilda-, Langsdorf-, Eichrodt-, Ludwigstraße, Sonnen-, Ölgasse, am Kanalweg, am Mauerfeld sowie an den Radwegen von der Otto-Hahn-Straße bis zur Martin Luther-Straße und von der Freiburger Straße bis zur Schwarzwaldstraße die Straßenleuchten mit Vorschaltgeräten für Quecksilberdampf-Hochdrucklampen, die mit Austausch-Natriumdampf-Hochdrucklampen mit integrierten Zünder bestückt waren, ausgetauscht. Im Rahmen der Klimaschutzinitiative des BMU wurde die vorhandene Straßenbeleuchtung auf LED-Technik umgerüstet. Das Sanierungsprogramm bezog sich auf 103 Leuchten.

 

Diese Straßenleuchten ohne Spiegeltechnik und mit den konventionellen Vorschaltgeräten entsprachen vor allem bezüglich des Energieverbrauchs nicht mehr dem heutigen technischen Standard. Die Systemleistung der sanierten Beleuchtungsanlage im oben genannten Bereich betrug 126 Watt pro Leuchte. Die seit September 2014 eingesetzten LED-Leuchten haben eine Systemleistung von 28 beziehungsweise 24 Watt (Stand der Technik). Die voraussichtliche CO2-Emmissionsreduktion wird sich innerhalb von 20 Jahren auf rund 526 Tonnen belaufen.

 

Sanierungsmaßnahme im Rahmen der Klimaschutzinitiative des BMU (KSI: Klimaschutztechnologien bei der Stromnutzung für den Bereich Außenbeleuchtung - Förderkennzeichen: 03KS5989).

 

Die Straßenleuchten am Königsberger Ring, an der Breslauer-, Saar-, Stettinerstraße sowie am Fuß- und Radweg Römerstraße besaßen ebenfalls Vorschaltgeräte für Quecksilberdampf-Hochdrucklampen. Im Rahmen der Klimaschutzinitiative des BMU wurden auch diese 80 Leuchten im August 2013 auf LED-Technik umgerüstet.

 

Die Systemleistung der sanierten Beleuchtungsanlage betrug 128 Watt pro Leuchte. Die seit August 2013 eingesetzten LED-Leuchten haben eine Systemleistung von 52 beziehungsweise 39 Watt (Stand der Technik zum damaligen Zeitpunkt). Durch den Einsatz der LED-Leuchten werden in den nächsten 20 Jahren voraussichtlich 360 Tonnen an CO2-Emmissionen eingespart.

 

Sanierungsmaßnahme im Rahmen der Klimaschutzinitiative des BMU (KSI: Klimaschutztechnologien bei der Stromnutzung für den Bereich Außenbeleuchtung - Förderkennzeichen: 03KS3574)

 

Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit unterstützt diese Energiesparmaßnahmen finanziell. Gefördert vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestags.

 

Bei der Planung der Sanierung wird die Stadt Lahr von der Netze Mittelbaden GmbH & Co. KG unterstützt.

www.bmu-klimaschutzinitiative.de
www.ptj.de/klimaschutzinitiative-kommunen

Zwischen 2015 und 2016 erstellt die Stadt Lahr in Zusammenarbeit mit der Ortenauer Energieagentur GmbH ein Klimaschutzteilkonzept, das Liegenschaften im Eigentum der Stadt Lahr zum Gegenstand hat. Mit der Erstellung dieses Klimaschutzkonzeptes knüpft die Stadt Lahr an ihre bisherigen Klimaschutzbestrebungen an. Das Konzept bildet das Fundament für einen strategisch ausgerichteten lokalen Klimaschutz und damit einen weiteren Schritt in Richtung einer zukunftsfähigen Kommune.

Bei diesem Klimaschutzteilkonzept stehen die Reduzierung des Energieverbrauchs und der damit verbundene CO2-Ausstoß städtischer Liegenschaften im Fokus. Kommunale Liegenschaften beziehungsweise die davon ausgehenden Emissionen spielen zwar für das Klima in der Regel eine eher untergeordnete Rolle, ihr Beitrag kann allerdings von den Kommunen, anders als im Falle anderer Handlungsfelder wie Gewerbe und Verkehr, unmittelbar und sehr weitgehend beeinflusst werden.

Im Rahmen der Konzepterstellung werden die städtischen Gebäude unter Berücksichtigung ihrer Energieverbräuche insbesondere in bauphysikalischer und haustechnischer Hinsicht zunächst in einer Grobanalyse untersucht. Besondere Ausreißer werden darauf aufbauend in einer detaillierteren Feinanalyse genauer unter die Lupe genommen. Im Rahmen der Feinanalysen sind zudem Wirtschaftlichkeitsuntersuchungen vorgesehen, die eine Priorisierung der vorgeschlagenen Maßnahmen zur Beseitigung der vorhandenen Schwachstellen zulässt. Die Erkenntnisse sollen beispielsweise bei der baulichen Unterhaltung der Gebäude, bei investiven Maßnahmen und nicht zuletzt bei der Stadtentwicklung berücksichtigt werden. Das Klimaschutzkonzept dient der Planung und Optimierung des lokalen Klimaschutzes und ist eine wichtige Entscheidungsgrundlage für die kommunale Verwaltung. Mit Hilfe eines solchen Konzepts sollen gezielte Maßnahmen zur Reduzierung der Treibhausgas-Emissionen und der Energieverbräuche erstellt und durchgeführt werden. Somit ist das Klimaschutzteilkonzept eine Art Richtungsgeber der Kommune für die nächsten Jahre.

Das Klimaschutzteilkonzept "Eigene Liegenschaften" wird im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative der Bundesregierung aus Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit gefördert.

In der Halle 1 im Hallensportzentrum in Lahr wurde im Zeitraum 01. Januar bis 31. Dezember 2015 die Beleuchtung saniert.

Die alten Leuchten, welche mit T8-Leuchtstoffröhren betrieben wurden, wurden durch moderne LED-Leuchten, speziell für Sporthallen ersetzt.

Die alte Beleuchtungsanlage benötigte bei einer Benutzungszeit von etwa 4500 Stunden im Jahr rund 113 400 Kilowatt-Stunden pro Jahr. Mit der neuen Beleuchtungsanlage werden es aufgrund moderner LED-Leuchten lediglich 47 700 Kilowatt-Stunden pro Jahr sein. Das ergibt bei gleicher Benutzungszeit eine durchschnittliche Einsparung von 65 700 Kilowatt-Stunden pro Jahr .

Uuml;ber eine angenommene Lebensdauer der neuen Beleuchtungsanlage von 20 Jahren ergibt sich somit eine CO2 Einsparung von mehr als 775 Tonnen. Zudem ist die neue Beleuchtungsanlage mit einer Präsenzsteuerung ausgestattet, sodass die Leuchten auch nur in Betrieb sind, wenn die Sporthalle genutzt wird.

Dieses Projekt wurde gefördert (Förderkennzeichen: 03K00909) durch die Klimaschutzinitiative des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit.

www.ptj.de/klimaschutzinitiative-kommunen
www.klimaschutz.de

Im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative und mit finanzieller Förderung des Bundesumweltministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit erstellt die badenova von 2014 bis 2016 das Klimaschutzteilkonzept: Integrierte Wärme- und Kältenutzung in Lahr (Förderkennzeichen 03K00811).

Ziel des Klimaschutzteilkonzepts ist die Identifikation mehrere geeigneter Gebiete für die Umsetzung einer ökologischen urbanen Heizwärme- und Kälteversorgung und die anschließende Konzeption und Vorplanung einzelner ausgewählter Areale. Durch die geeigneten Wärmeversorgungsvarianten können die Energieverbräuche und Treibhausgasemissionen reduziert werden. Darüber hinaus werden weitere Wärmequellen und -senken identifiziert, die auch perspektivisch nutzbar sind.

Mit Hilfe des Wärmekatasters der Stadt Lahr und weiterer Daten- und Informationsquellen werden Gebiete identifiziert, die für alternative Wärme- und Kälteversorgungsoptionen mit Nutzungsmöglichkeiten für Kraft-Wärme-Kopplung, erneuerbarer Energie sowie industrieller und sonstiger Abwärme sehr gute Rahmenbedingungen bieten und die besten Aussichten auf eine spätere Umsetzung erwarten lassen. Während der Konzeptentwicklung wird außerdem darauf geachtet, dass wichtige Akteure in den Entwicklungsprozess miteinbezogen werden (zum Beispiel Gewerbe- und Industrieunternehmen, Wohnungsgesellschaften, Vertreter der Stadtverwaltung).

Neben der Identifikation und der Detailuntersuchung von geeigneten Gebieten für eine nachhaltige Wärme- und Kältenutzung sollen die Energie- und CO2-Bilanz der Stadt Lahr mit dem vom Institut für Energie- und Umweltforschung (IFEU) entwickelten CO2-Bilanzierungstools BICO2 aktualisiert werden. Darüber hinaus sollen Betrachtungen zur regionalen Wertschöpfung vorgenommen, eine Hemmnisanalyse durchgeführt, ein Öffentlichkeits- und Controlling-Konzept entwickelt sowie Hinweise auf projektrelevante Förderprogramme gegeben werden.