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30.01.2019 - Eine Lesung über Flucht aus Syrien und dem Irak Die letzten Christen

Zu einer Lesung über Flucht und Vertreibung von Christen aus dem Nahen Osten lädt die Volkshochschule am Mittwoch, 06. Februar 2019, um 19:00 Uhr, in die Kaiserstraße 41 ein. Dr. Andreas Knapp hat ein fesselndes Buch über seinen Besuch in einem irakischen Flüchtlingslager geschrieben.

Die Wiege des christlichen Abendlandes steht im Nahen Osten, dort nahm das Christentum seinen Anfang. Bis in die Gegenwart leben in Syrien und im Irak christliche Gemeinden, die aramäisch, die Muttersprache von Jesus, sprechen. Doch diese Christen wurden seit Jahrhunderten diskriminiert und verfolgt. In jüngster Zeit wurden viele von ihnen durch den „Islamischen Staat“ vertrieben und in alle Welt zerstreut. Nun leben sie als Flüchtlinge auch in Mitteleuropa.


Der Theologe Dr. Andreas Knapp hat sich auf Spurensuche begeben und Flüchtlingslager im Irak besucht. Er liefert einen erschütternden Bericht, der helfen kann, die Beweggründe der Menschen zu verstehen, die heute zu uns fliehen. Andreas Knapp ist ein „katholischer Aussteiger”. Sein Weg führte ihn in den Männerorden der „Kleinen Brüder vom Evangelium“ in einer Plattenbausiedlung in Leipzig. Er verbringt seinen Alltag als Saisonarbeiter, Geistlicher und Dichter mit Menschen dort, wo Armut und Atheismus der Normalfall sind.

Die Lesung wird durch aramäischen Gesang von Elisabeth und Rebecca Akababa aus der aramäischen Gemeinde Lahr begleitet. Zudem gibt es einen Büchertisch der Buchhandlung Schwab. Der Eintritt beträgt 3,50 Euro, ermäßigt 2,50 Euro.

Weitere Informationen bei der Volkshochschule Lahr, Tel.: 07821 / 918-0, E-Mail: vhslahr@lahr.de oder im Internet unter www.vhs.lahr.de.