15.04.2026 - Stadt Lahr informiert über Sachstand
Ampelkreuzung schafft Anbindung für das neue Klinikum
Vorbehaltlich aller erforderlichen Genehmigungen soll im November dieses Jahres mit dem Bau des Anschlusses an die Bundesstraße 415 begonnen werden. Dieser ist für das neue Ortenau Klinikum Lahr vorgesehen, das vom Ortenaukreis und dem Ortenau Klinikum gebaut wird. In der heutigen Sitzung des Technischen Ausschusses der Stadt Lahr stellte die Stadtverwaltung Lahr ihren aktuellen Sachstand zum geplanten Knotenpunkt vor.
Die Grundlagenermittlung für das Bauvorhaben wurde im Zeitraum von April bis Mai 2025 durch das zuständige Ingenieurbüro abgeschlossen. Im Anschluss erfolgte die Vorplanung einschließlich der Abstimmung mit den zuständigen Fachbehörden.
Die Entwurfsplanung erstreckte sich von Juli 2025 bis Februar 2026. In diesem Zeitraum wurde die Vorplanung beim Regierungspräsidium Freiburg vorgestellt, eine vertiefte Untersuchung der künftigen Verkehrsströme durchgeführt sowie die Kostenberechnung erstellt. Der Entwurf wurde anschließend beim Regierungspräsidium Freiburg eingereicht.
Im März und April 2026 erfolgten weitere Abstimmungen sowie die Präsentation des Entwurfs beim Regierungspräsidium Freiburg. Parallel dazu wird die wasserrechtliche Genehmigung beim Landratsamt Ortenaukreis vorbereitet und dann eingereicht.
Bis September 2026 ist die Erstellung der Ausführungsplanung bis zur Vergabe der Bauleistungen vorgesehen.
Nach dem geplanten Baubeginn im November 2026 ist die Fertigstellung des Knotenpunkts für Juli 2027 geplant. Die Bauarbeiten dauern rund neun Monate, der Verkehr auf der B 415 läuft in dieser Zeit weiter. Die erste Seite wird voraussichtlich im März 2027 fertig, die zweite – samt neuem Knotenpunkt – im Juli 2027.
Der geplante Knotenpunkt sieht künftig eine Ampelkreuzung mit je zwei Fahrspuren sowie einer separaten Abbiegespur vor. Insgesamt entstehen fünf Fahrspuren. Das Rechtsabbiegen von der Bundesstraße stadteinwärts in Richtung Klinikum wird ohne Ampel möglich sein. Die zulässige Geschwindigkeit im Bereich der Kreuzung wird auf 70 Stundenkilometer reduziert. Der Bau umfasst auch eine sichere Querungsmöglichkeit der Bundesstraße für den Fuß- und Radverkehr. Dadurch wird eine direkte Verbindung zwischen dem Klinikareal und dem nördlich parallel zur Bundesstraße verlaufenden Wirtschaftsweg geschaffen, der von vielen Radfahrenden genutzt wird. Die Querungsstelle wird barrierefrei ausgebaut und ermöglicht damit eine sichere Orientierung für blinde und sehbehinderte Menschen sowie eine komfortable Nutzung für mobilitätseingeschränkte Personen mit Rollstuhl oder Rollator ebenso wie für Personen mit Kinderwagen.
Aufgrund der Fahrbahnbreite der Bundesstraße mit insgesamt fünf Fahrspuren ist eine Mittelinsel als gesicherte Wartefläche vorgesehen.
Diese sollen pflegeleicht, klimaangepasst und ökologisch wertvoll begrünt werden. Dazu erstellt die Abteilung Grün aktuell ein Konzept, das mit den Generalplanern abgestimmt wird.
Die Bau- und Planungskosten für den Knotenpunkt werden derzeit auf rund 4,3 Millionen Euro geschätzt. Für den Geh- und Radweg wird die Stadt Lahr eine Landesförderung beantragen.
Zudem bearbeitet das Stadtentwicklungs- und Stadtplanungsamt die elfte Änderung des Flächennutzungsplans „Klinikum“, den Bebauungsplan „Klinikum“ sowie den planfeststellungsersetzenden Bebauungsplan B 415 / Anbindung Klinikum. Parallel dazu werden die Eingriffsausgleichskonzeption mit den Umweltmaßnahmen sowie alle erforderlichen Fachgutachten erarbeitet. Die von der Abteilung Grün geplanten arten- und naturschutzfachlichen Ausgleichsmaßnahmen sind mit dem Landratsamt und dem Regierungspräsidium abgestimmt und werden bereits umgesetzt.
Parallel findet momentan die Suche nach dem künftigen Straßennamen statt, über den der Langenwinkler Ortschaftsrat am Dienstag, 21. April 2026, Beschluss fassen wird.