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02.01.2019 - „Was is(s)t die Welt?“

Auf dem Bild sitzt eine Familie in der Wüste vor einem Zelt. Davor aufgebaut sind die wenigen Lebensmittel für eine Woche.
Quelle: Peter Menzel
Zu einer Fotoausstellung über Ernährungsunterschiede in 20 verschiedenen Ländern lädt die Volkshochschule ab Mittwoch, 09. Januar 2019, bis Freitag, 25. Januar 2019, in das Haus zum Pflug in der Kaiserstraße 41 ein.

Die Ausstellung zeigt die Vielfalt der Nahrungsmittel, aber auch, wie ungleich die Nahrungsmittel auf der Welt verteilt sind. Der Fotografen Peter Menzel fotografierte jeweils eine Familie zusammen mit der Menge an Lebensmitteln, die ihr für eine Woche zur Verfügung stehen. Der Besucher sieht zum Beispiel eine Flüchtlingsfamilie aus Darfur mit ihrer kärglichen Wochenration und daneben eine japanische Familie neben einem üppigen Wocheneinkauf. Kurze Texte und ausgewählte statistische Daten informieren die Betrachter über die Ernährungssituation und Ernährungsgewohnheiten der jeweiligen Familie und über das Land. Die Ausstellung spannt einen Bogen um die ganze Welt. Von Deutschland über die Türkei, Ägypten, Bhutan, China und Ecuador bis in die USA, insgesamt 20 Länder. Und sie spannt auch einen Bogen von den reichen Industrienationen mit ihrem Überfluss an Nahrungsmitteln hin zu den ärmsten Ländern, in denen der Nahrungsmangel zum Alltag gehört. Die Hungernden haben nicht genug Geld, um Nahrungsmittel zu kaufen, oder nicht genug Land, um genügend anzubauen. Aber auch satt sein bedeutet nicht automatisch, dass man sich gesund ernährt. Oft tragen ungesunde Ernährungsgewohnheiten zu Übergewicht bei.

 

Bei vielen Menschen reicht das Geld gerade so, dass sie genug preiswerte Lebensmittel kaufen können, die satt machen, zum Beispiel Reis und Brot. Gemüse, Obst oder gar Fisch, Fleisch, Eier, Käse und Milch sind Luxusprodukte, die bei ihnen nur selten auf den Teller kommen. Diesen Menschen fehlen lebenswichtige Vitamine und Mineralstoffe. Sie leiden unter „verborgenem Hunger“. Ihnen knurrt zwar nicht der Magen, aber die fehlenden Spurennährstoffe machen sie auf Dauer krank. Nicht nur in armen Ländern gibt es verborgenen Hunger, sondern auch in Deutschland.


Die Ausstellung „Was is(s)t die Welt?“ entstand aus dem Projekt „Hungry Planet“ von Peter Menzel und Faith D’Aluisio. Sie ist eine Gemeinschaftsproduktion der Stiftung Zoologisches Forschungsmuseum Alexander Koenig – Leibniz - Institut für Biodiversität der Tiere (ZFMK), Bonn, und der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ).

 

Öffnungszeiten sind montags bis freitags von 08:00 bis 18:00 Uhr. Der Eintritt in die Ausstellung ist frei.

 

Weitere Informationen und Anmeldung bei der Volkshochschule Lahr, Tel.:
07821 / 918-0, E-Mail: vhslahr@lahr.de oder im Internet unter http://www.vhs.lahr.de/.