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09.12.2021 - Der Verein Kinderrechte Afrika e.V. stellt sich bei Oberbürgermeister Markus Ibert vor Strukturen vor Ort stärken

Luise Hoffmann, Referentin für Projektbegleitung, Fundraising und Öffentlichkeitsarbeit (links), und Geschäftsführer Andreas Böning (rechts) stehen mit Oberbürgermeister Markus Ibert in der Mitte vor einem Gemälde. Alle tragen Maske.
Luise Hoffmann, Referentin für Projektbegleitung, Fundraising und Öffentlichkeitsarbeit (links), und Geschäftsführer Andreas Böning (rechts) haben Oberbürgermeister Markus Ibert die Aktivitäten des Vereins Kinderrechte Afrika e.V. vorgestellt.
Quelle: Stadt Lahr
Seit seiner Gründung 1995 hat der Verein Kinderrechte Afrika e.V. mehr als 90 größtenteils mehrjährige Projekte umgesetzt.

Dafür sind circa 35 Millionen Euro für die Projektarbeit in Afrika aufgebracht worden, wodurch rund 130.000 Kinder in zehn afrikanischen Ländern eine Unterstützung erhalten haben. Seine Erfolgsbilanz hat der in Lahr ansässige Verein im persönlichen Gespräch mit Oberbürgermeister Markus Ibert vorgestellt.

 

„In der vielfältigen Vereinslandschaft, die unsere Stadt auszeichnet, ist der Verein Kinderrechte Afrika e.V. eine Besonderheit. Ich bin tief beeindruckt davon, was seine Mitglieder leisten, um Kindern in Afrika zu einem besseren Leben zu verhelfen. Ihr großartiges Engagement zeigt, was es heißt, in einer Weltgemeinschaft zu leben und füreinander da zu sein – über die Grenzen von Staaten und Kontinenten hinweg. Auch wenn wir im eigenen Land sehr stark mit der Corona-Pandemie beschäftigt sind, dürfen wir trotzdem nicht den Blick für andere Sorgen und Nöte in der Welt verlieren. Ich danke dem Verein für seine vorbildliche Arbeit, die wir als Stadt Lahr weiterhin gerne unterstützen werden, und wünsche ihm, dass er seine Erfolgsgeschichte auch in Zukunft fortschreiben kann“, sagt Markus Ibert.

 

Kinderrechte Afrika e.V. leistet im Unterschied zu vielen anderen Institutionen keine humanitäre Hilfe, sondern will durch kontinuierliche Arbeit in Afrika die Strukturen vor Ort stärken, um Kinderrechte in der Gesellschaft nachhaltig zu etablieren. Bei seinen Projekten kooperiert mit anerkannten, engagierten und zuverlässigen lokalen Partnerorganisationen. Ein Beispiel ist ALDEPA in Kamerun, deren Koordinatorin Marthe Wandou in diesem Jahr den Right Livelihood Award, auch „Alternativer Nobelpreis“ genannt, erhalten hat. Zentrales Ziel ist, Eltern davon zu überzeugen, dass Bildung der entscheidende Schlüssel ist, um Armut zu überwinden. Der Verein engagiert sich insbesondere für Kinder, die sexuelle Gewalt, Ausbeutung, Kinderhandel oder schwere Misshandlungen erlebt haben, auf der Straße leben und arbeiten, ausgegrenzt und diskriminiert werden, Behinderungen aufweisen, der Hexerei beschuldigt oder als Kindersoldaten missbraucht werden.

 

Die Organisation hat in Lahr vier hauptamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Die meisten der aktuell 26 Mitglieder verfügen über einschlägige und teilweise langjährige Erfahrungen in der Entwicklungszusammenarbeit, insbesondere in Afrika. Seit vielen Jahren trägt Kinderrechte Afrika e.V. das Siegel des Deutschen Zentralinstituts für soziale Fragen, das seriöse Spendenorganisationen auszeichnet. Für seine Arbeit erhält der Verein Förderungen unter anderem von der Europäischen Kommission, dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung oder der Stiftung Entwicklungs-Zusammenarbeit Baden-Württemberg. Darüber hinaus finanziert er sich durch private Spenden insbesondere aus der Lahrer Region.