Das Projekt begann am 01. September 2011 und wurde innerhalb eines Jahrs abgeschlossen.
Zuerst erfolgte eine umfassende Bestandsaufnahme zum Gesamtenergieverbrauch und den daraus resultierenden CO2-Emissionen. Dazu wurde der Wärme- und Strombedarf der kommunalen Liegenschaften, der privaten Haushalte und von Industrie und GHD erfasst. Auch die Verbrauchsdaten des Verkehrs flossen in die Bestandsaufnahme mit ein.
Mit der Vorstellung der Energie- und CO2-Bilanz gab es einen ersten Workshop für die Lahrer Bevölkerung und die Möglichkeit sich aktiv, mit Ideen, Wünschen und Anregungen, am Prozess zu beteiligen. Einen weiteren Workshop für die Lahrer Bevölkerung gab es später, als die ersten Projektideen vorlagen.
Nach der Bestandsaufnahme wurde das Potenzial analysiert für die beiden Teilbereiche Energieeffizienz und Energieeinsparung sowie erneuerbare Energien. Bei der Potenzialanalyse wurden Kriterien wie Ausbauraten und Sanierungszyklen der Gebäude, die wahrscheinliche Entwicklung der Bevölkerungszahlen, die Energiekosten und die regionale Wertschöpfung berücksichtigt.
Ziel der Potenzialanalyse Energieeffizienz und Einsparung war die Ermittlung von CO2-Reduktionspotenzialen im Vergleich zu einem Referenzszenario ohne Klimaschutzanstrengungen mittels Energieeffizienz- und Einsparmaßnahmen in den Bereichen Strom, Wärme und Verkehr.
Die Potenzialanalyse für die erneuerbaren Energien untersuchte die Entwicklungspotenziale in Lahr für Biomasse, tiefen- und oberflächennahe Geothermie, Photovoltaik und Solarthermie, Wasserkraft, Windenergie und Nutzung von Abwärme.
Auf Basis der Bestandsaufnahmen und der Potenzialanalysen wurden vom Lahrer Klimaschutzbeirat in einem Workshop Ziele und in einem weiteren Workshop Maßnahmen und Projektideen entwickelt und diskutiert.
Die Projektideen wurden hinsichtlich ihrer Priorität und Umsetzungswahrscheinlichkeit anhand wirtschaftlicher, technischer und sozialer Kriterien beschrieben. Anschließend wurde der Maßnahmenkatalog erstellt, der folgende Inhalte umfasste:
- Beschreibung der Maßnahme,
- erste Schätzung der Gesamtkosten,
- Angaben zum erwarteten Energieverbrauchs-, Energiekosten- und CO2-Minderungspotenzial,
- überschlägige Berechnung zur regionalen Wertschöpfung durch die vorgeschlagenen Maßnahmen,
- Zeitraum für die Durchführung,
- Akteure und Zielgruppe,
- Priorität der Maßnahme,
- Handlungsschritte.
Die Priorisierung der Maßnahmen erfolgte dabei nach den Investitionskosten für eine eingesparte Tonne CO2 (CO2-Vermeidungskosten).
Die Bestandsaufnahme und die vorgeschlagenen Maßnahmen wurden den Mitgliedern des Gemeinderats vorgestellt und im Rahmen eines Workshops diskutiert. Anschließend bechloss der Gemeinderat dann das integrierte Lahrer Klimaschutzkonzept mit den kurz-, mittel- und langfristigen Maßnahmenplan und plante die für die Umsetzung erforderlichen Finanzmittel ein.