7 Landnutzung & Geologie
Die Stadt Lahr liegt am Ausgang des Schuttertals in die Rheinebene und ist somit durch die Naturräume des Mittleren Schwarzwalds, der Lahr-Emmendinger Vorbergzone und der Offenburger Rheinebene geprägt. Der heutige Character der Landschaft wurde insbesondere durch den Klima- und Kulturwandel der vergangen 10.000 bis 12.000 Jahren geformt.
7.1 Die Lahrer Landschaft
historische Entwicklung vom Holozän zum Anthropozän
Die maßgebliche kulturräumliche Entwicklung des Oberrheingrabens reicht bis ins Holozän zurück, als sich nach dem Ende der letzten Eiszeit (Pleistozän) vor rund 10.000 Jahren das Klima allmählich erwärmte und die Landschaft grundlegend wandelte. Jäger und Sammler der Altsteinzeit lebten gemeinsam mit großen Pflanzenfressern (Megaherbivore) in den zunehmend bewaldeten Steppen am Oberrhein. Zunächst dominierten Birken und Kiefern die sich ausbreitenden Wälder. Mit steigenden Temperaturen im Atlantikum, einem Wärmeoptimum unserer derzeitigen Warmphase (Holozän), wanderten wärmeliebende Laubbäume wie Hasel, Ulme und Eiche ein und ersetzten die Pinoniervegetation. Im weiteren Verlauf des Holozäns setzte sich ein dichter Mischwald aus Eiche, Linde und Esche durch, ehe die Buche ab etwa 3.000 v. Chr. zur prägenden Baumart der Schwarzwaldhänge aufstieg – ein Prozess, der durch den zunehmenden menschlichen Einfluss auf die Waldentwicklung begleitet wurde.
Bereits in der Jungsteinzeit nutzten erste Ackerbauern und Viehzüchter die fruchtbaren Lössböden der Rheinebene, rodeten kleinflächig Wälder und hinterließen erste dauerhafte Spuren in der Landschaft. In der Bronzezeit intensivierte sich die Besiedlung: Die verkehrsgünstige Lage am Übergang zwischen Schwarzwald und Oberrhein machte die Region zu einem bedeutenden Knotenpunkt weiträumiger Handelsverbindungen, was sich in zahlreichen Hügelgräbern und Metallfunden im Lahrer Raum widerspiegelt. Mit der Eisenzeit und der keltischen Besiedlung erreichte die vorgeschichtliche Landnutzung einen neuen Höhepunkt – befestigte Höhensiedlungen, systematischer Ackerbau und eine differenzierte Handwerkskultur prägten die Region nachhaltig.
Die Römer erkannten das Potenzial der Rheinebene und errichteten entlang ihrer Verkehrs- und Versorgungsachsen befestigte Anlagen und Gutshöfe, deren Spuren im Lahrer Raum bis heute archäologisch nachweisbar sind. Rhein und seine Nebenflüsse – darunter die Schutter im Lahrer Stadtgebiet – formten dabei ausgedehnte Auenlandschaften und hinterließen mit ihren Ablagerungen fruchtbare Schwemmböden, die Grundlage für intensive landwirtschaftliche Nutzung blieben. Im Hochmittelalter intensivierte sich die Landnutzung weiter spürbar: Rodungen erschlossen neue Ackerflächen an den Schwarzwaldhängen, Klöster und Grundherren trieben den Ausbau der Kulturlandschaft voran, und erste städtische Strukturen entstanden im Schutz von Burg und Markt.
Mit der Industrialisierung im 19. Jahrhundert und dem starken Bevölkerungswachstum des 20. Jahrhunderts veränderte sich das Flächengefüge schließlich grundlegend: Siedlungs- und Gewerbegebiete dehnten sich auf ehemals landwirtschaftlichen Flächen aus, Fließgewässer wurden begradigt und reguliert, und die ursprüngliche Auenlandschaft wich zunehmend einer anthropogen geprägten Stadtlandschaft.
Geologischer Aufbau & Naturräumliche Gliederung
Quelle: LGRB-BW(2026), LUBW(2026)
Quelle: LGRB-BW (2026)
Beschreibung folgt…
7.2 Landentwicklung im Anthropozän (20. Jhd.)
Luftbildvergleich gegenüber 2023
Quelle: LGL-BW(2026)
Quelle: LGL-BW(2026)
Quelle: LGL-BW(2026)
Quelle: LGL-BW(2026)
Quelle: LGL-BW(2026)
Quelle: LGL-BW(2026)
Beschreibung und weitere Themen folgen
7.3 Ökologische Landwirtschaft
– folgt in Kürze –