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© Stadt Lahr, Nadja Heine

Die Stadt Lahr prämiert naturnah gestaltete Gärten

Pflegeleicht gestaltete Vorgärten ohne Pflanzen, aber mit jeder Menge Schotter entwickeln sich immer mehr zu einem Trend. Bei vielen Hausbesitzern scheint die vermeintliche Bequemlichkeit der Gartenpflege an oberster Stelle zu stehen. Der eigentlichen Idee eines Gartens als ein geschützter, vom Menschen gestalteter Bereich für Natur und Erholung ist damit nicht genüge getan.

Ein naturnaher Garten zeichnet sich durch Strukturreichtum, Giftfreiheit, ein großes Nahrungsangebot und Lebenstätten für heimische Tiere aus. Natürliche Entwicklungen werden zugelassen, gleichzeitig werden bewusst standortangepasste Lebensräume gestaltet. Naturnahe Gärten fördern Bienen, Insekten und andere heimische Wildtiere und helfen unsere Lebensgrundlagen zu sichern. Sie erfreuen, entspannen, beleben und genügen auch ästhetischen Gesichtspunkten.

 

Die Stadt Lahr möchte mit dem Wettbewerb dem Trend der Schottergärten entgegen wirken. Vorbildlichen Beispielen naturnaher Gärten soll mehr Aufmerksamkeit sowie Anerkennung verschafft werden. Garteninhaber und solche die es bald werden, sollen ermuntert werden, die Natur in die Gartenplanung zu integrieren und damit den Erholungswert des eigenen Grundstücks zu steigern.

Wie mache ich mit?

Zu sehen ist ein Gartenzwerg aus grauem Stein mit weißer Mütze. Er steht auf einer Grünfläche mit Gänseblümchen. Im Hintergrund sind große Grünpflanzen zu sehen.
Gartenzwerg im Grünen
Quelle: Nadja Heine

Gesucht werden naturnahe, giftfreie Gärten mit einem größeren Nahrungsangebot und unterschiedlichen Lebensstätten für heimische Insekten und andere Tiere. Besitzer naturnaher Gärten, die natürliche Entwicklungen zulassen und bewusst standortangepasste Lebensräume gestalten, sind aufgefordert am Wettbewerb teilzunehmen.

Mitmachen können alle privaten Gartenbesitzer auf Gemarkung der Stadt Lahr und ihrer Stadtteile. Die Anmeldung ist formlos ab sofort bis Mittwoch, 10. Juli 2019 möglich. Die Gartengröße sollte mindestens 100 Quadratmeter betragen.

Eine Jury wird die gemeldeten Gärten im Verlauf des Jahres besuchen. Bewertungskriterien sind unter anderem Strukturreichtum, Nahrungsangebot und Lebensstätte für die Tierwelt, standortangepasste Lebensräume sowie das Zulassen natürlicher Entwicklungen.

Interessierte melden sich bitte ausschließlich schriftlich, mit Angabe der Adresse und Kontaktdaten und gerne auch mit Fotos bei der Stadt Lahr, Abteilung Öffentliches Grün und Umwelt, Rathausplatz 7, 77933 Lahr oder per Mail an mathias.pieper@lahr.de.

  • Naturgärten bedürfen einer naturnahen Pflege.
  • Wir achten auf boden- und vegetationsschonende Arbeitsweisen.
  • Jeder Garten ist ein eigenes sensibles Ökosystem, das wir achten.
  • Naturfremde, chemisch-synthetische Stickstoffdünger, leichtlösliche Phosphate, chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel, synthetische Bodenhilfsstoffe und Torf kommen im Naturgarten nicht zum Einsatz.
  • Kleinere Flächen halten wir während der Vegetationsperiode immer wieder offen, damit sich die Pflanzen selbst aussäen. Dadurch finden auch die im Boden lebenden Insekten neue Lebensräume.
  • Wir verwenden das Regenwasser zum Gießen. Wildpflanzen sollten nur im Pflanzjahr und nach der Aussaat bewässert werden.
  • Obst, Gemüse und Kräuter wachsen in gesunden Mischkulturen.
  • Freiwachsende Gehölze und Hecken ziehen wir Formgehölzen und Schnitthecken vor.
  • Wer im Einklang mit der Natur gärtnern möchte, sollte auf versiegelte Böden verzichten. So sind Kieswege sinnvoller als asphaltierte Wege.
  • Auch ein Kompost ist sehr wichtig. Ein Naturgarten braucht seinen individuellen Dünger, der den natürlichen Stoffkreislauf fördert.
  • Dr. Walter Caroli (NABU Lahr)
  • Ulrich Sand (BUND)
  • Richard Sottru (Stadt Lahr, Abt. Öffentl. Grün und Umwelt)
  • Urte Stahl (Stadt Lahr, Abt. Öffentl. Grün und Umwelt)
  • Hansjörg Haas (Landratsamt Ortenaukreis)

1. Preis 500,00 Euro

2. Preis 300,00 Euro

3. Preis 200,00 Euro