Wasser

Umwelttipps

Wir alle können etwas (mehr) für die Umwelt tun. Die Stabsstelle Umweltschutz hat für Sie einige informative und praktische Umwelttipps zusammengestellt.

Bedrohte Arten kann man mit der Winterfütterung im Garten und auf dem Balkon zwar nicht retten. Am Futterplatz sind heimische Vögel aber wunderbar zu beobachten. Um den Tieren dabei nicht zu schaden, sollten Naturfreunde ein paar Regeln kennen.

Verhungern müssen heimische Singvögel bei uns nicht, denn die Natur hält auch im Winter genügend Nahrung bereit. Wer nicht gen Süden zieht, ist an die Bedingungen hierzulande angepasst. Dennoch, viele Menschen lieben es, Meisen, Finken, Rotkehlchen und Co einmal ganz nah an der Futterstelle beobachten zu können. Das Für und Wider der Winterfütterung bewerten Vogelschützer zum Teil unterschiedlich – die Experten sind sich aber einig, dass eine maßvolle Fütterung den Tieren nicht schadet. Maßvoll heißt, dass artgerechtes Futter zur richtigen Zeit in angemessener Art und Weise angeboten wird.

Vielfältiges Futter lockt verschiedene Vogelarten an

Körnerfresser wie Finken und Sperlinge ernähren sich von Samen aller Art, sie mögen zum Beispiel Sonnenblumenkerne, geschrotetes Getreide oder gehackte Nüsse. Daneben gibt es Weichfresser; häufige Vertreter dieser Gruppe sind Amseln, Rotkehlchen und Drosseln. Ihnen können Haferflocken – auch kurz in Pflanzenöl getaucht –, Rosinen oder ein Apfel angeboten werden. Obst darf ruhig schon etwas angestoßen sein, da sind die Geschmäcker von Mensch und Tier unterschiedlich. Hauptsache, die Früchte gefrieren nicht, daher Äpfel lieber am Stück auslegen. So kann sich jeder Vogel die passende Portion abpicken. Einige Arten sind weniger wählerisch: Kohl- und Blaumeisen beispielsweise fressen Körner und Weichfutter. Mit einer qualitativ hochwertigen Futtermischung aus dem Handel liegt man in der Regel richtig.

Wichtig zu wissen: Das Futter muss trocken bleiben und darf nicht faulen, also besser öfters kleine Mengen anbieten. Und Salz, Zucker und Gewürze sind für viele Vögel schädlich, daher sollen keine Essensreste, Müsli oder gesalzene Nüsse verfüttert werden. Auch mit Brot tun Tierfreunde den Vögeln keinen Gefallen, denn Brot quillt im Magen auf.

Fütterung nur bei Schnee und Frost

Im Spätherbst kann begonnen werden, die Vögel mit kleinen Portionen auf die Futterstelle aufmerksam zu machen und an die Umgebung zu gewöhnen. Die eigentliche Fütterung sollte auf Zeiten mit Dauerfrost und geschlossener Schneedecke beschränkt sein, wenn die Nahrungssuche für die Tiere schwierig ist. Spätestens im Frühjahr müssen die Vögel langsam vom „Winter-Restaurant“ entwöhnt werden und selbst Nahrung suchen. Denn für die Aufzucht des Vogelnachwuchses gehört eiweißreiche Insektenkost auf den Speiseplan und die fangen die Vogeleltern am besten selbst.

Futtertafel: übersichtlich und sauber

Schön, wenn sich eine bunte Vogelschar um die Leckerbissen tummelt. Aber wie sieht ein geeigneter Futterplatz aus? Er bietet den Vögeln einen guten Rundumblick, damit sie Feinde wie Katzen und Marder frühzeitig sehen. In der Nähe sollte ein Gebüsch oder Baum den Vögeln Deckung geben. Günstig sind „Pfahlbauten“ und „Baumhäuser“: Auf einen Pfahl montiert oder in einem Baum aufgehängt, wird das Vogelhaus nicht so leicht zum Schnellimbiss für Katzen.

Der Futterplatz muss frei von Verunreinigungen sein. „Wo viele Vögel auf engem Raum zusammenkommen, können sich tödliche Darminfektionen ausbreiten“, sagt Manfred Kaiser, Umweltbeauftragter der Stadt Lahr. Kot auf dem Futterbrett sollten daher regelmäßig mit heißem Wasser entfernt werden. Wird auf dem Boden gefüttert, verlegt man die Futterstelle öfters, damit sich Kot und Körner nicht vermischen.

Hilfe zur Selbsthilfe im vogelfreundlichen Garten

Wer sich an den gefiederten Besuchern im Garten erfreut, richtet ihnen vielleicht auch eine natürliche Schlemmertafel an. Schon mit kleinen Kniffen können Gartenbesitzer ihnen ein vielfältiges Nahrungsangebot schaffen. „Lassen Sie etwas Laub unter den Sträuchern und auf dem Rasen liegen – darunter finden Vögel Insekten und Würmer, gleichzeitig schützt es die Pflanzen vor Frost“, rät Kaiser. Ideal ist auch ein Komposthaufen: Die Mülltonne wird dadurch entlastet, er spendet beste Blumenerde gratis und nebenbei beherbergt er unzählige Kleintiere – ein Festessen für Vögel und Igel.

Im naturnahen Garten finden auch jene Arten Nahrung, die mit der traditionellen Winterfütterung nicht erreicht werden. Gartenbesitzer tragen so zum Erhalt der Artenvielfalt bei. Beispielsweise, indem einheimische Beeren tragende Sträucher gepflanzt werden, wie Eberesche, Schlehe, Liguster oder Weißdorn. An Blumen und Stauden laben sich Vögel noch lange nach der Blüte – vorausgesetzt die Fruchtstände werden nicht abgeschnitten!

Wenn es kalt wird, suchen sich Igel ein ruhiges Plätzchen zum Überwintern – am liebsten im naturnahen Garten. Doch kranke und schwache Igel brauchen Hilfe. Der Umweltbeauftragte der Stadt Lahr, Manfred Kaiser, sagt, wann und wie Tierfreunde hilfsbedürftige Igel retten können.

Im Herbst sehen wir Igel häufiger. Die Nachtschwärmer sind nun auch tagsüber auf Nahrungssuche, um sich ein ordentliches Speckpolster für den Winterschlaf anzufuttern. Von kurzen Unterbrechungen abgesehen, verschlafen sie die kalte Jahreszeit in einem geschützten Unterschlupf. Erst im März oder April werden sie wieder munter und machen Jagd auf Schnecken, Würmer und Insekten.

Naturnahe Gärten sind ideal für Igel

Früher sammelten wohlmeinende Gartenbesitzer die Tiere häufig ein, um sie im Haus zu überwintern. „Diese Praxis hat sich wenig bewährt“, resümiert Manfred Kaiser. Heute steht vielmehr Hilfe zur Selbsthilfe im Vordergrund: Igelfreundlich sind abwechslungsreiche naturnahe Gärten, in denen es reichlich Nahrung und Schlafplätze gibt – beispielsweise unter einer Hecke oder einem Komposthaufen. Auch wissen Igel einen Teich oder eine Vogeltränke zu schätzen. Das Igel-Traumhaus besteht aus einem Haufen Totholz, Laub und Reisig. Um die Winterruhe nicht zu stören, sollten Gärtner im Frühjahr ihren Enthusiasmus bremsen – im Übrigen danken es die meisten tierischen Gartenbewohner, wenn nicht jedes Kräutlein gezupft und jede vermeintliche Unordnung beseitigt wird. Und wenn der lärmende Laubsauger in der Garage bleibt, freuen sich neben dem Igel auch die Nachbarn.

Das imposantes Stachelkleid schützt die kleinen Säugetiere nicht vor allen Gefahren: Schächte und Kellertreppen stellen tückische Fallen dar, die aber mit wenig Aufwand igelsicher abgedeckt werden können. Auch von einem hermetisch abgeriegelten Garten halten die Insektenjäger wenig, erklärt der Umweltbeauftragte: „Auf einem nächtlichen Beutezug legen Igel bis zu 3 Kilometer zurück. Deshalb ist es wichtig, dass der Gartenzaun auch Durchschlupf-Möglichkeiten bietet.“

Igel-Fütterung im Herbst bei Bedarf

Und woran erkennt man nun im Herbst, ob ein Igel einen Schlafplatz, eine Extraportion Futter oder den Tierarzt benötigt? Umweltbeauftragter Kaiser erklärt: „Hilfsbedürftig Igel sind verwaiste Jungtiere, die tagsüber außerhalb des Nests gefunden werden. Kranke Igel erkennt man oft daran, dass sie abgemagert oder apathisch sind. Auch sind jene Tiere sind meist geschwächt, die nach Wintereinbruch noch herumlaufen.“

Ein gesundes ausgewachsenes Tier bringt es auf 800 bis 1200 Gramm. Fällt ein Igel auf, der nicht genügend Fettreserven hat, kann man ihn draußen mit Katzen- oder Hundefutter und einem Schälchen mit Wasser zufüttern. Niemals Milch anbieten, denn Igel bekommen davon Durchfall! Erst bei einem Gewicht von weniger als 500 Gramm empfehlen Experten Überwinterungshilfe. Am besten gibt man solche Kümmerlinge an einer Igelstation oder im Tierheim ab, denn hier kennt man sich mit den Bedürfnissen der stacheligen Kleinsäuger aus.

Igel-Überwinterung im Haus nur im Ausnahmefall

Die Überwinterung in eigenem Haus sollte die absolute Ausnahme bleiben. Wer einen hilfsbedürftigen Igel dennoch im eigenen Keller überwintern möchte, sollte ihn sicherheitshalber erst einem Tierarzt vorführen. Gegen Flöhe hat sich zwar Flohspray bewährt. Doch weitaus gefährlicher als die lästigen Blutsauger können innere Parasiten und bakterielle Infektionen sein, die der Fachmann problemlos behandeln kann.

Im Frühjahr, wenn die Tage länger werden und das Thermometer auch nachts nicht mehr unter 10 Grad sinkt, wird es Zeit, das Stacheltierchen wieder in die Freiheit zu entlassen. Geweckt werden sollte es jedoch keinesfalls! Wenn es nach monatelangem Schlaf langsam rege wird, ist der Winterspeck aufgezehrt. Der Igel schiebt einen ordentlichen Kohldampf. Doch sollte er nicht unmittelbar zurück in die Natur gesetzt werden; besser ist, ihn einige Tage mit Hundefutter und frischem Wasser aufzupäppeln. Er wird dem Gartenbesitzer seinen Einsatz danken, indem er während der Sommermonate fleißig Schnecken, Maikäferlarven und andere Schädlinge vertilgt.

Ihr Ruf ist miserabel: Als vermeintliche Kampfgeschwader in Gelbschwarz sorgen Wespen und Hornissen nicht selten für Panik an der Kaffeetafel. Zu Unrecht, sagt Umweltbeauftragter Manfred Kaiser, und klärt auf.

Fünf Wespenstiche töten einen Menschen, sieben ein Pferd, sagt der Volksmund – und irrt gewaltig. Ja, schmerzhaft sind sie, die Stiche von Bienen, Wespen oder Hornissen. Normalerweise reicht es aber, den Stachel mit einer Pinzette zu entfernen; eine Zwiebel, Eis oder Zitrone auf die Einstichstelle gelegt lindern den Schmerz. Gefährlich kann es werden, wenn Kleinkinder oder Allergiker gestochen werden oder bei einem Stich in die Mundhöhle. Dann sollte man den Arzt aufsuchen oder – bei einem allergischen Schock – den Rettungsdienst rufen.

Etwa zwei bis vier Prozent der Menschen bilden nach mehreren Stichen eine Insektengiftallergie aus, die in seltenen Fällen heftig verlaufen kann. Solche Allergiker sollten daher in der „Flugsaison“ stets ein Gegenmittel mit sich tragen. Der Umweltbeauftragte der Stadt Lahr relativiert jedoch: „Die Wahrscheinlichkeit, nach dem Wespenstich an einem allergischen Schock zu sterben, ist ähnlich gering wie die, von einem Blitz tödlich getroffen zu werden.“

Insekten sehen schlecht

Warum lösen dann die gelb-schwarzen Brummer häufig Panik aus? „Man muss die Lebensweise der Tiere kennen“, erklärt Kaiser. „Im Spätsommer, wenn wir auf der Terrasse unseren Pflaumenkuchen genießen, haben die Wespen ihren Nachwuchs bereits großgezogen. Die Population ist nun am stärksten – und in der Nähe des Wespennests reicht die Nahrung kaum noch aus. Die Arbeiterinnen verlassen jetzt das sichere Nest und haben schlicht Hunger. Süßes und Obst, aber auch Fleisch sind ihnen ein willkommener Leckerbissen.“

Weil die Insekten schlecht sehen, umschwirren sie interessante Objekte zunächst ausgiebig. Das wird häufig als Angriff fehl interpretiert, sagt Kaiser. „Wenn Sie jetzt versuchen, das neugierige Tier durch hektische Bewegungen zu vertreiben, setzt die Wespe Stoffe frei, die den Artgenossen Gefahr signalisieren: SOS, kommt vorbei und helft mir.“ Also besser ruhig bleiben und die hungrigen Tiere weglocken – beispielsweise mit einem Cola-Orangensaft-Gemisch, an dem sie sich in sicherer Entfernung zum Kaffeetisch laben können. Oder durch eine duftende Verteidigung: Bergamotte- und Nelkenöl oder eine mit Gewürznelken gespickte Zitrone vertreiben Wespen, denn den Geruch mögen sie nicht. Im Übrigen gilt: Nicht barfuß über eine Wiese mit Fallobst laufen, Essen und Getränke bei „Wespenalarm“ abdecken beziehungsweise mit einem Strohhalm trinken. Bei Kindern sollte nach dem Essen der Mund abgewischt werden, um die Wespen nicht anzulocken.

Friedliche Riesen

Hornissen haben wegen ihrer Größe bei vielen Menschen ein noch schlechteres Image als ihre kleineren Vettern. Dabei sollten Gartenbesitzer über jede Hornisse dankbar sein, gehören doch Wespen zu ihrem Leibgericht! Überhaupt sind Wespen und Hornissen fleißige Insektenjäger. Unter Förstern gelten Hornissen sogar als „Hygienepolizei“, weil sie eine wichtige Rolle bei der Bekämpfung von Schädlingen spielen.

Wespen, Hornissen und auch Hummeln sind selten geworden. Deshalb schützt sie der Gesetzgeber. Wer diese Tiere stört oder gar tötet, muss mit einer Geldbuße rechnen. Auch wenn ein Nest in unmittelbarer Nähe von Fenstern oder auf der Terrasse hängt, darf dieses nicht einfach zerstört werden. Meist genügt es, den eigenen Lebensbereich – etwa Fenster und Türen oder einen Laufweg – mit Fliegengaze abzuschirmen. „Wo von Hornissen oder Wespen wirklich eine Gefahr ausgeht und ein Nest entfernt werden soll, muss unbedingt ein Fachmann zurate gezogen werden. Er kann die Tiere fachgerecht umsiedeln“, so der Umweltbeauftragte Kaiser. Hornissennester dürfen nur mit Genehmigung der Naturschutzbehörde beseitigt oder umgesiedelt werden. Ansonsten gilt: Im Abstand von drei bis vier Metern sollte das Nest nicht gestört werden – dann klappt’s auch mit den gelbschwarzen Nachbarn.

Wespen, Hornissen und Co. bewohnen ihre Nester nur eine Saison. Das Problem mit den ungebetenen Fluggästen erledigt sich daher im Herbst ganz von selbst. Man kann das alte Nest dann gefahrlos entfernen. Damit nicht nächstes Jahr an gleicher Stelle wieder ein Nest gebaut wird, empfiehlt es sich die Stelle gut zu säubern, denn die Insekten orientieren sich am alten Geruch. Übrigens sind nur zwei der über 600 Wespenarten aufdringlich am Kaffeetisch und im Biergarten: die Gemeine und die Deutsche Wespe. Entgegen der landläufigen Meinung sind die bis zu vier Zentimeter langen Hornissen keineswegs aggressiver, sondern, im Gegenteil, äußerst friedfertig. Störenfrieden fliegen sie lieber aus dem Weg – solange niemand ihrem Nest zu nahe kommt.

Bei Problemen mit einem Wespen- oder Hornissennest ist nicht die Feuerwehr der richtige Ansprechpartner, sondern der ehrenamtliche Fachberater für Hornissen- und Wespenfragen, Lothar Krikowski (Tel.: 07822/4714).

Große Erlebnisse gibt es auch im Einklang mit Klima und Umwelt. Wie? Für kurze Reisen kurze Entfernungen wählen und auf naturverträglichen Tourismus achten.

Reisen ist der Deutschen schönstes Hobby. Ob einmal Abschalten und Entspannen im Vordergrund stehen oder neue Erlebnisse und Aktivitäten: Authentisch soll unser Urlaubsziel sein, die Umgebung möglichst ursprünglich. Doch wenn zu viele Menschen am gleichen Ort Erholung und Natur finden wollen, zerstören sie das, was sie suchen. Bettenburgen ruinierten den Ruf ganzer Landstriche am Mittelmeer. Wer sinnliche Erlebnisse in der Natur sucht, stößt hier nur auf Beton.

Nachhaltiger Tourismus hat Zukunft
Solche Fehler möchten viele Ferienregionen inzwischen vermeiden. Sie bemühen sich um nachhaltige Tourismuskonzepte. Schließlich soll die Urlaubsregion auch noch in zwanzig Jahren für die Besucher attraktiv sein. Nachhaltiger Urlaub bedeutet, dass er natur- und sozialverträglich ist. Nachhaltiger Tourismus fördert einen schonenden Umgang mit Natur und Landschaft. Es werden Lärm, Abgase, Abfälle und ungeklärte Abwässer vermieden. Und nachhaltiger Tourismus sorgt für mehr Arbeitsplätze in der Region, weil Wert auf regionale Produkte und Lebensmittel gelegt wird. Vom nachhaltigen Tourismus profitieren also im Idealfall Einheimische und Urlauber.

Auf Gütezeichen achten
Nachhaltiger Urlaub oder auch Ökotourismus ist zwar in aller Munde, aber nicht geschützt. Urlaubsreife finden sich deshalb bei ihrer Ferienplanung schnell in einem Dschungel aus Gütezeichen wieder. Was steckt wirklich hinter den Zeichen für besonders umweltfreundliches Unterkünfte und Reisen? Da hilft nur nachhaken, weiß der Lahrer Umweltbeauftragte Manfred Kaiser: „Fragen Sie im Reisebüro ganz gezielt nach der Bedeutung der Gütezeichen. Die Nachhaltigkeit des geplanten Urlaubs kann auch mit einem einfachen Öko-Check im Internet unter www.reisekompass-online.de überprüft werden.“

Ausgleichszertifikate unterstützen Klimaschutzprojekte
Eine weitere Krux liegt in der Luft. „Mehr und kürzere Urlaubsreisen liegen im Trend“, sagt Manfred Kaiser. Was zunächst wunderbar klingt, hat leider einen Haken: „Weil Fliegen immer noch billig ist, sind Kurztrips über weite Distanzen verlockend. Doch hat das Flugzeug, verglichen mit Bahn und Bus, eine miserable Klimabilanz.“ Will man dennoch Fliegen, so können ökologisch bewusste Flugreisende Ausgleichszertifikate kaufen. Dieser Zuschlag fließt in Klimaschutzprojekte und soll die Klimawirkung der Flugreise kompensieren. Es gibt inzwischen diverse Anbieter auf dem Markt. Wählen Sie einen Anbieter, der nach dem so genannten Gold-Standard zertifiziert ist.

Urlaub auf dem Rad
Klimafreundlicher ist es aber mit der Bahn oder dem Bus zu reisen – oder wie wäre es mit einer Radwanderung? Und warum eigentlich immer in die Ferne schweifen? Man muss für spannende Naturerlebnisse nicht um den halben Erdball reisen. Mit dem Mountainbike den Schwarzwald rauf und runter oder entlang des Rheines, wandern im Harz oder am Wattenmeer, durch idyllische Flusstäler paddeln – vor der eigenen Haustür warten neue Eindrücke und unbekannte Landschaften darauf, entdeckt zu werden.

Kaiser´s Tipp für den umweltfreundlichen Urlaub mit maximalem Entspannungspotenzial: „Besser seltener verreisen, aber dafür – wenn möglich – gleich mehrere Wochen am Stück.“

Gute Erholung beim fair reisen!

Stadttauben dürfen in Lahr nicht gefüttert werden. So will man die Taubenpopulation in Grenzen halten und für artgerechtere Lebensbedingungen sorgen.

Die einen finden die Tauben auf unseren Straßen und Plätzen niedlich, andere meinen das Gurren sei beruhigend und wieder andere verscheuchen sie – nicht ganz zu Unrecht! Bis zu zwölf Kilogramm Kot platziert die durchschnittliche Stadttaube im Jahr auf Autos, Gebäuden, Parkbänken usw. Das sieht nicht nur unschön aus, es ist im wahrsten Sinne des Wortes ätzend. Denn die Harnsäure zerfrisst Steine, greift Metall an, schädigt den Autolack in kürzester Zeit. Doch damit nicht genug: In den zerstörerischen Hinterlassenschaften steckt Leben, und zwar in Form von Krankheitserregern, beispielsweise Salmonellen. Somit ist Taubendreck mehr als ein Ärgernis – für Kinder, ältere Menschen und Allergiker kann er zur Gefährdung werden.

„Ratten der Lüfte“ oder Friedenssymbol, an den Stadttauben scheiden sich die Geister. Fest steht: Wer Tauben füttert, tut weder den Tieren noch seinen Mitmenschen einen Gefallen. Im Gegenteil, durch das Überangebot an falscher Nahrung wird zu vielen und auch kranken Tieren ein Überleben ermöglicht. Das üppige Nahrungsangebot veranlasst zudem die Vögel, immer häufiger und auch im Winter zu brüten. Da die Brutzeit sehr kurz ist kann ein Taubenpaar bis zu zwölf Jungtiere in einem Jahr aufziehen. Infolgedessen finden sich immer mehr Tauben unter schlechten hygienischen Bedingungen und dauerndem Stress an den wenigen geeigneten Brutplätzen zusammen; Parasiten (z.B. Taubenzecke, Vogelmilbe) und Krankheiten können sich in der dichten Population seuchenartig ausbreiten.

„Deshalb verbietet die Polizeiverordnung der Stadt Lahr, Tauben auf Straßen, Wegen, Plätzen, in öffentlichen Grünanlagen und öffentlichen Einrichtungen zu füttern“, so der Lahrer Umweltbeauftragte Manfred Kaiser. Wer dennoch auf das Taubenfüttern nicht verzichten will, begeht eine Ordnungswidrigkeit und riskiert damit eine Geldstrafe. Für leckere Samen und Pflanzensprossen fliegen Tauben unter natürlichen Bedingungen kilometerweit. Unsere Stadttauben hingegen brauchen kaum einen Flügelschlag zu machen, liegen doch Brezel, Schulbrot- und Fastfood-Reste direkt auf der Straße. Die Folgen dieser einseitigen Kost sind: Mangel an Mineralstoffen und Vitaminen, Bewegungsarmut, Verfettung – und eine erhöhte Anfälligkeit für Krankheiten. „Das Füttern wild lebender Tauben kann daher letztlich als Tierquälerei bezeichnet werden. Echte Tierliebhaber tun so etwas nicht“, findet Kaiser.

Die Stadt Lahr will einen kleinen, aber gesunden Taubenbestand und das ist nur möglich, wenn jede Fütterung unterlassen wird. Dies ist die beste Methode, das ökologische Gleichgewicht wieder herzustellen und den Stadttauben zu einem artgerechten Leben zu verhelfen. Was viele Tierfreunde ebenfalls nicht bedenken, die wohlmeinend altes Brot oder Sämereien für die Tauben auslegen: Über das Futter freuen sich auch Mäuse und Ratten!

Fair produzierte Blumen werden umweltschonend unter menschenwürdigen Arbeitsbedingungen angebaut

Am Valentinstag und am Muttertag ist der Blumenstrauß vielleicht das beliebteste Geschenk. Doch wenn Blumen tatsächlich sprechen könnten, würden uns einige wohl etwas husten: Damit uns Rosen, Tulpen oder Nelken in makelloser Schönheit erfreuen, werden die meisten von ihnen gründlich mit Pestiziden gespritzt.

Das gilt besonders für Blumen aus Afrika, Südamerika oder China. Hier werden Arbeits- und Umweltschutz häufig lax gehandhabt. Manche der verwendeten Pflanzenschutzmittel sind in Europa längst verboten. Menschen, die regelmäßig mit Schnittblumen in Kontakt kommen, etwa bei der landwirtschaftlichen Produktion oder in der Floristik, können diese hohen Giftstoffkonzentrationen krank machen.

Siegel zeigt was gut für die Umwelt ist

Was die Klimabilanz angeht, sind Schnittblumen ein richtiges Luxusgut: Jede dritte Schnittblume ist bereits um die halbe Welt gejettet, bevor sie bei uns zu Hause in der Vase landet. Andere kommen, gleichfalls energieintensiv, aus beheizten Gewächshäusern.

Müssen umweltbewusste Verbraucher deshalb auf bunte Sträuße ganz verzichten? „Natürlich nicht“, sagt der Umweltbeauftragte der Stadt Lahr, Manfred Kaiser, „wie bei den meisten Produkten hat der Kunde die Wahl, umweltverträglich und menschenwürdig produzierte Blumen zu kaufen. Diese sind meist durch Siegel gekennzeichnet.“

Das Flower-Label-Programme (FLP) beispielsweise zeichnet Blumen aus Betrieben aus, in denen international anerkannte Menschen- und Arbeitsrechte gelten und die ökologische Mindeststandards einhalten. Ähnliches gilt für Rosen mit dem . Mit dem „fairfleurs“-Siegel ausgezeichnete Blumenfarmen erhalten zudem von dem Importeuren einen Aufschlag für soziale Projekte.

Wer heimische Blumen kauft – am besten Freilandblumen der Saison aus der Umgebung – handelt freilich klimafreundlicher. Bei Produktion und Transport entstehen ungleich weniger Treibhausgase. Das ist allerdings eher ein Tipp für den Muttertag, denn hierzulande blühen die Schnittblumen erst ab dem Frühjahr.

„Blumen aus kontrolliertem ökologischen Anbau werden bisher selten angeboten“, bedauert Umweltwissenschaftler Kaiser, „Deutschlandweit bauen nicht viel mehr als 50 Höfe Schnittblumen an, die die Standards von Bioland, Naturland, Demeter oder Ähnliche erfüllen.“

Den Grund vermutet der Umweltbeauftragte darin, dass nur wenige Verbraucher über Herkunft und Produktionsbedingungen von Schnittblumen Bescheid wissen. Sein Appell: „Fragen Sie in Ihrem Blumenladen einfach mal nach Bioblumen oder fair gehandelten Blumen. Wenn eine Nachfrage besteht, wird das Angebot gewiss wachsen.“

Die ersten Umwelt-Vorsätze für das neue Jahr können gleich in der Silvesternacht gelebt werden: Aus Kerzenwachs weissagen statt Bleigießen und auf Böller lieber ganz verzichten.

Große Liebe, Gesundheit und ein Geldsegen? Was das neue Jahr bringt, wird im Freundes- und Familienkreis am Silvesterabend gerne beim Bleigießen orakelt. Ein großer Spaß für Groß und Klein, der nicht ungefährlich ist: Beim Erhitzen des Metalls wird giftiges Bleioxid frei, das mit der Atemluft in den Körper gelangt.

Schon geringe Mengen von Bleiverbindungen können chronische Vergiftungen hervorrufen. Deshalb gehören die Bleireste auch nicht in die Mülltonne, sondern müssen als Sondermüll entsorgt werden.

Aber warum Risiken eingehen, wenn es ohne geht? Der Umweltbeauftragte der Stadt Lahr kennt eine ganz ungefährliche Alternative: „Gießen Sie einfach heißes Kerzenwachs ins kalte Wasser“, rät Manfred Kaiser. „Wachs bildet ähnlich vieldeutige Formen wie Blei.“ – Aus denen die Zukunft gewiss mit gleicher Sicherheit vorhergesagt werden kann. Übrigens, auch aus Kaffeesatz oder Spielkarten sollen Glück und Geldsegen zu lesen sein…

Auf geprüfte Sicherheit achten!

Ebenfalls ein alter Silvesterbrauch ist das Feuerwerk. Mit Donnerknall und Funkenregen werden böse Geister verjagt und das neue Jahr begrüßt. Eine Tradition mit Tücken: Wenn kurz nach Mitternacht die Straßen qualmen, wird in einigen Städten erstmals im Jahr die kritische Feinstaub-Marke überschritten. Abgesehen von Verletzungen und angesengten Kleidungsstücken, die auf das Konto von Querschlägern und Fehlzündungen gehen, erschrickt die Knallerei empfindliche Menschen – und natürlich die Tiere. Aus Gründen des Lärmschutzes besteht daher ein Feuerwerksverbot in unmittelbarer Nähe von Kirchen, Krankenhäusern, Kinder- und Altersheimen. Und aus gleichfalls wichtigen Brandschutzgründen ist Feuerwerk in unmittelbarer Nähe von Fachwerkhäusern gesetzlich verboten.

Wer am geeigneten Platz auf Raketen und Böller nicht verzichten möchte, sollte beim Kauf auf den Aufdruck „BAM“ achten. Eine BAM-Nummer erhalten nur Feuerwerkskörper, die von der Bundesanstalt für Materialprüfung zugelassen wurden. Was übrig bleibt, wenn der letzte Funkenregen erloschen und der letzte Kracher verhallt ist, liegt unübersehbar auf den Straßen: Pappe, Holz und Plastik, die Reste der zerplatzten Feuerwerkskörper-Hüllen.

Auch wenn viele Kinder das Spektakel kaum erwarten können: Das Feuerwerk sollte nur um Mitternacht, also zum Jahreswechsel gezündet werden. Das hilft, die Lärm- und Luftbelastung gering zu halten – und schließlich sieht es der Brauch so vor.

Persönlich, originell und nützlich – so sieht für viele das perfekte Weihnachtsgeschenk aus. Ein gutes Gefühl, wenn es dabei auch noch die Umwelt schont.

Wieder eine Krawatte von Tante Gertrud, der dritte Radiowecker von Onkel Heinz? Viele Geschenke landen unbenutzt im Schrank oder auf dem Speicher. Manches Kinderspielzeug hält nicht mal bis Sylvester durch. Und wer an den Feiertagen das Geschenkpapier entsorgen möchte, steht häufig vor überquellenden Containern. Dabei ist es ganz leicht, seinen Lieben umweltfreundlich Freude zu schenken.

Viele Geschenke kommen ganz ohne Müll aus. Wie wäre es beispielsweise mit einem Gutschein für eine Wellness-Massage, ein gemeinsames Essen oder einen Kino-Besuch? Gut fürs Klima ist eine Monatskarte für den Bus oder ein Reisegutschein für die Bahn – und vielleicht steigt der eine oder die andere danach häufiger auf öffentliche Verkehrsmittel um.

Garantiert gut kommen auch selbst gemachte Leckereien an, wie Pralinen oder Marmelade. Wer sich nicht selbst an den Herd stellen möchte, kann umweltfreundlich Kulinarisches kaufen: zum Beispiel Kaffee oder Schokolade aus fairem Handel. Das Trainsfair-Logo steht für faire Handelsbeziehungen und soziale Arbeitsbedingungen. Oder edlen Wein aus ökologischem Anbau. Denn Biolebensmittel fördern die umweltverträgliche Landwirtschaft.

Bei den Kleinen steht Spielzeug traditionell ganz oben auf der Wunschliste. Hier gilt es, den Wünschen der Kinder gerecht zu werden und gleichzeitig Gefährdungen zu vermeiden. Das ist nicht immer ganz einfach, weiß Manfred Kaiser, Umweltbeauftragter der Stadt Lahr: „In Plastikspielzeug können Schwermetalle oder andere Schadstoffe enthalten sein. Eltern sollten auch auf die Lärmbelastung achten: Manche elektronischen Spielsachen nerven mit ihren Akustik-Effekten nicht nur die Erwachsenen, sie können das Gehör von kleinen Kindern schädigen.“

Evergreens unter dem Weihnachtsbaum sind nach wie vor elektrische Haushaltsgeräte und Unterhaltungselektronik. Hier lohnt es sich, auf den Energieverbrauch zu schauen. Dann freut sich der Beschenkte gleich noch einmal, wenn die Stromrechnung kommt. Vorsicht ist bei Geräten geboten, die im Stand-by-Betrieb Strom fressen.

Den Geldbeutel des Beschenkten schonen ebenfalls Energiesparlampen der neuen Generation. Sie haben mit dem kühlen Licht und klobigen Design der ersten Sparlampen nichts mehr gemein. So lassen sich auch vormals Skeptische dafür begeistern, ganz einfach den Energieverbrauch im Haushalt zu reduzieren. Völlig ohne Strom aus der Steckdose kommen solarbetriebene Geräte aus, beispielsweise Taschenrechner, Uhren, Gartenlampen oder Spielzeug.

Generell gilt: sinnvolle Geschenke von guter Qualität, die reparierbar sind, machen länger Freude und landen nicht so schnell auf dem Müll. Umweltsiegel können dem Verbraucher helfen, gesundheitlich und ökologisch unbedenkliche Waren auszusuchen. Die Datenbank www.label-online.de erklärt die Kriterien und Hintergründe dieser Zeichen.

Ist das richtige Geschenk gefunden, soll es meist auch weihnachtlich eingepackt werden. Glänzende Aluminiumfolien und Flitterkram sehen zwar auf den ersten Blick effektvoll aus – aber gleich nach der Bescherung landen sie auf dem Müll. Das muss nicht sein, sagt der Umweltbeauftragte Kaiser: „Originell und edel ist das Geschenk zum Beispiel in einem Schal oder einem Seidentuch eingewickelt. Auch eine Baumwolltasche kann noch lange nach der Bescherung gute Dienste leisten.“ Plätzchen machen sich schön in einer Glasschale oder einer hübschen Dose. Und wenn es doch Geschenkpapier sein soll, dann bitte mit dem blauen Umweltengel. Das kommt garantiert ohne giftige Schwermetalle aus und besteht zu 100 Prozent aus Altpapier.

Ein hübsch geschmückter Baum macht Weihnachten für viele erst richtig festlich. Manfred Kaiser, Umweltbeauftragter der Stadt Lahr, gibt Tipps, wie die Tradition gesundheitlich unbedenklich und im Einklang mit der Umwelt gelebt werden kann.

Rund 25 Millionen Weihnachtsbäume strahlen jedes Jahr in Deutschlands Wohnzimmern in ihrer ganzen Festtagspracht. Die meisten davon stammen aus Monokulturen. Jeder vierte Baum wird aus Nordeuropa importiert. Das Problem dabei: Viele der Bäume werden mit Insektenschutzmitteln behandelt, stark gedüngt und sind zum Teil sogar genetisch verändert. Im Wohnraum verströmen sie dann nicht nur den weihnachtlichen Tannenduft, sondern einen wahren Giftcocktail.

Umweltverträglicher sind Weihnachtsbäume aus ökologisch bewirtschafteten Weihnachtsbaumkulturen. Sie erkennt man an Siegeln von Forest Stewardship Council (FSC), Naturland oder Bioland. Vielfach werden auch heimische Fichten, Kiefern oder Tannen aus durchforsteten Wäldern angeboten. Die Bäume sind in der Regel ungespritzt und haben nur einen kurzen Transportweg hinter sich.

Ein häufiger Irrtum lautet: „Ich kaufe einen Baum mit Wurzel, den kann ich nach dem Fest in den Garten pflanzen und helfe so der Umwelt“. Lieber nicht, sagt Umweltwissenschaftler Manfred Kaiser. „Mit der Entnahme des Ballens verliert der Boden im Forst wertvollen Humus. Außerdem tun sich Gartenliebhaber keinen großen Gefallen, wenn sie den Weihnachtsbaum einpflanzen, denn Nadelhölzer säuern den Boden an.“ Zudem gehen die meisten ausgepflanzten Bäume bald ein, weil ihre Winterruhe im warmen Wohnzimmer gestört wurde.

Bei der Wahl von Kerzen und Christbaumschmuck schauen Umweltbewusste nicht nur auf Form und Farbe. Denn silberbeschichtete Christbaumkugeln und Lametta aus bleihaltigem Stanniol oder PVC müssen als Sondermüll entsorgt werden; Engelshaar kann durch seine Glasfaserstruktur Augen, Lunge und Haut reizen. Auch die Kerzen verbreiten bisweilen mehr als stimmungsvolles Licht: Billige Figurenkerzen, deren Außenschicht nicht verbrennt und mit Acryllack überzogene Kerzen können gesundheitsschädliche Dämpfe abgeben.

Auf Schmuck und Kerzen verzichten muss deshalb niemand. Zwar gibt es kein Gütesiegel für gesundheitlich unbedenkliche Kerzen, aber ein Blick auf die Inhaltsstoffe kann schon helfen. Die am häufigsten verkaufte Kerze besteht aus Paraffin, einem billigen Erdölprodukt – und meist nicht sehr umweltfreundlich produziert. Besser sind Stearinkerzen, die aus nachwachsenden Rohstoffen hergestellt werden. Als gesundheitlich völlig unbedenklich gelten Bienenwachskerzen, die zudem ganz natürlich ihr einzigartiges Aroma verbreiten.

Wer auf Nummer Sicher gehen will, verzichtet auf Duftkerzen und gefärbte Exemplare. Manfred Kaiser rät: „Egal, welche Kerze Sie wählen – unnötiges Rußen können Sie vermeiden, wenn Sie das Dochtende kurz halten und die Flamme nicht ausgeblasen, sondern den Docht zum löschen in das flüssige Wachs eintauchen.“

Der Brauch, den Christbaum zu schmücken, ist seit dem 15. Jahrhundert bekannt. Damals zierten Äpfel, Oblaten, Nüsse, Lebkuchen und Zuckerstangen den Baum in der guten Stube. Ökologisch unbedenklich sind ebenfalls Strohsterne, Plätzchen, Stoffbänder und Tannenzapfen. Auch selbst gemachten Figuren aus Ton, Salzteig, Wachs oder Nussschalen können den Baum einzigartig machen.

Letztes Kapitel im Weihnachtsbaum-Öko-Knigge ist die Entsorgung. Das Verfeuern im Kamin ist nicht zu empfehlen, denn das Holz ist nicht trocken genug und es kann gefährlicher Ruß entstehen. Besser häckseln Gartenbesitzer den Baum und geben ihn zum Kompost. Egal, ob man selbst kompostiert oder den Baum abholen lässt – stets gilt: Der Baum muss vollständig abgeschmückt sein.

Umweltfreundliche Schulmaterialien helfen, Ressourcen zu sparen, Abfall zu vermeiden und sind unbedenklich für die Gesundheit. Weil sie meist langlebiger sind als andere Produkte, schonen sie häufig auch den Geldbeutel.

Ob beim Schulranzen, bei Ordnern, Papier, Stiften oder Kleber, die Auswahl ist groß und meist gibt es eine umweltfreundliche Alternative. Praktische Tipps für den umweltfreundlichen Schulalltag gibt es im folgenden Artikel und auf dem Stundenplan der Stabsstelle Umwelt.

So mancher bunte Filzstift oder schicke Tintenkiller hat nicht nur Gutes in sich: Bei Berührung mit der Haut oder beim Einatmen können die Kinder giftige Lösungsmittel oder Schwermetalle aufnehmen. Das muss nicht sein, sagt Manfred Kaiser, Umweltbeauftragter der Stadt Lahr: „Ein Filzstift aus Plastik trocknet schnell aus und landet dann auf dem Müll. Buntstifte hingegen können immer wieder angespitzt werden. Sie sind umweltschonend in der Herstellung und obendrein frei von gesundheitsschädlichen Stoffen.“

In lustig aussehenden Radiergummis verstecken sich bisweilen gefährliche Weichmacher – werden sie von Kindern aus Versehen verschluckt, gelangen diese Chemikalien in den Körper. Dabei gibt es eine gänzlich ungefährliche Alternative: Radiergummis aus 100 Prozent Naturkautschuk. Die können sogar Tinte wegradieren. Vorsicht ist auch bei Klebstoffen geboten; hier sollte „frei von Lösemitteln“ draufstehen.

Die Gesundheit der Kinder sollte immer Vorrang haben, aber es geht um mehr als das: „Mit der Wahl der Schulmaterialien werden wichtige Signale gesetzt“, erklärt der Umweltwissenschaftler Kaiser. „Wer seinen Kindern umweltfreundliche Schulsachen gibt, handelt nicht nur beim Kauf verantwortungsbewusst, denn früh eingeübte Verhaltensweisen begleiten die Kinder ihr Leben lang. Die Eltern legen gewissermaßen den Grundstein für einen sensiblen Umgang mit kostbaren Ressourcen.“

Auch beim Papier lohnt es sich, genauer hinzusehen. Für Hefte aus neuem, gebleichtem Papier werden Bäume gefällt und viel Wasser und Energie verbraucht. Für Recycling- oder Umweltschutzpapier hingegen wird kein frisches Holz benötigt und seine Herstellung ist viel wasser- und energiesparender. Hefter und Ordner aus Plastik reißen schnell ein. Nicht so die Variante aus Recyclingkarton. Die sieht auch dann noch gut aus, wenn sie im Schulranzen zigfach gedrückt und gequetscht wurde.

Dabei müssen umweltfreundliche Schulsachen nicht trist und langweilig sein. Manche Lehrer möchten, dass die Kinder ihre Hefte mit einem Umschlag schützen. Eigentlich ist das zwar überflüssig, weil die Hefte heute stabil eingebunden sind. Wenn es aber ein Schutzumschlag sein soll, kann sich jedes Kind seinen einzigartigen Umschlag aus gebrauchtem Geschenkpapier selbst basteln. Das schont den Geldbeutel und sieht toll aus – so wird jedes Schulheft zu einem kleinen Kunstwerk.

Frisch und unzerdrückt bringt die Vesperbox das wichtige Pausenbrot Tag für Tag in die Schule. Sie schützt den Ranzen perfekt vor Butterflecken und spart Alufolie und Plastikbeutel. Übrigens ist ein Pausenbrot viel gesünder als Schokoriegel oder Frühstücksschnitten aus dem Kühlregal. Für Getränke gibt es wieder befüllbare Flaschen, auch das spart Abfall und bares Geld.

Viele ABC-Schützen freuen sich ganz besonders auf ihren ersten Schulranzen. Der sollte jedoch nicht allein nach Farbe und Motiv ausgesucht werden. Schulranzen müssen sicher, robust und gut zu tragen sein. Leder ist die langlebigste Wahl und kann immer wieder repariert werden, doch es gibt auch umweltfreundliche und gute Ranzen aus modernen Materialien. Einige Hersteller nehmen die Tornister zur Wiederverwertung zurück. „Achten Sie darauf, dass die Schulranzen möglichst kein PVC oder andere chlorierte Kunststoffe enthalten, denn die sind auf der Deponie praktisch nicht abbaubar“, rät Manfred Kaiser.

Fazit: Wer die Umwelt schonen möchte, wählt Schulsachen, die bereits bei der Herstellung umweltfreundlich sind – wie Recyclingartikel – und achtet darauf, dass sie langlebig sind oder auch mal repariert werden können. Zu gifthaltigen Stiften und Klebern gibt es gesundheitlich unbedenkliche Alternativen. Das Label „Blauer Umweltengel“ hilft, umweltfreundliche Produkte zu erkennen.

Für die einen bedeutet der Herbst eine bunte Blätterfarbenpracht an Baum und Strauch – andere bewaffnen sich mit Rechen oder Laubsauger um Ordnung in der Natur zu schaffen. Ratschläge zum Umgang mit dem Herbstlaub gibt der Umweltbeauftragte Manfred Kaiser der Stadt Lahr.

Wo immer möglich, sollte das Laub wenigstens bis zum Frühjahr als natürliche Bodenbedeckung liegen bleiben. Das sich zersetzende Laub trägt wesentlich zu einer natürlichen Boden- und Humusbildung bei und ist eine lebensnotwendige Nahrungsgrundlage für viele Bodenkleintiere. Regenwürmer, Tausendfüßler, Asseln und Milben übernehmen die Grobarbeit, Pilze und Bakterien zersetzen in Feinarbeit die Blattreste. So entsteht Humus, der seine Nährstoffe den Pflanzen wieder zur Verfügung stellt.

Neben der Nährstoffversorgung übernehmen die Blätter noch weitere wichtige Funktionen im Naturhaushalt: Laub bildet eine wärme- und feuchteisolierende Schicht, schützt also die Wurzeln von Heckengehölzen, Stauden, Rosen und kälteempfindlichen Gehölzen vor frühem und strengem Frost. Manche eher unliebsame Wildkräuter werden unterdrückt, während schattenverträgliche Frühblüher wie Schneeglöckchen oder Buschwindröschen von der schützenden Laubschicht profitieren. Aufgrund der höheren Bodentemperatur unter der Laubschicht setzt das Gehölzwachstum im Frühjahr schneller ein. Außerdem schützt das Laub den Boden vor Abtrag und Austrocknung durch Wind oder Sonne, ebenso vor der Verschlämmung der für die Atmung der Bodenlebewesen nötigen Bodenporen.

Für viele im Boden und auf der Bodenoberfläche lebende Tiere bedeutet eine isolierende Laubschicht eine sichere Überwinterungsmöglichkeit und Nahrungsgrundlage. So verbringen die meisten Schmetterlinge, die im kommenden Sommer die Wiesen und Sträucher bevölkern werden, den Winter als Raupen in der Laubstreu. Viele Käfer, zum Beispiel nützliche Marien- und Laufkäfer, wandern im Herbst von Rasen und Beeten in diese „Winterlager“ ein. Und im Winterhalbjahr ist die Laubstreu vor allem für die Insekten fressenden Vögel wie Drosseln, Meisen, Rotkehlchen und Heckenbraunelle eine natürliche Nahrungsquelle, die viel höher einzustufen ist als jede Art der Vogelfütterung.

Es gibt also viele gute Gründe, warum das Herbstlaub in der Natur bleiben sollte. Nicht zu vergessen, dass sich der Pflegeaufwand im Garten bei liegengelassenem Laub erheblich verringert.

Überall geht das aber nicht: Rasen zum Beispiel fault leicht unter einer geschlossenen Laubschicht und befestigte Flächen eignen sich nicht für den natürlichen Abbau. Aus Sicherheitsgründen muss Laub von Treppen, Gehwegen und Straßen entfernt werden. Das zusammengefegte Laub sollte möglichst auf offenen Bodenflächen oder unter Büschen und Hecken verteilt werden. Oder legen Sie in einer Gartenecke mit einem Laub- und Reisighaufen ein Winterquartier für Igel und Erdkröte an.

Laub lässt sich auch gut kompostieren und ergibt ausgezeichnete Komposterde für den eigenen Garten. Die in kurzer Zeit anfallenden großen Laubmengen kompostieren am besten, wenn grobe Gartenabfälle, Häcksel oder Küchenabfälle untergemischt werden. Dies fördert eine gute Durchlüftung und die Rotte. Das Zerkleinern der Blätter mit einem Rasenmäher oder einem Häcksler beschleunigt ebenfalls den Abbau. Fällt viel langsam abbaubares Laub von Hartlaubbäumen wie Buche, Eiche, Kastanie, Walnuss oder auch Platane, Pappel und Nadelstreu an, sollte eine separate Kompostmiete angelegt werden.

Zum umweltfreundlichen und sicheren Gebrauch von Ofen und Kamin gibt Manfred Kaiser, Umweltberater der Stadt Lahr, einige Ratschläge.

Ein Feuer im Kachelofen oder Kamin gilt als Sinnbild der Gemütlichkeit. Doch bei der Verbrennung von Holz oder Kohle im privaten Haushalt werden in hohem Maße Luftschadstoffe wie Kohlenmonoxid, Stickstoffoxide, Ruß, Stäube und Schwefeldioxid (bei Kohle) freigesetzt, die unkontrolliert in die Außenluft gelangen können. Aber auch innerhalb der Wohnräume kann es schnell zu erhöhter Konzentration von Schadstoffen kommen, insbesondere wenn die Räume klein und/oder die Fenster gut abgedichtet sind. Räume die mit Öfen oder Kaminen beheizt werden, müssen  daher regelmäßig gelüftet werden.

Zum Beginn der Heizsaison sollten Sie die Abgasführung vom Ofen zum Schornstein kontrollieren, sie muss einwandfrei dicht sein. Ebenso sollten die Öfen absolut dicht sein. Haben sich bei älteren Öfen Schamottsteine gelockert, können Schadgase in die Wohnraumluft entweichen. Bei größeren Lecks muss der Ofen sofort außer Betrieb genommen werden.

Die Umweltbelastung, insbesondere durch offene Kamine, ist beträchtlich. Deshalb dürfen offene Kamine nur gelegentlich betrieben - d.h. nach der geltenden Rechtsprechung an acht Tagen im Monat für jeweils ca. fünf Stunden - und ausschließlich mit Holz beheizt werden, wobei nur naturbelassenes stückiges Holz in lufttrockenem Zustand oder praktische Presslinge in Form von Holzbriketts erlaubt sind.

Ob Ofen oder Kamin, generell gilt, dass aus Ihrem Schornstein kein dunkler Rauch abziehen darf. Um Umwelt- und Gesundheitsschäden zu vermeiden, sollte generell auf umweltschonendes Brennmaterial geachtet werden. Gestrichenes, lackiertes oder beschichtetes Holz, Sperrholz, Spanplatten, Faserplatten usw. dürfen nicht verfeuert werden, weil hierbei hochgiftige Stoffe wie z.B. Dioxine entstehen, die nicht nur durch Abgase entweichen, sondern auch in Ruß und Asche zurückbleiben. Ebenfalls verboten ist das Verfeuern von Holz, das mit Holzschutzmitteln behandelt oder mit PVC beschichtet ist. Verpackungsmaterial und Abfälle dürfen gleichfalls nicht verbrannt werden, auch nicht zum „Anzünden“.

Weitere Informationen sind im Ratgeber Heizen mit Holz des Umweltbundesamtes zu finden.

Übersicht über die Betriebszeiten von Geräten und Lärmgrenzen
Übersicht über die Betriebszeiten von Geräten und Lärmgrenzen

Die Garten-Saison hat wieder begonnen. Gartenfreundinnen und -freunde freuen sich auf frische Luft, Sonne, Ruhe und Entspannung im eigenen Garten. Dass damit auch viel Arbeit verbunden ist, versteht sich von selbst.

Rasen mähen, Hecken scheren, Bäume beschneiden, all das gehört zur Gartenpflege einfach dazu. Dabei helfen uns zunehmend motorisierte Maschinen und Geräte. An dieser Stelle hören Ruhe und Entspannung auf, denn Rasenmäher, Motorkettensägen, Gartenhäcksler und Co. können für enormen Lärm sorgen. Dieser Lärm wird nicht nur als störend empfunden, er kann sogar schädlich für die Gesundheit sein. Ungünstigerweise bleibt der Lärm nicht auf dem eigenen Grundstück und stört so auch die Nachbarschaft. Das führt oft zu unnötiger Aufregung und kann zuweilen im Streit enden. Hinzu kommt die Verunreinigung der frischen Luft durch Abgase verbrennungsmotorgetriebener Geräte und Maschinen. Ist das noch die erwünschte Freizeit im privaten Idyll?

Können Sie etwas gegen störenden Lärm tun?
Ja! Jeder kann etwas tun, um Lärm zu vermeiden.

Denken Sie an Ihre Gesundheit!
Verursachen Sie durch die Nutzung eines motorbetriebenen Gartengeräts viel Lärm, können Sie sich damit selbst schädigen. Zum Beispiel können hohe Schallintensitäten zu zahlreichen Beeinträchtigungen und Erkrankungen führen. Das Risiko, auf lange Sicht unter chronischer Schwerhörigkeit oder Ohrgeräuschen (Tinnitus) zu leiden, steigt. Denken Sie hier auch an die Kinder: Sie reagieren besonders empfindlich auf Lärm.

Denken Sie auch an die Gesundheit Ihrer Nachbarschaft und an die Umwelt!

Ebenso wie Sie sich selbst durch Lärm schädigen können, können Sie auch Ihre Nachbarschaft schädigen. Lärmbelästigung kann in hohem Maße zu Konzentrationsstörungen, Nervosität und Stressreaktionen führen. Auch die Umwelt leidet. Wenn Sie beispielsweise ein Gerät mit hohen Drehzahlen, etwa einen Rasentrimmer, benutzen, können Biosysteme empfindlich verletzt werden. Die Nahrung und der Lebensraum von Kleinstlebewesen werden zerstört und Verbrennungsrückstände und Schmierfette können ins Grundwasser gelangen und somit den Wasserkreislauf stören.

Informieren Sie über Ihren geplanten "Lärmeinsatz"!
Ein Gespräch kann bereits im Vorfeld Probleme verhindern. Bitten Sie die Nachbarschaft um Verständnis falls das Benutzen eines lärmenden Geräts unbedingt notwendig ist. Geben Sie an, in welchem Zeitraum Sie mit welchem Gerät arbeiten möchten. Jemand, der auf Lärm eingestellt ist und weiß, wann er wieder aufhört, fühlt sich weniger belästigt. Sprechen Sie Ihre Nachbarinnenn und Nachbarn auch auf Zeiten an, in denen diese Lärm verursachen und bitten Sie im Gegenzug um Toleranz, wenn es bei Ihnen einmal etwas laut wird.

Nutzen Sie lärmende Geräte nur bei unbedingter Notwendigkeit!
Viele Gartenarbeiten sind auch ohne motorbetriebene Geräte möglich. Laub im Garten kann zum Beispiel ohne den Einsatz eines Laubbläsers oder -saugers mit einem Laubbesen zusammengekehrt und beseitigt werden. Das ist umwelt- und nachbarschaftsfreundlich und schont Ihren Geldbeutel.

Nutzen Sie Geräte mit möglichst geringen Schallleistungspegeln!
Mit der Europäischen Maschinen- und Gerätelärm-Richtlinie 2000/14/EG gelten in Deutschland seit 2002 bestimmte Bedingungen für Hersteller von Geräten und Maschinen, welche zur Verwendung im Freien vorgesehen sind. Danach sind diese verpflichtet, jedes Gerät, das in Verkehr gebracht werden soll, mit dessen Schallleistungspegel (LWA) in einheitlicher Form zu kennzeichnen. Für Ihren Kauf bedeutet diese Kennzeichnung: Je geringer der Zahlenwert, desto geringer ist die Lärmentwicklung! Bereits ein Unterschied von 3 dB mehr bzw. weniger bedeutet eine Verdopplung bzw. Halbierung der Schallleistung.

Bitte beachten Sie:
Da bei verschiedenen Geräten auch die Art der Lärmentwicklung unterschiedlich ist, können nur Werte von Geräten gleicher Bauart und Funktion (zum Beispiel Heckenschere verschiedener Hersteller) verglichen werden. Ein Vergleich von Schallleistungswerten unterschiedlicher Geräte (etwa Rasenmäher mit Motorkettensäge) gibt keine Auskunft darüber, ob das jeweilige Gerät innerhalb seiner Kategorie als lärmarm gelten kann.

Außerdem gibt es für eine Vielzahl von Geräten zur Landschafts- und Gartenpflege in den Vergabegrundlagen des "Blauen Engels" bestimmte Werte, die ein Gerät als "lärmarm" ausweisen. Üblicherweise führen solche Geräte das Umweltzeichen "Blauer Engel". Aber auch Geräte ohne das Umweltzeichen können lärmarm sein, sofern sie mit den in der Tabelle ausgewiesenen LWA oder geringeren Werten gekennzeichnet sind.

Halten Sie die bundesweit geltenden Betriebszeiten ein!
In Deutschland existieren Vorgaben über die Betriebszeiten vieler Geräte und Maschinen in Wohn-, Kleinsiedlungs-, Erholungs-, Kur- und Klinikgebieten (32. Verordnung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes). In kommunalen Verordnungen können bestimmte einzuhaltende Ruhezeiten noch ausgeweitet sein. Grundsätzlich gilt jedoch: Die unten in der Abbildung aufgeführten Betriebszeiten sind bundesweit grundsätzlich bindend. Die Benutzung von Gartengeräten außerhalb dieser Betriebszeiten muss durch die nach Landesrecht zuständige Immissionsschutzbehörde zugelassen werden, es sei denn, der Betrieb der Geräte ist zur Abwendung einer Gefahr für Mensch, Umwelt oder Sachgüter erforderlich.

In den sonstigen Gebieten - z.B. Dorf- und Mischgebiete, Gewerbegebiete – gilt die 32. BImSchV nicht. Dort finden die allgemeinen Lärmschutzvorschriften nach § 117 Ordnungswidrigkeitengesetz sowie die Verbotsregelungen des Gesetzes zum Schutz von Sonn- und Feiertagen Anwendung.

Die Lärmschutzregelungen in der Lahrer Polizeiverordnung gelten aufgrund der höherrangigen 32. BImSchV nicht mehr. Ein Sonderfall liegt für den Lahrer Stadtteil Reichenbach als anerkannten Erholungsort vor. Dort gelten die einschränkenden Regelungen des § 6 der Polizeiverordnung aufgrund einer speziellen landesrechtlichen Ermächtigung weiterhin.

Diese vorstehenden Informationen des Umweltbundesamtes können Sie auch als Ratgeber: Gestörte Idylle - Hinweise zum Einsatz von Gartengeräten herunterladen.

Eine gute Nachbarschaft setzt gegenseitige Rücksichtnahme und ein gewisses Maß an Toleranz voraus.

Dennoch gibt es manchmal Meinungsverschiedenheiten: Was ist mit Laub, Zweigen und Wurzeln aus Nachbars Garten? Muss ich mit Grillschwaden und Partylärm von drüben leben? Wohin mit dem Komposthaufen? Und wie verhält es sich mit dem Grenzabstand von Bäumen und Sträuchern?

Bei derartigen Fragen hilft der Ratgeber: Das Nachbarrecht in Baden-Württemberg, frei von Emotionen gibt es Auskunft darüber, was ein jeder mit und auf seinem Grundstück tun darf und was nicht. Nachbarrecht hat viel mit Rücksichtnahme zu tun. Seine Grundsätze werden bestimmt von der Achtung der Bedürfnisse anderer.

Bei Schnee und Eis räumt der Bau- und Gartenbetrieb Lahr die verkehrswichtigen Straßen und Plätze in Lahr. Vor der eigenen Haustür ist aber der Straßenanlieger zuständig, für sichere Begehbarkeit zu sorgen.

Diese persönliche Räum- und Streupflicht ist in der Streupflichtverordnung der Stadt Lahr festgelegt. Im Wesentlichen sind vom Straßenanlieger die Gehwege oder entsprechende Flächen am Fahrbahnrand in der Regel mindestens auf 1,50 Meter Breite von Schnee und Eis zu räumen sowie bei Glätte zu bestreuen. Die geräumten Flächen vor den Grundstücken müssen so aufeinander abgestimmt sein, dass eine durchgehende Benutzbarkeit der Gehwegfläche gewährleistet ist.

Bei Schnee- und Eisglätte haben die Straßenanlieger die Gehwege rechtzeitig so zu bestreuen, dass sie von Fußgängern bei Beachtung der nach den Umständen gebotenen Sorgfalt möglichst gefahrlos benutzt werden können. Zum Bestreuen ist abstumpfendes Material wie Sand, Splitt oder Asche zu verwenden. Die Verwendung von abtauenden bzw. gefrierpunktabsenkenden Stoffen wie beispielsweise Salz oder Harnstoff ist verboten.

Die Gehwege müssen werktags bis 07:00 Uhr, sonn- und feiertags bis 08:00 Uhr geräumt und gestreut sein. Wenn nach diesem Zeitpunkt Schnee fällt oder Schnee- bzw. Eisglätte auftritt, ist unverzüglich, bei Bedarf auch wiederholt, zu räumen und zu streuen. Diese Pflicht endet um 22:00 Uhr.