Vorwort

Der vorliegende Sozialreport versucht in seiner ersten Auflage einen Überblick zu unterschiedlichen sozialen Rahmenbedingungen in der Stadt und deren Stadtteilen zu geben. Die Stichtage des Datenbestands beziehen sich grundsätzlich auf den 31.12.2023, weichen jedoch im Falle der Zahlen zu den Kindergärten hiervon ab. Dieser Bericht wird zunächst ausschließlich digital veröffentlicht. Dadurch soll eine Diskussion angestoßen werden, wie in Zukunft (post-print Ära) Informationen intern wie auch extern digital kommuniziert werden können. Anregungen hierzu bitte an die Verfassenden (siehe Impressum).

Der regelmäßig zu aktualisierende Sozialreport soll die Datengrundlage für die Bereitstellung und Ausrichtung öffentlicher wie auch privater Angebote zur Steigerung des Gemeinwohls in Lahr verbessern. Zum einen sollen, sofern die Datenlage dies zulässt, zentrale Entwicklungen der letzten Jahre nachgezeichnet werden. Vor allem aber sollen relevante Handlungsfelder für die kommenden Jahre identifiziert werden, um frühzeitig geeignete Maßnahmen entwickeln und umsetzen zu können.

Der Sozialreport ist dabei nur ein Baustein des Sozialmonitorings in Lahr. Neben dieser allgemeinen Datengrundlage finden tagtäglich zahlreiche Einzel- und Teamgespräche sowie Analyse- und Planungstreffen durch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Amts für Soziales Schulen und Sport sowie weiterer städtischer Stellen statt. Gemeinsames übergeordnetes Ziel ist es dabei, das Leben für alle Menschen in Lahr so lebenswert wie möglich zu gestalten.

Die im Folgenden ausgewählten Indikatoren orientieren sich am „Werkzeugkasten Sozialberichterstattung“1 sowie dem “Wegweiser Kommune”2 und bilden verschiedene Kategorien sozialer Eigenschaften der einzelnen Stadtteile und Ortschaften ab (z. B. Wohnverhältnisse, Armut, Bildung usw.). Zum Teil müssen die Daten mit hohem Aufwand aggregiert und für die im Folgenden beschriebenen Indikatoren passgenau aufbereitet werden. Da die Datenqualität entscheidend für deren Aussagekraft ist, können unter Umständen manche Datensätze und Indikatoren für den ersten Ergebnisbericht nicht aufbereitet werden. Das Datenmaterial und Indikatorenset soll daher in den Folgejahren sukzessive bedarfs- und kapazitätenorientiert erweitert werden.

Im Zentrum des Sozialreports steht nicht der interkommunale Vergleich. Vielmehr ist es das Ziel die kleinräumigen Stadtteile zu analysieren und für eine raumbezogene Diagnose der sozialen Herausforderungen untereinander zu vergleichen. Entsprechend können zielgenaue Lösungsansätze identifiziert, effizient geplant und umgesetzt werden.

Der Sozialreport soll ein praxisorientiertes Diagnoseinstrument sein – und damit die Voraussetzungen für fundierte Entscheidungen und Planungen von Lokalpolitik und Lokalverwaltung verbessern. Für Fragen und Verbesserungsvorschläge stehen Ihnen die im Impressum genannten Ansprechpartner sehr gerne zur Verfügung!

Die Gleichstellung aller Geschlechter ist uns ein großes Anliegen. Bei den Bezeichnungen der Tabellenspalten wird aus Platzgründen die männliche Form verwendet.

Sofern nicht anders gekennzeichnet, ist die Datenquelle zu statistischen Angaben für Deutschland das Statistische Bundesamt und für Baden-Württemberg das Statistische Landesamt Baden-Württemberg. Für die kleinräumigen Bevölkerungszahlen ist die Datenquelle das Melderegister der Stadt Lahr / Schwarzwald und für die Arbeitsmarktdaten stellt das Bundesamt für Arbeit die Datengrundlage kleinräumig zur Verfügung. Aus Datenschutzgründen kann es vorkommen, dass bei zu geringer Anzahl einer Kategorie, die Zahlen mit einem “*“, bzw. mit keinem Eintrag anonymisiert sind. Somit ist gewährleistet, dass keine Rückschlüsse auf einzelne Personen gezogen werden können.

Der vorliegende Sozialreport wurde nach bestem Wissen und Gewissen erstellt. Die Fülle an statistischen Daten wurde mit größter Sorgfallt verarbeitet. Eine rechtliche Gewähr für den Inhalt kann dennoch nicht übernommen werden. Es wurde versucht die zugrundeliegende Methodik ausführlich darzustellen, so dass eine Fehlinterpretation der Informationen ausgeschlossen werden sollte. Für Aussagen, welche aus einem fehlenden Kontext heraus getroffen werden übernehmen wir keine Verantwortung.


  1. Harth A. et al. (2019): Werkzeugkasten Sozialberichterstattung. Ein Praxisleitfaden für niedersächsische Kommunen. HAWK Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst. Hildesheim. online abgerufen am 23.05.2021 Das Werk orientiert sich unter anderem an einem Praxisleitfaden zum Sozialmonitoring des Ministeriums für Soziales und Integration, bietet jedoch aktuell den schlüssigsten inhaltlichen Aufbau.↩︎

  2. Wegweiser Kommune: Kommunale Daten für eine innovative Zukunft.↩︎