Kapitel 4 Erwerbstätigkeit & Arbeitslosigkeit

In diesem Kapitel wird auf die Beschäftigung und die Arbeitslosigkeit in den einzelnen Stadt- und Ortsteilen, u.a. differenziert nach der Demographie eingegangen. Des Weiteren werden Armutslagen und Arbeitslosenhilfen für die in Lahr lebenden Menschen nach den einzelnen Stadt- bzw. Ortsteilen aufgeführt. Um die statistische Geheimhaltung bei geringen Fallzahlen zu gewährleisten, sind bei entsprechenden Tabellenzellen keine Werte hinterlegt. Die Datenbasis sind quartalsweise übermittelte, kleinräumige Daten der Bundesagentur für Arbeit (BAA).

4.1 Beschäftigung & Arbeitsmarkt

Entgegen der Arbeitslosenquote in der amtlichen Statistik der Bundesagentur für Arbeit (BAA), welche die Zahl der Arbeitslosen in Bezug zur Zahl der zivilen Erwerbspersonen berechnet, bezieht sich der Arbeitslosenanteil hier auf den Anteil der Anzahl an arbeitslos gemeldeten Personen im Verhältnis zur Summe der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten am Wohnort und den arbeitslos gemeldeten Personen (hier: Erwerbspersonen). Da hierbei u.a. Familienmitglieder in Heimarbeit, Beamte und geringfügig Beschäftigte nicht mit einbezogen werden, fällt der Arbeitslosenanteil etwas höher aus als die Arbeitslosenquote. Laut Statista (2012) sind in Deutschland 13,6% der Gesamtzahl der Beschäftigten im Staatsdienst tätig. Die Beschäftigungsquote ist wiederum der Anteil an sozialversicherungspflichtig Beschäftigten am Wohnort gegenüber allen Personen im erwerbsfähigen Alter zwischen 15 und 64 Jahren. Im folgenden Kapitel wird diese nach Altersstufen dargestellt.

4.1.1 Beschäftigungsquote

Die Beschäftigungsquote ist der Anteil an sozialversicherungspflichtig Beschäftigten gegenüber der Anzahl an Personen im erwerbsfähigen Alter zwischen 15 und 64 Jahren. Dabei ist zu bedenken, dass Personen, welche verbeamtet sind oder selbständig bzw. freiberuflich arbeiten nicht sozialversicherungspflichtig beschäftigt sind. Somit sind diese Personengruppen nicht in der Beschäftigungsquote mit einbezogen.

Mit Blick auf Tabelle 4.1 zeigt sich, dass im Juni 2023 65,3% der Menschen zwischen 15 und 64 Jahren in Lahr einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung nachgehen. In den Stadtteilen ist die Beschäftigungsquote mit 63,3% etwas geringer als in den Ortsteilen (68,8%). Auffallend ist die geringste Beschäftigungsquote aller Stadt- und Ortsteile in der Nordstadt mit 59,4%. Ein Grund dafür könnte sein, dass in diesem Stadtteil mehr Menschen einer selbständigen bzw. freiberuflichen Arbeit nachgehen und oder ein höherer Anteil an Menschen mit Beamtenstatus in diesem Stadtteil lebt. Ein weiterer Grund für eine geringe Beschäftigungsquote könnte auch ein höherer Anteil an Personen in Heimarbeit sein, sowie ein höheres Aufkommen an Alleinverdienenden aufgrund möglicherweise höherem Einkommen.

Tabelle 4.1: Beschäftigungsquote der Gesamtbevölkerung differenziert nach Altersklassen. Die Darstellung erstreckt sich auf die Gesamtstadt sowie auf die Stadt- und Ortsteile. Datenquelle: Bundesagentur für Arbeit (BAA); Stand: Juni 2023 // Melderegisterauszug; Stand: 30.06.2023
Stadtteil Gesamt U25 25-34 35-44 45-54 55-64
Stadtmitte 62,5% 46,4% 66,5% 67,6% 67,5% 62,9%
Nordstadt 59,4% 34,6% 68,5% 63,1% 67,3% 59,2%
Oststadt 64,4% 41,5% 70,0% 69,4% 69,3% 67,9%
Südstadt 63,8% 41,9% 71,9% 67,8% 71,0% 63,1%
Dinglingen-Ost 63,1% 41,2% 69,8% 68,7% 69,0% 65,1%
Dinglingen-West 69,4% 71,1% 71,6% 70,0% 72,9% 62,7%
Stadtteile 63,3% 44,1% 69,4% 67,7% 69,2% 63,3%
Hugsweier 69,6% 44,6% 69,6% 74,9% 78,8% 76,6%
Kuhbach 69,9% 50,8% 71,1% 72,3% 81,2% 68,9%
Reichenbach 71,2% 44,1% 75,8% 78,6% 79,4% 73,1%
Sulz 67,8% 41,9% 80,2% 73,0% 72,1% 70,1%
Mietersheim 65,9% 39,2% 73,8% 72,9% 74,2% 66,7%
Kippenheimweiler 67,5% 49,4% 75,1% 71,7% 73,5% 67,8%
Langenwinkel 69,5% 48,1% 68,5% 77,7% 78,0% 72,2%
Ortsteile 68,8% 44,8% 74,4% 74,6% 76,2% 70,8%
Gesamtstadt 65,3% 44,5% 71,2% 70,1% 71,8% 66,1%


Hinsichtlich der Altersklassen fällt auf, dass bei den unter 25-Jährigen weniger als die Hälfte (44,5%) der in diesem Alter in Lahr wohnhaften Personen einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung nachgehen. Etwa 20 Prozentpunkte unter der Gesamtbeschäftigungsquote ergeben sich in dieser Altersklasse dadurch, dass viele Menschen in diesem Alter noch zur Schule gehen bzw. sich in einem Studium befinden. Auffällig ist in dieser Altersklasse der überdurchschnittlich hohe Beschäftigungsanteil in Dinglingen-West mit 71,1%.

Die höchsten Beschäftigungsquoten bei den 25-34-Jährigen finden sich in den Ortsteilen Sulz (80,2%) und Reichenbach (75,8%). Die niedrigste Beschäftigungsquote ist in dieser Altersklasse , abweichend gegenüber den übrigen Altersklassen nicht in der Nordstadt sondern in der Stadtmitte (66,5%). Grund dafür könnte ein möglicherweise höherer Anteil an Personen mit Flüchtlingsstatus sein, welche keiner soialversicherungspflichtigen Beschäftigung nachgehen dürfen.

Den insgesamt höchsten Anteil der Beschäftigungsquote aller Altersklassen findet sich in den Stadtteilen Kuhbach (81,2%) und Sulz (72,1%) bei den 45-54-Jährigen. Reichenbach hat darüber hinaus die höchste Beschäftigungsquote der Gesamtbevölkerung (71,2%) aller Stadt- und Ortsteile.

Beschäftigungsquote in den einzelnen Stadt- und Ortsteilen sowie in der Gesamtstadt Lahr nach Altersklassen seit 2020. Datenquelle: BAA; Stand: jeweils zum Juni // Melderegisterauszug; Stand: jeweils zum 30.06.

Abbildung 4.1: Beschäftigungsquote in den einzelnen Stadt- und Ortsteilen sowie in der Gesamtstadt Lahr nach Altersklassen seit 2020. Datenquelle: BAA; Stand: jeweils zum Juni // Melderegisterauszug; Stand: jeweils zum 30.06.


Abbildung 4.1 stellt die Entwicklung der Beschäftigungsquote in den einzelnen Stadt- und Ortsteilen seit 2020 dar. Rückwirkend bis 2006 kann hier die Beschäftigungsquote im Vergleich ausgewählter Städte nachvollzogen werden. Dabei zeigt sich ein kontinuierlicher Anstieg der Beschäftigungsquote in Lahr seit 2006 von damals 52% auf 64% im Jahr 2021. Auf kleinräumiger Ebene zeigt sich, dass in den Ortsteilen die Beschäftigungsquote bei den 45-54-Jährigen am höchsten ist, während sie in den Stadtteilen erst seit 2023 am Höchsten ist, wenngleich gegenüber den 25-34-Jährigen und den 45-54-Jährigen kaum Unterschiede auszumachen sind.

4.1.2 Arbeitslosenanteil

In Abbildung 4.2 ist der Verlauf des Arbeitslosenanteils für die Gesamtstadt Lahr nach Quartalen seit Dezember 2020 bis Juni 2023 aufgeführt. In diesem Zeitraum ist die Anzahl an sozialversicherungspflichtig Beschäftigten leicht angestiegen, während die Anzahl an arbeitslos gemeldeten Personen bis Juni 2022 gesunken ist und anschließend wieder etwas angestiegen, mit Werten höher als im März 2022. Dies spiegelt sich in einem Rückgang des Arbeitslosenanteils von 7,0% im Juni 2021 auf 5,9% im Juni 2022 und 6,5% im Juni 2023 wider.

Arbeitslosenanteil an den Erwerbspersonen (hier: Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte (SvB) am Wohnort + Arbeitslose) für die Gesamtstadt Lahr mit einer zeitlichen Auflösung nach Quartalen. Quelle: Bundesagentur für Arbeit (BBA)

Abbildung 4.2: Arbeitslosenanteil an den Erwerbspersonen (hier: Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte (SvB) am Wohnort + Arbeitslose) für die Gesamtstadt Lahr mit einer zeitlichen Auflösung nach Quartalen. Quelle: Bundesagentur für Arbeit (BBA)


Der Arbeitslosenanteil für die Stadt Lahr kann für einen Zeitraum von 2006 bis 2020 auf der Webseite wegweiser-kommune.de betrachtet werden. Zudem ist ein Vergleich mit ausgewählten Kommunen möglich. Voreingestellt sind dabei die Städte Offenburg, Rastatt, Emmendingen und Lörrach. Weitere Städte lassen sich über die Eingabe hinzufügen.

Betrachtet man den Arbeitslosenanteil aller Menschen in Lahr nach Stadt- und Ortsteilen (siehe Tabelle 4.2) fällt auf, dass dieser in den Stadtteilen tendenziell höher ausfällt als in den Ortsteilen. In Lahr wohnen insgesamt 20.802 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte. Zusätzlich 1.451 arbeitslos gemeldete Bürgerinnen und Bürger ergeben einen Arbeitslosenanteil von 6,5%.

In den Stadtteilen Dinglingen-Ost (8,8%) und Stadtmitte (9,3%) ist der Arbeitslosenanteil am höchsten. Die Nordstadt weist innerhalb der Stadtteile den geringsten Arbeitslosenanteil (5,2%) auf und liegt dennoch über dem Arbeitslosenanteil in den einzelnen Ortsteilen. Insgesamt findet sich in den Ortsteilen Sulz und Reichenbach (3,2% bzw. 4%) der geringste Arbeitslosenanteil. Kippenheimweiler weist den größten Arbeitslosenanteil aller Ortsteile auf (4,9%), welcher dennoch unter dem Durchschnitt der Gesamtstadt liegt.

Tabelle 4.2: Anzahl an sozialversicherungspflichtig Beschäftigten (SvB) sowie der Arbeitslosenanteil (Alo) der Gesamtbevölkerung differenziert nach Geschlecht. Die Darstellung erstreckt sich auf die Gesamtstadt sowie auf die Stadt- und Ortsteile. Datenquelle: Bundesagentur für Arbeit (BAA); Stand: Juni 2023
Stadtteil SvB Gesamt Alo Gesamt SvB Männer Alo Männer SvB Frauen Alo Frauen
Stadtmitte 3.241 9,3% 1.828 9,1% 1.413 9,5%
Nordstadt 1.704 5,2% 866 5,4% 838 5,1%
Oststadt 1.492 6,0% 803 6,3% 689 5,6%
Südstadt 2.700 7,1% 1.489 6,8% 1.211 7,3%
Dinglingen-Ost 3.389 8,8% 1.936 7,9% 1.453 10,0%
Dinglingen-West 1.241 7,0% 758 7,0% 483 7,1%
Stadtteile 13.767 7,7% 7.680 7,5% 6.087 8,0%
Hugsweier 678 3,8% 371 3,9% 307 3,8%
Kuhbach 686 4,7% 376 5,1% 310 4,3%
Reichenbach 1.383 4,0% 736 3,8% 647 4,1%
Sulz 1.614 3,2% 864 3,8% 750 2,5%
Mietersheim 841 4,1% 441 3,3% 400 5,0%
Kippenheimweiler 834 4,9% 468 4,7% 366 5,2%
Langenwinkel 912 4,3% 529 4,3% 383 4,2%
Ortsteile 6.948 4,0% 3.785 4,1% 3.163 4,0%
Gesamtstadt 20.802 6,5% 11.511 6,4% 9.291 6,7%


Vergleicht man die Anzahl an sozialversicherungspflichtig beschäftigten Frauen und Männern zeigt sich, dass mehr Männer (11.511) als Frauen (9.291) in SvB-Verhältnissen arbeiten. Der Arbeitslosenanteil liegt mit 667 arbeitslos gemeldeten Frauen bei 6,7%, während hingegen 784 arbeitslose Männer einen Arbeitslosenanteil von 6,4% ausmachen. Bei dem Arbeitslosenanteil nach Geschlechtern führt sich ein zum Teil erheblicher Unterschied zwischen den Stadt- und Ortsteilen fort. Lediglich Kippenheimweiler weist mit einem Arbeitslosenanteil von 5,2% bei den Frauen einen höheren Anteil als in der Nordstadt (5,1%) auf.

Betrachtet man den Arbeitslosenanteil nach der Staatsbürgerschaft ( deutsch / nicht deutsch) zeigt sich mit Blick auf Tabelle 4.3, dass etwa ein Viertel aller sozialversicherungspflichtig Beschäftigten (4.883) keine deutsche Staatsbürgerschaft besitzen. 628 arbeitslos gemeldete Personen ohne deutsche Staatsangehörigkeit ergibt einen Arbeitslosenanteil von 11,4%. Einen Rückblick über den Zeitraum zwischen 2006 und 2020 sowie einen Vergleich mit vier weiteren Kommunen findet sich unter wegweiser-kommune.de. Dabei zeigt sich, dass der Arbeitslosenanteil in dieser Kohorte von über 30% in den Jahren bis 2010, rückläufig ist. In Abbildung 4.3 ist die Entwicklung zudem seit Dezember 2020 in den einzelnen Stadt- und Ortsteilen quartalsweise aufgeführt.

Tabelle 4.3: Anzahl sozialversicherungspflichtig Beschäftigter (SvB) und Arbeitslosenanteil (Alo) differenziert nach Staatsangehörigkeit in den einzelnen Orts- und Stadtteilen sowie der Gesamtstadt. Datenquelle: BAA; Stand: Juni 2023
Stadtteil SvB Deutsche Alo Deutsche SvB Ausländer Alo Ausländer
Stadtmitte 2.185 6,3% 1.056 14,9%
Nordstadt 1.406 4,0% 298 10,5%
Oststadt 1.064 4,2% 428 10,1%
Südstadt 1.987 5,6% 713 10,9%
Dinglingen-Ost 2.364 6,7% 1.025 13,4%
Dinglingen-West 771 8,0% 470 5,4%
Stadtteile 9.777 5,9% 3.990 11,9%
Hugsweier 599 3,4% 79
Kuhbach 582 3,5% 104 11,1%
Reichenbach 1.229 2,8% 154 12,0%
Sulz 1.478 3,1% 136
Mietersheim 747 2,7% 94 13,8%
Kippenheimweiler 715 4,5% 119
Langenwinkel 727 4,0% 185 5,6%
Ortsteile 6.077 3,3% 871 6,4%
Gesamtstadt 15.919 4,9% 4.883 11,4%


In den Ortsteilen Hugsweier, Sulz und Kippenheimweiler leben wenige arbeitslose Menschen ohne deutsche Staatsangehörigkeit, so dass aufgrund der statistischen Geheimhaltung für diese Ortsteile kein Arbeitslosenanteil berechnet werden kann. Das Muster mit geringeren Arbeitslosenanteilen in den Ortsteilen gegenüber den Stadtteilen kann bei den ausländischen Personen nicht ausgemacht werden. Die höchsten Anteile bei Menschen ohne deutsche Staatsangehörigkeit finden sich zwar nach wie vor in den bevölkerungsreichsten Stadtteilen Stadtmitte (14,9%) und Dinglingen-Ost (13,4%), ein ebenfalls erhöhter Arbeitslosenanteil findet sich allerdings auch in dem Ortsteil Mietersheim (13,8%).

In Reichenbach (12%) und Mietersheim (13,8%) ist der Arbeitslosenanteil im Vergleich zu den übrigen Stadtteilen (bis auf die Stadtmitte: 14,9% und Dinglingen-Ost: 13,4%) vergleichsweise groß. Dinglingen-West weist mit 5,4% den geringsten Arbeitslosnanteil aller Stadt- und Ortsteile bei Personen ohne deutsche Staatsangehörigkeit auf. Bei den Personen mit deutscher Staatsangehörigkeit ist der Arbeitslosenanteil hingegen in Dinglingen-West (8%) am Höchsten. In Reichenbach (2,8%) und Mietersheim (2,7%) wiederum am Geringsten. Generell ist der Arbeitslosenanteil bei Menschen mit deutscher Staatsangehörigkeit in den Ortsteilen um 2,6 Prozentpunkte unter dem der Stadtteile.

Mit Blick auf Abbildung 4.3 fällt zunächst die lückenhafte Darstellung der Arbeitslosenquoten in den Ortsteilen auf. Sofern die Fallzahlen von arbeitslos gemeldeten Personen in den einzelnen demographischen Gruppen so klein ist, dass ein Rückschluss auf Einzelpersonen möglich wäre, werden diese aus Datenschutzgründen nicht dargestellt. Dies betrifft vor allem den Arbeitslosenanteil der ausländischen Personen in den Ortsteilen. Aufgrund der Datenaggregation sind demzufolge die Aussage zu dem Arbeitslosenanteil für die Gesamtortsteile ebenfalls verfälscht. Für die Gesamtstadt sind die Ergebnisse aufgrund einer Gesamtübersicht für die Gesamtstadt im Rohdatensatz robust.

Arbeitslosenanteil (Alo) differenziert nach demographischen Merkmalen in den einzelnen Orts- und Stadtteilen sowie der Gesamtstadt. mit einer zeitlichen Auflösung nach Quartalen. Quelle: Bundesagentur für Arbeit (BBA)

Abbildung 4.3: Arbeitslosenanteil (Alo) differenziert nach demographischen Merkmalen in den einzelnen Orts- und Stadtteilen sowie der Gesamtstadt. mit einer zeitlichen Auflösung nach Quartalen. Quelle: Bundesagentur für Arbeit (BBA)


Betrachtet man den Arbeitslosenanteil in der Gesamtstadt seit Dezember 2020, fällt auf, dass dieser wie auch in Abbildung 4.2 dargestellt, leicht rückläufig ist. Dieses Muster zeigt sich bei allen Stadt- und Ortsteilen. In Dinglingen-West ist dabei die größte Veränderung mit einem Rückgang um 4,7 Prozentpunkte festzustellen. Demgegenüber ist der Arbeitslosenanteil in Reichenbach und Langenwinkel um 0,7 bzw. 1,2 Prozentpunkte seit Juni 2021 angestiegen.

Tendenziell liegt der Arbeitslosenanteil in der Gesamtstadt sowie auch in den Stadtteilen bei den Frauen geringfügig über dem der Männer. Der Arbeitslosenanteil von Personen ohne deutsche Staatsangehörigkeit liegt im Mittel des Zeitraums zwischen Dezember 2020 und Juni 2023 um 6,1 Prozentpunkte höher als bei Personen mit der deutschen Staatsangehörigkeit. Im Juni 2023 betrug die Differenz 6,5 Prozentpunkte.

Betrachtet man die Arbeitslosigkeit nach dem Bildungsstatus in Tabelle 4.4 zeigt sich, dass der Arbeitslosenanteil bei Menschen ohne berufliche Ausbildung in der Gesamtstadt mit 18,7% sowie auch in den einzelnen Stadt- und Ortsteilen den von Personen mit Ausbildung (Gesamtstadt: 2,8%) deutlich übersteigt. Bei letzterer Kategorie findet sich ein geringer Unterschied zwischen den Orts- und Stadtteilen (1,2 Prozentpunkte), während hingegen bei dem Abreitslosenanteil bei Menschen ohne Ausbildung ein deutlicherer Unterschied besteht (7 Prozentpunkte).

Wiederum sind es die Stadtteile Dinglingen-Ost (21,1%) und die Stadtmitte (24,2%), welche die größten Arbeitslosenanteile für Menschen ohne Ausbildung aufweisen. Den geringsten Arbeitslosenanteil an Menschen ohne Ausbildung findet sich in Langenwinkel (8,6%).

Zusätzliche Angaben von Personen mit akademischer Ausbildung (2.125 SvB gegenüber 62 arbeitslos gemeldeter Akadedemiker in der Gesamtstadt / Arbeitslosenanteil: 2,8%) sind in der Tabelle 4.4 nicht mit aufgeführt, da die Fallzahlen an arbeitslos gemeldeten Personen mit akademischer Ausbildung in den Stadt- und Ortsteilen so gering sind, dass keine Arbeitslosenanteile für diese Gruppe dargestellt werden können.

Tabelle 4.4: Anzahl an sozialversicherungspflichtig Beschäftigten (SvB) sowie der Arbeitslosenanteil (Alo) differenziert nach Staatsangehörigkeit in den einzelnen Orts- und Stadtteilen sowie der Gesamtstadt. Datenquelle: BAA; Stand: Juni 2023.
Stadtteil SvB mit Ausbildung Alo mit Ausbildung SvB ohne Ausbildung Alo ohne Ausbildung
Stadtmitte 1.713 3,5% 810 24,2%
Nordstadt 929 2,4% 242 19,6%
Oststadt 852 2,4% 291 19,4%
Südstadt 1.632 3,3% 576 19,1%
Dinglingen-Ost 1.876 3,7% 903 21,1%
Dinglingen-West 624 3,7% 448 13,5%
Stadtteile 7.626 3,3% 3.270 20,3%
Hugsweier 469 2,5% 115 10,2%
Kuhbach 469 2,3% 93 17,7%
Reichenbach 994 2,1% 182 15,3%
Sulz 1.159 1,6% 208 13,0%
Mietersheim 580 1,9% 129 15,7%
Kippenheimweiler 568 2,2% 163 15,1%
Langenwinkel 514 2,8% 224 8,6%
Ortsteile 4.753 2,1% 1.114 13,3%
Gesamtstadt 12.419 2,8% 4.399 18,7%


Zu überlegen wäre an dieser Stelle, was die Gründe sind, weshalb 4.399 sozialversicherungspflichtig beschäftigte Menschen ohne Berufsausbildung sind. Zusätzlich sind 1.015 Menschen ohne Ausbildung arbeitslos, was einem Anteil an der Gesamtarbeitslosenzahl von 70% entspricht. Welche Möglichkeiten gibt es, diese Personen ohne Ausbildung zu erreichen, um deren Lebenssituation ggfls. zu verbessern und besser auf dem Arbeitsmarkt zu integrieren?

In den Tabellen 4.5 und 4.6 ist die Altersstruktur der arbeitslos gemeldeten Bevölkerung aufgeführt. In diesen Tabellen wird auf die Darstellung der einzelnen Ortsteile verzichtet, da auch hier überwiegend zu geringe Fallzahlen zu verzeichen sind, so dass die statistische Geheimhaltung nicht gewährleistet werden würde. Für die unter 25-Jährigen können zudem nur in den vier bevölkerungsreichsten Stadtteilen Angaben getätigt werden. Weitere Altersklassen, welche in den folgenden Ausführungen dargestellt werden, sind in Zehnjahresschritten unterteilt.

Tabelle 4.5: Arbeitslosenanteil (Alo) differenziert nach Altersklassen in den einzelnen Orts- und Stadtteilen sowie der Gesamtstadt. Datenquelle: BAA; Stand: Juni 2023.
Stadtteil SvB U25 Alo U25 SvB 25-34 Alo 25-34 SvB 35-44 Alo 35-44
Stadtmitte 449 5,9% 783 9,6% 733 10,6%
Nordstadt 161 340 5,6% 381 6,2%
Oststadt 168 402 6,1% 374 6,7%
Südstadt 303 4,1% 630 7,1% 604 6,8%
Dinglingen-Ost 406 6,0% 760 7,1% 762 11,4%
Dinglingen-West 197 292 7,9% 266 9,8%
Stadtteile 1.684 3,8% 3.207 7,5% 3.120 9,0%
Gesamtstadt 2.475 4,4% 4.483 6,4% 4.639 7,7%


Auffallend ist, dass in allen Altersklassen bis auf die Unter 25-Jährigen etwa gleich viele sozialversicherungspflichtig Beschäftigte in der Gesamtstadt wohnen. Die Alterskohorte mit den meisten SvB in der Gesamtstadt sind die über 55-Jährigen mit 4.732 Personen. Der Arbeitslosenanteil liegt in dieser Altersklasse bei 6,6%.

Tabelle 4.6: Anzahl sozialversicherungspflichtig Beschäftigter (SvB) und Arbeitslosenanteil (Alo) differenziert nach Altersklassen in den einzelnen Orts- und Stadtteilen sowie der Gesamtstadt. Datenquelle: BAA; Stand: Juni 2023.
Stadtteil SvB 45-54 Alo 45-54 SvB 55+ Alo 55+
Stadtmitte 642 10,2% 634 8,9%
Nordstadt 408 4,0% 414 5,3%
Oststadt 294 6,7% 254 5,2%
Südstadt 593 7,6% 570 8,2%
Dinglingen-Ost 709 9,3% 752 8,8%
Dinglingen-West 239 4,8% 247 8,9%
Stadtteile 2.885 7,8% 2.871 7,9%
Gesamtstadt 4.473 6,4% 4.732 6,6%


Den geringsten Arbeitslosenanteil findet sich in der Altersklasse der unter 25-Jährigen (4,4%), welche allerdings auch die Altersklasse mit der geringsten Anzahl an SvB (2.475) darstellt, was durchaus darin begründet liegt, dass viele Menschen in diesem Alter sich noch in Ausbildung befinden sowie mit Verweis auf Kapitel 1.2 Bevölkerungsstruktur eine geringere Bevölkerungsgröße aufweisen. Weitere Informationen über den zeitlichen Verlauf des Arbeitslosenanteils der unter 25-Jährigen findet sich hier. Im Vergleich zu Emmendingen, Rastatt, Offenburg und Lörrach zeigt sich, dass Lahr neben Rastatt die höchsten Werte aufweist, in den letzten 15 Jahren die Anteile jedoch rückläufig sind und sich seit 2020 um 2,5 Prozentpunkte reduziert hat.

In Anbetracht des demographischen Wandels (vgl. Ausführungen in Kapitel 1 Bevölkerungsstruktur und Kapitel 2 Bevölkerungsbewegung) werden entsprechend den obigen Ausführungen in den nächsten zehn Jahren etliche Arbeitskräfte in den Ruhestand übergehen. Entsprechend zeigt sich deutlich, inwiefern die Stadt Lahr auf Zuzug angewiesen ist, um einem drohenden, verschärften Fachkräftemangel entgegenzuwirken.

Arbeitslosenanteil (Alo) differenziert nach Altersklassen in den einzelnen Orts- und Stadtteilen sowie der Gesamtstadt mit einer zeitlichen Auflösung in Quartalen. Quelle: Bundesagentur für Arbeit (BBA)

Abbildung 4.4: Arbeitslosenanteil (Alo) differenziert nach Altersklassen in den einzelnen Orts- und Stadtteilen sowie der Gesamtstadt mit einer zeitlichen Auflösung in Quartalen. Quelle: Bundesagentur für Arbeit (BBA)


Abbildung 4.4 stellt den Verlauf des Arbeitslosenanteils nach den oben aufgeführten Altersklassen seit Dezember 2020 quartalsweise dar. In diesem Zeitraum setzt sich der Trend der Abnahme des Arbeitslosenanteils in der Gesamtstadt fort. Ein Muster, nach welchem eine Altersgruppe besonders von Arbeitslosigkeit betroffen wäre, lässt sich nicht feststellen. Auffällig ist jedoch ein deutlicher Rückgang des Arbeitslosenanteils in Dinglingen-West bei den 35-44-Jährigen um 8,1 Prozentpunkte sowie um 5,1 Prozentpunkte bei den 45-54-Jährigen in der Oststadt.

4.2 Einkommen & Armutslagen

Vorab ist festzuhalten, dass keine Daten zu Einkommen auf Basis der Einkommenssteuer aus Datenschutzgründen berücksichtigt werden konnten. Informationen über Altersarmut, Personen über 65 Jahren, welche Leistungen zur Grundsicherung im Alter nach SGB XII erhalten, werden vom Statistischen Bundesamt nur auf Kreisebene vorgehalten.

4.2.1 SGB II & ALG II Quote

Die SGB II Quote beschreibt den prozentualen Anteil der Bevölkerung unter 65 Jahren, welche Leistungen nach SGB II (Arbeitslosengeld II bzw. Sozialgeld) erhalten. Die SGB II Quote für die gesamte Stadtbevölkerung von Lahr beläuft sich auf 8,9%. Im zeitlichen Verlauf (vgl. wegweiser-kommune.de) zeigt sich eine Reduzierung der SGB II Quote von über 12% im Jahr 2009 auf Werte unter 10% seit 2018. Gegenüber den vergleichenden Kommunen (RA, OG, EM, LÖ) hat die Stadt Lahr eine, um nahezu zwei Prozentpunkte höhere SGB II Quote für alle Jahre seit 2006.

Die ALG II Quote beschreibt den prozentualen Anteil der erwerbsfähigen Bevölkerung von 15 bis unter 65 Jahren, welche ALG II-Leistungen (Hartz-4; seit 2023 Bürgergeld) beziehen (Erwerbsfähige Leistungsberechtigte (ELB)). Für Lahr beträgt der Wert der ALG II Quote 7,5%. Auch dieser Wert ist laut wegweiser-kommune.de in den letzten 15 Jahren kontinuierlich zurückgegangen und liegt in jedem Jahr mit mindestens einem Prozentpunkt über den vergleichenden Städten.

Auch in diesen beiden Indikatoren unterscheiden sich die Ortsteile mit niedrigeren Quoten von denen in der Kernstadt (vgl. Tabelle 4.7). Einzige Ausnahme bildet wiederum die Nordstadt, wo die SGB II Quote (4,9%) sowie auch die ALG II Quote (4,4%) deutlich unter denen in den übrigen Stadtteilen liegt. Die höchsten Werte finden sich wiederum in der Stadtmitte ( SGB II: 14,3% bzw. ALG II: 12%) und in Dinglingen-Ost ( SGB II: 12,3% bzw. ALG II: 10,4%).

Tabelle 4.7: SGB II Quote und ALG II Quote in den einzelnen Orts- und Stadtteilen sowie der Gesamtstadt. Die SGB II Quote beschreibt den prozentualen Anteil der Bevölkerung unter 65 Jahren, welche Leistungen nach SGB II (Arbeitslosengeld II bzw. Sozialgeld) erhalten. Die ALG II Quote beschreibt den prozentualen Anteil der erwerbsfähigen Bevölkerung von 15 bis unter 65 Jahren, welche ALG II-Leistungen (Hartz-4; seit 2023 Bürgergeld) beziehen (Erwerbsfähige Leistungsberechtigte (ELB)) Datenquelle: BAA; Stand: Juni 2023 // Melderegisterauszug; Stand: 30.06.2023.
Stadtteil U65 Jährige SGB2 Quote 15-64 Jährige ALG2 Quote
Stadtmitte 6.488 14,3% 5.188 12,0%
Nordstadt 3.605 4,9% 2.870 4,4%
Oststadt 2.896 7,3% 2.316 6,3%
Südstadt 5.293 10,8% 4.229 9,1%
Dinglingen-Ost 6.653 12,3% 5.367 10,4%
Dinglingen-West 2.197 11,4% 1.787 10,1%
Stadtteile 27.132 10,9% 21.757 9,3%
Hugsweier 1.214 3,8% 974 3,5%
Kuhbach 1.205 6,4% 981 4,9%
Reichenbach 2.415 5,5% 1.943 4,1%
Sulz 2.899 3,1% 2.380 2,9%
Mietersheim 1.624 3,4% 1.277 2,9%
Kippenheimweiler 1.588 3,7% 1.236 3,4%
Langenwinkel 1.653 5,0% 1.312 3,4%
Ortsteile 12.598 4,3% 10.103 3,5%
Gesamtstadt 39.730 8,9% 31.860 7,5%


4.2.2 Prekär Beschäftigte & Kinderarmut

Als Prekär Beschäftigte gelten erwerbstätige, erwerbsfähige Leistungsberechtigte (ELB) nach SGB II mit Einkommen aus abhängiger oder selbständiger Arbeit. Der prozentuale Anteil der prekär Beschäftigten bezieht sich auf die Anzahl an sozialversicherungspflichtig Beschäftigte. In der Gesamtstadt Lahr sind 519 Personen in einem Beschäftigungsverhältnis und bekommen zusätzlich Leistungen nach SGB II, was einem Anteil von 2,5% an den SvB entspricht (siehe Tabelle 4.8). Auch hier zeigt sich wieder der höhere Anteil in den Stadtteilen (außer Nordstadt) gegenüber den Ortsteilen.

Bei der Kinderarmut ist dieser Unterschied nicht ganz so eindeutig. In Lahr leben 1.343 Kinder in einer Bedarfsgemeinschaft nach SGB II. Dies entspricht einem Anteil an der Gesamtzahl der unter 18-Jährigen in Lahr von 14,2%. Seit 2006 sind auch diese Werte für die Stadt Lahr rückläufig, allerdings um mindestens zwei Prozentpunkte über den vergleichenden Städten (siehe wegweiser-kommune).

Tabelle 4.8: Prekär Beschäftigte in den einzelnen Orts- und Stadtteilen sowie der Gesamtstadt. Als prekär Beschäftigte wird hier der Anteil der erwerbstätigen Leistungsbezieher an der Gesamtzahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten (SvB) verstanden. Datenquelle: BAA; Stichtag: Juni 2023
Stadtteil SvB Gesamt prekär Beschäftigte U18 Jährige Kinderarmut
Stadtmitte 3.241 4,2% 1.559 23,6%
Nordstadt 1.704 1,3% 875 6,4%
Oststadt 1.492 1,7% 693 10,5%
Südstadt 2.700 3,5% 1.276 17,8%
Dinglingen-Ost 3.389 3,9% 1.559 20,0%
Dinglingen-West 1.241 3,1% 490 17,3%
Stadtteile 13.767 3,3% 6.452 17,4%
Hugsweier 678 296 6,8%
Kuhbach 686 261 12,3%
Reichenbach 1.383 1,4% 560 10,5%
Sulz 1.614 650 4,0%
Mietersheim 841 421 4,8%
Kippenheimweiler 834 1,2% 424 5,0%
Langenwinkel 912 1,4% 420 9,8%
Ortsteile 6.948 0,6% 3.032 7,2%
Gesamtstadt 20.802 2,5% 9.484 14,2%


Die Kinderarmut ist in den Stadtteilen Dinglingen-Ost (20%) und in der Stadtmitte (23,6%) vergleichsweise hoch. Entsprechend wohnt jedes vierte Kind in der Innenstadt in einer Bedarfsgemeinschaft nach SGB II. In den Ortsteilen Sulz und Mietersheim liegen die Werte der Kinderarmut unter 5%. Lediglich in den Ortsteilen Kuhbach (12,3%) und Reichenbach (10,5%) sind die Werte für die Kinderarmut höher als 10%, jedoch unterhalb der übrigen Stadtteile (außer der Nordstadt).

Inwiefern Kinderarmut einen Einfluss auf Bildungschancen hat, kann an dieser Stelle nicht beurteilt werden. Dass allerdings eine Ganztagsbetreuung einen positiven Effekt auf das Bildungsniveau der Kinder haben könnte, ist durchaus vorstellbar. Inwiefern bereits vorhandene Ganztagsangebote an den Grundschulen in Anspruch genommen werden, wird im folgenden Kapitel Schulbildung näher erläutert.

Abbildung 4.5 gewährt einen Überblick der Einkommens- und Armutslage in den einzelnen Stadt- und Ortsteilen seit 2020. Es zeigt sich, dass die Kinderarmut insgesamt rückläufig ist. In den Stadtteilen, in denen die Kinderarmut deutlich höher ausgeprägt ist als in den Ortsteilen ist generell, bis auf die Südstadt mit einem Anstieg um 0,1 Prozentpunkte ein Rückgang festzustellen. Jedoch stieg im Jahr 2023 gegenüber dem Vorjahr vor allem in der Südstadt der Anteil der Kinderarmut um 1,9 Prozentpunkte. Auch im Ortsteil Kuhbach ist die Kinderarmut gegenüber 2022 um 2,8 Prozentpunkte angestiegen. In Reichenbach zeigt sich seit 2020 ein kontinuierlicher Anstieg der Kinderarmut um 3,5 Prozentpunkte auf 10,5% im Jahr 2023.

Zeitverlauf ausgewählter Quoten zur Einkommens- und Armutslage in den einzelnen Stadt- und Ortsteilen sowie der Gesamtstadt seit 2020. Quelle: Bundesagentur für Arbeit (BBA) & Melderegister der Stadt Lahr / Schwarzwald. Stichtage: jeweils zum 30.06. des jeweiligen Jahres.

Abbildung 4.5: Zeitverlauf ausgewählter Quoten zur Einkommens- und Armutslage in den einzelnen Stadt- und Ortsteilen sowie der Gesamtstadt seit 2020. Quelle: Bundesagentur für Arbeit (BBA) & Melderegister der Stadt Lahr / Schwarzwald. Stichtage: jeweils zum 30.06. des jeweiligen Jahres.

Der Anteil an prekär beschäftigten Personen ist in der Gesamtstadt von 2,8% im Jahr 2020 auf 2,5% im Jahr 2023 leicht zurückgegangen. In den Stadtteilen ist die prekäre Beschäftigung wiederum deutlicher ausgeprägt als in den Ortsteilen (3,3% gegenüber 0,6% im Jahr 2023).