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20.07.2007 - Lahr hat jetzt eine moderne Wasserversorgung - Am Sonntag „Tag der offenen Tür“ beim Hochbehälter Burgweg

Die grundlegende Modernisierung der Lahrer Wasserversorgung ist abgeschlossen. Mit der Eröffnung des neuen Hochbehälters am Burgweg ist die bereits Anfang der 90er Jahre mit dem Konzept Wasser 2000 begonnene komplette Neuausrichtung des Systems der Lahrer Wasserversorgung jetzt zu einem guten Ende gebracht worden.

OB Wolfgang G. Müller: „Wir haben jetzt eine zukunftsfeste Wasserversorgung, die für Generationen eine solide Basis darstellt“. Gleichzeitig ist es gelungen, den Wasserpreis für die Lahrer Bürger zu stabilisieren.

Seit fünf Jahren haben die Lahrer stabile Wasserpreise, die zwar aufgrund des hohen Investitionsaufwandes während der letzten knapp 20 Jahre über dem Durchschnitt in Baden-Württemberg lagen, aber andererseits sowohl im Lande wie auch im gesamten Bundesvergleich keinen Spitzenwert darstellen. Der Preisvergleich des Lahrer Trinkwassers wird sich im Quervergleich in den kommenden Jahren voraussichtlich weiter verbessern, denn die Lahrer Wasserpreise sollen nach Einschätzung von badenova und der Stadt Lahr weiterhin stabil bleiben.

OB Müller: „Wir haben unsere Modernisierung hinter uns, andere Städte und Gemeinde müssen womöglich noch investieren, was andernorts dann ebenfalls auf die Preise durchschlagen wird.“ Müller lobt die Fachkompetenz von badenova, die seit 2001, dem Jahr der Fusion der kommunalen Energie- und Wasserversorger in der Region zu badenova, Eigner und Betreiber der Lahrer Wasserversorger ist. Müller: „badenova hat mit sinnvollen Umplanungen noch Gelder im siebenstelligen Bereich eingespart und damit die Grundlage für die jetzt stabilen Wasserpreise in Lahr gelegt“.

Investitionsprogramm abgeschlossen
Das Investitionsprogramm für die Lahrer Wasserversorgung mit dem neuen Wasserwerk am Galgenberg im Zentrum ist jetzt mit 24,5 Millionen Euro an Investitionen abgeschlossen. Die genehmigten Gesamtkosten hatten bei der Prognose bei knapp 29 Millionen Euro gelegen – also fast fünf Millionen Euro mehr. Als im Jahre 2002 die letzte Preiserhöhung innerhalb der geplanten Refinanzierung dieses Investitionsprogramms stattgefunden hat, war nicht sicher, ob dies der letzte Preisschritt bleiben würde. „Sollte sich die Kostensituation nicht verbessern, sind weitere Erhöhungen notwendig“, hieß es im damaligen Aufsichtsratsbeschluss.

Denn die Perspektive lief damals noch auf einen Gesamtinvestitionsaufwand von fast 35 Millionen Euro hinaus. Und: Die Kostensituation der Lahrer Wasserversorgung war durch den dramatischen Strukturwandel in der Stadt (Abzug Kanadier, Veränderungen bei Industrie und Gewerbe) deutlich ungünstiger geworden. Der Wasserverbrauch war massiv gesunken und damit auch das Finanzierungsgleichgewicht des vor 20 Jahren angelaufenen Bauprogramms in Schieflage geraten.

In dieser Situation haben Umplanungen der restlichen Investitionsschritte durch badenova die nötige Wende in der Finanzperspektive der Lahrer Wasserversorgung bewirkt. badenova-Vorstand Mathias Nikolay: „Unser Know-How in Sachen Betriebsführung und Planung von Wassersystemen kam hier der Stadt Lahr als einem unserer wichtigen Gesellschafter voll zu Gute“. Im Einvernehmen mit der Stadt Lahr wurde das restliche Bauprogramm auf das Notwendigste und für das Gesamtsystem Unerlässliche reduziert. So gelang es noch einige Millionen einzusparen ohne die Vorteile der neuen Lahrer Wasserversorgung zu gefährden.

Nikolay: „Wir haben einen guten Kompromiss gefunden, der einerseits die Ziele der neuen Wasserversorgung nicht beeinträchtigt und andererseits zur Stabilisierung der Wasserpreise geführt hat“. Auch beim letzten Abschnitt von „Wasser 2000“, dem jetzt fertig gestellten Hochbehälter am Burgweg gelang nochmals eine deutliche Einsparung: Auf 1,8 Millionen Euro war dieser Bau ursprünglich angelegt gewesen. Die tatsächlichen Baukosten konnten bei unter einer Million gehalten werden.

Die wichtigen Ziele der neuen Lahrer Wasserversorgung sind erreicht:

  • Verbesserung der Versorgungssicherheit und der Trinkwasser-Qualitätsüberwachung durch das neue Wasserwerke Galgenberg
  • Verbesserung der Druckverhältnisse im gesamten Netz und mit dem Hochbehälter Burgweg jetzt auch in Lahr Nord
  • Modernisierung und Optimierung der Betriebsführung

Die „Ernte“ der grundlegend modernisierten Lahrer Wasserversorgung ist noch nicht voll eingefahren, sondern wird sich erst im laufenden Betrieb voll zeigen. Ein geringerer Reparaturbedarf zentraler Systeme der Wasserversorgung und Möglichkeiten zu einem hohen Automatisierungsgrad in den Abläufen sollen dazu beitragen, dass die direkten Betriebskosten auch langfristig auf einem günstigen Niveau liegen.

Wenn dann gleichzeitig - gefördert durch neues wirtschaftliches Wachstum in Lahr – auch der Wasserverbrauch nicht weiter sinkt, dann sieht Lahrs Oberbürgermeister Perspektiven für einen dauerhaft stabilen Wasserpreis in Lahr. Dr. Müller: „Wir können heute stolz sein auf eine moderne Lahrer Wasserversorgung, die bei badenova in den besten Händen ist“.

Einige Kennzahlen zur Wasserversorgung Lahr:

Wasserabgabe: 2,4 Millionen m3
Netzlänge: 360 km
Zahl der Hausanschlüsse: 8200
Versorgte Einwohner: 43.000
Zahl der Pumpwerke: 8
Zahl der Hochbehälter: 9
Speichervolumen: 14.000 m3
Größe Wasserschutzgebiet: km²
Zahl der Quellen: 21
Trinkwasserqualität: sehr hoch

Tag der offenen Tür am Hochbehälter am Burgweg

Die Fertigstellung des Hochbehälters am Burgweg nimmt badenova zum Anlass, den Besuchern Einblicke ins klare Wasser zu geben.

Von 11:00 bis 17:00 Uhr gibt es am Sonntag, 22. Juli 2007, viele Informationen rund um die Lahrer Wasserversorgung und ein Programm für Familien.

Der Ablauf:

11:00 Uhr: Offizielle Einweihung des Behälters durch OB Dr. Wolfgang G. Müller, badenova-Vorstand Mathias Nikolay und einen Vertreter des Ingenieurbüros

Fortlaufend: Führungen durch den Behälter mit Informationen von Experten
Spiel und Spaß mit „Zappo“
Armbrustschießen für Groß und Klein
Wasserbar mit kostenlosen Probiergläsern (mit Storchturm-Signet)

Die Bewirtung erfolgt durch den Ortsverband Lahr A08 des Deutschen Amateur-Radio-Clubs e.V.