Lahrer Zeitungen, Badische Zeitung, Lahrer Zeitung, Lahrer Anzeiger

07.11.2007 - Drautz: „Baden-Württemberg erfolgreich beim Creativity World Forum vertreten“

Das Land Baden-Württemberg hat sich nach den Worten von Wirtschaftsstaatssekretär Richard Drautz beim Creativity World Forum (CWF) in Qingdao, China, bestens präsentiert: "Unser Auftritt hat beeindruckt, wir haben neue Kontakte und Partnerschaften angeknüpft sowie Projektinitiativen gestartet. Unsere Erwartungen haben sich voll erfüllt. Entscheidungsträger der Districts of Creativity werden im Frühjahr 2008 im Rahmen eines speziellen Besuchsprogramms „Creative Industries“ Baden-Württemberg besuchen, das wir im Rahmen des Politischen Treffens des Internationalen Netzwerks in Qingdao mit großen Erfolg vorgestellt haben. 2009 werden wir zudem das Creativity World Forum selbst in Baden-Württemberg ausrichten“.

Baden-Württemberg war an der Veranstaltung unter Leitung von Staatssekretär Richard Drautz mit Vertretern und Experten aus den Bereichen Erneuerbare Energien und Energieeffizientes Bauen, Tourismus sowie Projekten zur Förderung der Geschäftstätigkeit zwischen Baden-Württemberg und China vertreten.

Landrat Klaus Brodbeck stellte als Innovationsbeispiel der Tourismusregion Schwarzwald das Modell „KONUS“ vor. Konus ist ein Bezahlsystem des Schwarzwaldtourismusverbandes, das Touristen die kostenlose Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs ermöglicht. Brodbeck: „Black Forest ist eine weltweit bekannte Marke. Ich konnte viele Gespräche führen, die durch den Vortrag initiiert wurden. Die Idee von KONUS und deren Erfolg haben beeindruckt. Im weiteren Sinne waren das auch Marketinggespräche für den Schwarzwaldtourismus mit wichtigen internationalen Entscheidern. Ohne den Aufbau persönlicher Verbindungen werden in China keine Geschäfte gemacht.“

„The Creativity of old City Innovation” war das Leitmotiv für die Präsentation von Oberbürgermeister Dr. Wolfgang G. Müller. Im Plenum des CWF stellte OB Dr. Müller die Entwicklung der Stadt Lahr von der Garnisonsstadt zum Logistik- und Dienstleistungsstandort vor. Am Beispiel der aktuellen Konversion des Roth-Händle-Geländes hob Dr. Müller die Bedeutung von Internationalität, Aufgeschlossenheit und Zukunftsvision einer Stadt hervor. „How to change barracks to business centres“ von der Kaserne zum Dienstleistungszentrum hieß denn auch der Untertitel seines Vortrags. „Wir sind auf großes Interesse gestoßen, welche Standortvorteile Lahr hat und wie wir sie nutzen. Es gab Anfragen von der chinesischen Seite, die sich nicht auf die Ansiedlung von EuBiz in Lahr beschränkt haben. Und die Lahrer Delegation hat die Vorteile der Stadt auch bei weiteren Regionen ins Gespräch gebracht. Mit seiner Präsenz hat Lahr einen eigenen Faden ins Netzwerk der Regionen eingebracht, dessen Erfolgsaussichten die Teilnehmer positiv beurteilen.“

Peter W. Möller, Geschäftsführer von EuBiz, stellte anschließend das Konzept des European Business Center of Excellence im Detail vor. EuBiz wird ab 2008 in Lahr ein Handels- und Dienstleistungszentrum für chinesische Unternehmen in Lahr einrichten. Das Geschäftsmodell sieht vor, dass EuBiz den Unternehmen, ein umfangreiches Servicepaket zur Verfügung stellt, das ihnen den Einstieg auf dem europäischen Markt erleichtert.

Staatssekretär Drautz: „Die Kompetenz Baden-Württembergs hat imponiert. Die Experten aus Baden-Württemberg haben durch ihre fundierten Beiträge unsere führende Position auf den Feldern erneuerbare Energien und energieeffizientes Bauen untermauert und eine neue Projektinitiative „Benchmarking of sustainable areas“ zwischen Flandern, Baden-Württemberg, Qingdao und Karnataka angestoßen.“

Herr Prof. Dr. Norbert Höptner vom Steinbeis Europazentrum moderierte die Expertenrunde über nachhaltige Entwicklung und erneuerbare Energien. Herr Prof. Dr. Volker Wittwer, stellv. Direktor des Fraunhofer Institutes „Solar-Energie-Systeme (ISE)“ Freiburg, präsentierte das Projekt „Niedrig-Energie-Solargebäude“.
Herr Dr. Bernd Dallmann, Leiter der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Freiburg (FWT), stellte die „Solarregion Freiburg“ als Best Practise Beispiel vor. Frau Prof. Dr. Ursula Eicker, Leiterin des Zentrums für „Nachhaltige Energietechnik“ an der Stuttgarter Hochschule für Technik, präsentierte das EU-Förderprojekt „POLYCITY“.

Das CWF ist die jährliche Hauptveranstaltung des Internationalen Netzwerks Districts of Creativity, in dem zwölf besonders innovative Regionen der Welt zusammenarbeiten. Beteiligte Regionen sind Baden-Württemberg, Québec, Karnataka, Flandern, Lombardei, Oklahoma, Nord-Pas de Calais, Schottland, Katalonien, Rhônes-Alpes, Qingdao und Shanghai.

Das Forum dient dem Standortmarketing und Networking, dem Austausch von Erfahrungen in wechselnden Themenfeldern (in diesem Jahr: „Erneuerbare Energien und energieeffizientes Bauen, Tourismus und Food processing), der Eröffnung von Geschäftskontakten und der Initiierung von konkreten Projekten und Kooperationen.