Anerkennung für geleistete Integrationsarbeit der Stadt Lahr Oberbürgermeister Dr. Wolfgang G. Müller unter den besten Fünf im Finale um World-Mayor-Preis

Nach seiner überraschenden Nominierung für den World-Mayor-Preis und dem Erreichen des 15er-Finals steht nun bereits fest, dass Oberbürgermeister Dr. Wolfgang G. Müller unter den ersten Fünf ist.

Die Stadt Lahr ist hocherfreut,  dass der OB in den engsten Kandidatenkreis aufgenommen wurde. "Ein motivierender Zwischenstand für OB Dr. Wolfgang G. Müller und unsere Stadt! Wir bedanken uns bei allen, die die Wahl bis hierher so aktiv und mit vielfältigen Beiträgen begleitet haben. Der Platz unter den fünf aussichtsreichsten Bürgermeistern ist ein sichtbarer Beleg für den eingeschlagenen Weg hin zu einer solidarischen Stadtgesellschaft, die sich unter Federführung des Oberbürgermeisters in den vergangenen knapp 25 Jahren mit Unterstützung der Fraktionen des Stadtrats, der politischen Parteien, der Mitarbeiter der Stadtverwaltung, unzähliger sozialer, caritativer Institutionen und der breiten Akzeptanz ehrenamtlich engagierter Mitbürger den Herausforderungen von Integration oder aktuell der Aufnahme von Flüchtlingen aufgeschlossen und erfolgreich gestellt hat", erklärte der Erste Bürgermeister Guido Schöneboom. Der Gewinner des World-Mayor-Preises 2016 und die anderen Platzierungen werden am 14. Februar 2017 bekanntgegeben.

Die City Mayors Foundation mit Sitz in London vergibt den World-Mayor-Preis alle zwei Jahre an einen Bürgermeister, der herausragende gesellschaftliche Beiträge geleistet hat, die auch für andere Städte in der ganzen Welt von Bedeutung sind. Für das Jahr 2016 wird dieser Preis an einen Bürgermeister verliehen, der die Herausforderungen angenommen hat, die durch Migration und Einwanderung gestellt werden.

Und so nutzten OB Dr. Wolfgang G. Müller und die Verwaltung die Gelegenheit, um die in den vergangenen rund 25 Jahren in Lahr geleistete Integrationsarbeit von Haupt- und Ehrenamtlichen hervorzuheben und zum Beispiel in den Partnerstädten und auch unter Migranten um eine Unterstützung im Finale zu werben. "Wenn Integration so bearbeitet wird wie in Lahr, ist sie ein Zugewinn", betont der Oberbürgermeister. Als Beispiele nannte er die positive Arbeitsmarktentwicklung, die Zahl der Unternehmensgründungen von Migranten, die vielfältigen Angebote des Integrationsbeirats und das Engagement von Jugendlichen mit Migrationshintergrund im Jugendgemeinderat. Seit Anfang der 1990er-Jahre werde in Lahr eine aktive Integrationsarbeit betrieben. Dabei sei es zunächst vor allem um die Deutschen aus der ehemaligen Sowjetunion gegangen, heute sei die Aufgabe angesichts der aktuellen Flüchtlingssituation komplexer.

"In Lahr leben derzeit Menschen aus mehr als 110 Nationen und es gibt ein für alle verbindliches Leitbild für das Miteinanderleben", erläutert Günter Evermann, Leiter des Amts für Soziales, Schulen und Sport in dem der Großteil der Integrationsarbeit angesiedelt ist. Schwerpunkte der Integrationsarbeit seien unter anderem die Sprachförderung von den Kindertagesstätten bis ins Erwachsenenalter, die Verbesserung der Bildungschancen für Migranten, die Förderung und Beratung von Familien, die allgemeinen zweisprachigen Sozialberatungen, Bildungs- und Freizeitangebote für Kinder und Jugendliche, die Gewalt-, Sucht- und Kriminalprävention, die mobile Jugendarbeit, die wohngebietsbezogene soziale Arbeit, die Koordination der lokalen Flüchtlingshilfe und der interkulturelle Beirat. Dies alles sei nur mit vielen – auch ehrenamtlichen – Multiplikatoren möglich.

Der Oberbürgermeister fügt hinzu, dass die Integration der jetzt nach Deutschland zuziehenden Menschen aus dem Nahen und Mittleren Osten und aus Afrika eine noch größere Herausforderung sei als die in den zurückliegenden Jahrzehnten mit den Flüchtlingen nach dem Zweiten Weltkrieg, den Gastarbeitern, den Boatpeople aus Vietnam und den Spätaussiedlern in den 1990er-Jahren. Die Verantwortlichen der Stadt Lahr wüssten um diese jahrzehntelange Herausforderung und seien nicht blauäugig. Deshalb verweist Dr. Wolfgang G. Müller in diesem Zusammenhang auch auf seine schon wiederholt getätigten Aussagen:

  1. Integration ist eine Aufgabe über Generationen!
  2. Integration findet nicht im Kanzleramt statt!

"Kriterien für die Nominierung zum World-Mayor-Preis waren ausdrücklich auch die Herausforderungen, die eine Stadt in den vergangenen mehr als Jahren auf sich genommen hat sowie das praktizierte Engagement in der Bevölkerung zum Gelingen der Zuwanderung. Deshalb habe ich die Nominierung stellvertretend für alle angenommen", betont der Oberbürgermeister. "Ich sehe sie und den Finaleinzug außerdem als Anerkennung der Bedeutung von Kommunen für die Integration. Friedliches und solidarisches Zusammenleben gelingt nur in der Form von gelebter kultureller Offenheit in unseren Städten und Gemeinden. Wer sich dieser Sicht anschließen will, den lade ich zur Unterstützung ein, über dessen Unterstützung freue ich mich ganz besonders."

Weitere Informationen zum World-Mayor-Preis finden Sie unter www.worldmayor.com.