Blick über Lahr zum Schutterlindenberg

Übersicht

Stadtentwicklung umfasst insgesamt alle Überlegungen zu langfristigen Zielsetzungen für wirtschaftliche, kulturelle und soziale Einrichtungen, Stadtplanung und Landschaftspflege.

Allgemein gilt der Grundsatz, dass sie den Menschen in einer Stadt ein Optimum an Entwicklungschancen bietet, möglichst gute Wohn-, Arbeits-, Bildungs- und Wirtschaftsbedingungen schafft und die natürlichen Lebensgrundlagen schützt beziehungsweise entwickelt. Erweitert um den Begriff der Nachhaltigkeit bedeutet dies, dass soziale, wirtschaftliche und ökologische Funktionen auch für kommende Generationen zu bewahren sind.

Im engeren (hier verwendeten) Sinn wird Stadtentwicklung häufig auf stadtplanerische Aufgabenstellungen bezogen, mit Themenbereichen wie Baulandentwicklung, Verkehrsplanung, Gestaltung, Sanierung oder Denkmalschutz.

In Lahr existiert kein umfassender Stadtentwicklungsplan. Teilweise übernimmt der Flächennutzungsplan diese Funktion, teilweise räumlich oder thematisch begrenzte Konzepte wie der Rahmenplan Innenstadt, Dorfentwicklungspläne für die Stadtteile, Bebauungspläne, das Verkehrskonzept, das Rad- und Fußwegekonzept, das Parkraumkonzept, der Masterplan zum Thema Konversion und natürlich die Planungen zur Landesgartenschau 2018.

Als Zukunftsleitlinie für Lahr gilt das im Oktober 2000 einstimmig vom Gemeinderat beschlossene und zwischenzeitlich in verschiedenen Klausurtagungen weiter konkretisierte "Ersteiner Papier" mit zentralen Zielaussagen zur Stadtentwicklung. Aus diesen lassen sich konkrete Einzelprojekte ableiten, die in den vergangenen Jahren verwirklicht wurden oder in den kommenden Jahren noch zu verwirklichen sind.

Beispiele für bereits umgesetzte Maßnahmen sind die Sanierungsgebiete Innenstadt Süd-West, Albert-Schweitzer-Straße, Kasernenareal, Altstadtquartier 6, die Umgestaltung des Rathausplatzes mit der Einrichtung eines Bürgerbüros, die Erneuerung der Marktstraße, der Kirchstraße, des Urteilsplatzes, der Kaiserstraße, der Innenstadtumfahrung inklusive Friedrich-Ebert-Platz, die Gestaltung von Sandbachstraße, Im Bühl, Heitergaß in Sulz, Lindenstraße, Ludwig-Huber-Platz und Wylerter Hauptstraße in Kippenheimweiler, Heerstraße und Hugsweierer Kirchstraße, David-Schieni-Straße in Hugsweier, Schutterstraße in Reichenbach, Ortsmitte mit Bürgerhaus in Mietersheim, Gehwege entlang der Kuhbacher Hauptstraße, die Schaffung mehrerer Kreisverkehrsplätze, Radwege auf der ehemaligen Gleistrasse sowie zwischen Sulz und B 3 oder zahlreiche Baugebiete in der Kernstadt und den Stadtteilen.

Davon unabhängig stehen neben dem Großprojekt Landesgartenschau aktuell beziehungsweise in den nächsten Jahren Vorhaben an, wie die weitere Entwicklung des Flughafengeländes, die Sanierung des Wohngebiets Kanadaring sowie der nördlichen Altstadt, die Erschließung und Bebauung neuer Wohngebiete in der Kernstadt (Hosenmatten II) und den Stadtteilen, die Gestaltung von Straßen in der Innenstadt (Friedrichstraße) sowie in Sulz (Uhlsbergstraße), Kippenheimweiler (Wylerter Hauptstraße), Reichenbach (Gereutertalstraße), Mietersheim (Hauptstraße) sowie Kuhbach (Ortsmitte).

Für seine Projekte erhielt Lahr zahlreiche überregionale Preise und Anerkennungen. Die wichtigsten Maßnahmen aus den Jahren 2000 bis 2010 sind in der Broschüre "Stadt-Platz-Raum" zusammengestellt.

Ein zentrales Projekt für die nächsten Jahre wird die Landesgartenschau 2018 sein. Hier werden sich die baulichen Maßnahmen nicht nur auf das eigentliche Gartenschaugelände beschränken, sondern auch flankierend weitere öffentliche Räume und Einrichtungen umfassen.