Sie sind hier: Startseite. Stadt & Stadtteile. Stadtentwicklung. Ausbau der Rheintalbahn. Ausbau der Rheintalbahn – DB bestätigt: Autobahnparallele ist echte Alternative!
Ausbau der Rheintalbahn – DB bestätigt: Autobahnparallele ist echte Alternative!
Die Deutsche Bahn AG hat in den vergangenen neun Monaten die autobahnparallele Trasse eingehend geprüft. Am Dienstag, 06. Mai 2008 hat sie die Ergebnisse vorgestellt. Fazit aus Sicht der Stadt Lahr: Die Autobahnparallele ist zu vertretbaren Mehrkosten machbar und ist für die Bevölkerung am Oberrhein die verträglichere Trasse. Oberbürgermeister Dr. Wolfgang G. Müller: „Der Gemeinderat und die Verwaltung der Stadt Lahr sehen sich darin bestätigt, die autobahnparallele Trasse einzufordern.“
Die von der Stadt Lahr beauftragte Machbarkeitsstudie vom Ingenieurbüro IDS wurde bestätigt. Die autobahnparallele Trasse als Fortführung des Offenburger Güterzugtunnels kostet je nach Variante (zwei oder vier Gleise parallel zur A5) fünf, 130 oder 160 Millionen Euro mehr als die von der DB favorisierten Trasse entlang den bestehenden Gleisen der Rheintalbahn. Damit zeigt sich, die von der Stadt Lahr und den Bürgerinitiativen „Baden 21“ genannte Alternative zur DB-Planung ist als Ganzes die richtige Lösung.
Die Deutsche Bahn AG stellt auch nicht mehr in Frage, dass mit einer autobahnparallelen Trasse die betrieblichen Erfordernisse zu 100 Prozent erfüllt werden können. Ganz anders sieht dies die DB bei der sogenannten Ettenbachtrasse. Sie wurde von den DB-Planern bereits beim Kriterium der betrieblichen Machbarkeit ausgeschieden. Die Autobahnparallele ist damit die einzige ernstzunehmende Alternative.
Die Autobahnparallele erhält von den Planern der DB auch beim für die Bevölkerung zwischen Offenburg und Riegel maßgeblichen Kriterium Lärm ein Plus, das nach Überzeugung der Stadt Lahr noch deutlicher ausfallen wird nach Prüfung des DB-Gutachtens. Klar war die Aussage von Christophe Jacobi von der DB ProjektBau, dass bei Variante 1 an den bestehenden Gleisen der Rheintalbahn ein Anspruch auf Lärmschutz besteht. Dies ist für die Gemeinden an der Rheintalbahn eine ganz wesentliche Aussage. Die Autobahntrasse durchfährt bei Hohberg und Herbolzheim / Kenzingen Gebiete, die durch die europäische Natura 2000-Richtlinie geschützt sind. Nach Auffassung von Oberbürgermeister Dr. Wolfgang G. Müller sollten bei der anstehenden Prüfung durch das Regierungspräsidium alle Möglichkeiten des Ausgleichs entsprechend dem Beispiel der Freiburger Bucht in Erwägung gezogen werden. Dort wurde im Rahmen des Raumordnungsverfahrens in den 1990er Jahren erkannt, dass die Trasse mitten durch Siedlungsgebiete keine für die Bürger zumutbare Alternative ist. Die autobahnparallele Güterzugtrasse wird zwischen Riegel und Buggingen trotz Durchfahrung von FFH-Gebieten nicht in Frage gestellt, weil dem Lärmschutz der Bevölkerung Vorzug gegeben wurde.
Bereits ab Montag, 07. Juli 2008, soll im Rahmen des Erörterungstermins für die Planungsabschnitte 7.4 und 8.0 Ringsheim – Riegel die Trassendiskussion fortgeführt werden. Leider wird damit den Kommunen, dem Regionalverband und den Bürgerinitiativen nur wenige Wochen an Zeit zugestanden, sich mit den vielen Detailfragen des Gutachtens, das die DB in neun Monaten erarbeitet hat, auseinander zu setzen. Eine substanzielle Erörterung wird damit erheblich beeinträchtigt. Bürgermeister Karl Langensteiner-Schönborn: „Wenn bei der weiteren Erörterung des DB-Gutachtens der Schutz der Bevölkerung in den Vordergrund gestellt wird, gibt es nur eine Alternative – die Autobahnparallele.“




