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Wasserpfad Sulzbachtal
Einfach mit dem Mauszeiger über die Karte fahren und Du siehst, was Dich auf dem Wasserpfad erwartet:
Auf die Plätze, fertig, Wasser marsch!
Gummistiefel an? Trinkwasser im Rucksack? Dann kann`s losgehen.
Hier an der Starttafel erwarten Euch bereits sechs tierische Freunde,
die allesamt im Sulzbachtal leben. Die sechs Freunde begleiten Euch
stellvertretend für alle Amphibien, Vögel und Insekten durch das
Sulzbachtal. Auf dem Weg werdet Ihr noch so manche Überraschung mit
den einzelnen Bewohnern machen. Und bitte vergesst nicht: Wir sind
hier die Besucher! Deshalb gibt es an der Eingangstafel auch einige
wichtige Verhaltensregeln, die es zu achten gilt.
Für 1 Euro gibt es hier am Start auch noch eine kleine
Überraschungskugel mit spannendem Inhalt für unterwegs.
Station Groppe
Ich lebe unter flachen Steinen am Grund von Fließgewässern.
Mich findet Ihr nur in sehr sauberem Wasser mit viel Sauerstoff.
Nachts jage ich Bachflohkrebse und Insektenlarven, sie stehen auf
meinem Speiseplan. Da ich kaum sichtbar und eine schlechte Schwimmerin
bin, dürft Ihr außerhalb der vorgegebenen Strecke nicht unbedacht
hier im Sulzbach umherlaufen. Als geschützte Fischart gibt es leider
nur noch sehr wenige von uns.
Groppen-Station: Vorsicht! Ihr zertretet mich beim unbedachten
Laufen im Wasser!
Station Eisvogel
„Ti-it“ „Tit-tit“ hört Ihr mich? Mit meinem hübschen türkisblauen
Federkleid ziehe ich die Blicke vieler Artgenossen auf mich.
Ich lebe hier am klaren Sulzbach. Als hervorragender Jäger stürze
ich mich senkrecht ins Wasser. Wie eine Tauchbrille schützt eine Haut
beim Eintauchen ins Wasser meine Augen. So kann ich meine Beute auch
unter Wasser sehen und ergreifen. Fische, Larven und Kaulquappen
stehen auf meinem Speiseplan.
An der Eisvogel-Station könnt Ihr versuchen ebenso geschickt wie
ich mit einem Steinchen die Zielplatte zu treffen.
Station Köcherfliegenlarve
Wir Köcherfliegen haben mit 300 Arten eine große Verwandtschaft,
die über ganz Mitteleuropa verstreut ist. Auch wenn wir nur wenige
Millimeter groß sind wir doch wichtiger Bestandteil des Baches.
Unsere Kinder leben als Larven im Wasser und bauen sich zum Schutz
eine Hülle aus Steinchen, die auch Köcher genannt wird. Nun wisst
Ihr auch, woher unser Name kommt. Doch nicht lange ist der Köcher
unser zuhause, dann verpuppen wir uns und schlüpfen als Insekt an der
Wasseroberfläche. Zum Überleben benötigen wir sauberes, klares Wasser,
wie hier im Sulzbachtal.
An der Köcherfliegenlarven-Station dürft Ihr mir helfen beim Bau
meiner Wohnröhre aus Steinchen.
Station Feuersalamander
Gut versteckt lebe ich trotz meiner auffallenden Färbung vom Mensch
unentdeckt im Uferdickicht, Totholz und Laubwald. Wenn sich Feinde
nähern, kann ich ganz schön ungemütlich werden; dann stoße ich eine
giftige Flüssigkeit aus. Wir Salamander sind Lurche, die auf dem Land
leben. Unsere Jungen wachsen jedoch im Wasser auf. Nach einer acht
bis neunmonatigen Tragezeit im Mutterleib legen wir Weibchen im
Spätherbst Larven in saubere Quellgewässer ab. Die Kleinen haben
von Anfang an vier Beine und Kiemenbüschel mit denen sie im Wasser
atmen können. Innerhalb von drei bis sechs Monaten verwandeln sich
die Larven in echte Feuersalamander und gehen an Land.
Bitte verlasst nie den Pfad, da ich sehr scheu bin und ihr mich sonst
aus meiner Heimat vertreibt!
An der Feuersalamander-Station dürft Ihr meine Kinder suchen.
Findet Ihr sie?
Station Flusskrebs
Schnell bringen mich meine fünf Beinpaare voran, wobei mir das
vorderste Beinpaar mit seinen Scheren zur Jagd dient. Ich nutze meine
Beine nicht nur zum Laufen, sondern auch zum Atmen! Wie: Meine Kiemen
hängen hier mit dran. Als Einzelgänger gehe ich nachts auf Jagd auf
Schnecken, Insekten Muscheln, Wasserpflanzen und so mancherlei andere
Leckereien. Ihr findet mich nur noch selten in der Natur, da auch ich
nur in sauberen Gewässern leben kann.
An der Station könnt Ihr testen, ob Ihr genauso geschickt seid bei der
Nahrungssuche, wie ich. Nehmt mit den Zangen kleine Steinchen auf und
füllt sie möglichst schnell auf die Waagschalen bevor ein anderer Krebs
kommt.
badenova Wasserexperimentierstation
Am ersten grünen Klassenzimmer laden fünf Arbeitsplätze zum experimentieren ein: Hier erlernt man interessante Fakten kennen wie beispiels- weise der Wassertransport, die Anreicherung mit Sauerstoff, das Phänomen der Wasserverdrängung, die Wasserverwendung im Haushalt und Kleingewerbe und die Filtration von Wasser.
Warum sich hier alles ums Trinkwasser dreht? Weil das Sulzbachtal ein Quellgebiet ist und das Quellwasser zur Trinkwasserversorgung der Kernstadt in Lahr beiträgt.
Weitere Informationen finden Sie im Menü unter Badenova Wasserstation.
Artenreiche Feuchtwiesen
Der Sulzbach ist jedoch mehr: Heimat vieler Lebewesen – Fische,
Amphibien, Vögel… An seinen Ufern gedeihen auewaldtypische Pflanzen.
Auf dem Rückweg säumen prachtvolle Feuchtwiesen den Weg. Sie werden
umweltfreundlich bewirtschaftet. Tiere sorgen hierbei für die
Offenhaltung der Wiesen, auf denen typische Blumen und Kräuter
wie die Teufelskralle, Flockenblume und Butterblume wachsen.
Kennst Du noch andere Blumen?
Station Libelle
Elfengleich schwebe ich über das Wasser des Baches. Ich zeichne mich
durch einen hervorragenden Flugapparat aus. So kann ich meine beiden
Flügelpaare getrennt voneinander bewegen. Dies ermöglicht mir schnell
die Richtung zu wechseln, in der Luft zu stehen und sogar rückwärts zu
fliegen! Meine Facettenaugen bestehen aus mehreren Tausend Einzelaugen
und machen mich zu einem Insekt mit dem besten Sehsinn. So kann ich
meine Beute im Flug fangen. Ich lebe in der Nähe von Gewässern,
da meine Larven auf das Wasser als Lebensraum angewiesen sind.
Verschmutzung und Trockenlegung von Gewässern sind meine größten
Feinde. Vieler meiner Verwandten sind bereits vom Aussterben bedroht.
Denkt immer an mich, bevor Ihr unachtsam Wasser verschmutzt oder
Feuchtwiesen trocken legt.
An der Libellen Station habt Ihr Gelegenheit, die Welt aus meiner
Perspektive zu sehen. Viel Spaß!
Die Rennweghütte
Spielend lernen im grünen Klassen-zimmer
Die Rennweg- hütte ist für Schulklassen und Gruppen reserviert und
beinhaltet Arbeitsmaterialien rund um das Thema Wasser. Der Unterricht
wird kurzer Hand ins Grüne verlegt. In Gruppen- und Einzelarbeit
erarbeiten sich Kinder und Jugendliche umweltökologische Sachverhalte
zum Thema Wasser, wie etwa Wasserverschmutzung, Wasserkreislauf,
Wasseraufbereitung etc.
Den Schlüssel zum Experimentieren gibt es gegen eine Gebühr von 5 Euro bei
der Ortsverwaltung in Sulz.
Kontakt:
Ortsverwaltung Sulz
Tel.: 07821/98 35 70 od.
E-Mail: ovsulz@lahr.de




