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OB Dr. Müller: „Autobahnparallele ohne Mehrkosten realisierbar“
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Wo führen die Schienen in Zukunft entlang?
OB Dr. Müller hat in einem Brief an Ministerpräsident Oettinger und Innenminister Rech zum Bahngipfelgespräch deutlich gemacht: „Nach den uns vorliegenden Informationen ist die Autobahnparallele ohne Mehrkosten realisierbar. Die Bahn rechnet stets die Autobahnparallele schlecht.“
Die Stadt Lahr hatte in einem ersten Gutachten über die Machbarkeit der Autobahnparallelen sowie anschließend mit weiteren Ingenieuruntersuchungen die Vorteile der autobahnparallelen Trasse mehrfach gutachterlich bestätigt bekommen.
Seitens der Deutschen Bahn AG wird stets auf Mehrkosten in hoher dreistelliger Millionenhöhe verwiesen, die für Baden 21 anfallen. Baden 21 ist die Alternativplanung für den Bahnausbau von Offenburg bis Weil, wie sie u.a. die Städte Lahr und Offenburg, aber auch der Regionalverband und das Land selbst fordern. Für die Autobahnparallele rechnet die Bahn mit Zusatzkosten in einer Größenordnung von 200 Mio Euro zwischen Offenburg und Riegel, sowie einschl. Tunnel von insgesamt 900 Mio für Baden 21. OB Dr. Müller: „Die Kostenschätzung der Bahn geht von falschen Annahmen aus und ignoriert auch weitere volkswirtschaftliche Kosten, wie etwa die Wertverluste von Immobilienbesitzern. Aber vor allem brauchen wir eine gesamtheitliche Betrachtung, die auch den Ausbau der BAB 5 mit einbezieht. Eine integrierte Planung ermöglicht einen integrierten Lärmschutz, der allen zugute kommt und die Gesamtkosten reduziert.
Die Deutsche Bahn AG spricht selbst davon, dass sogar eine viergleisige Autobahnparallele (also insgesamt 6 Gleise, davon 4 autobahnparallel) sich kostenneutral im Vergleich zur Antragstrasse darstellen lasse. Als Anknüpfungspunkt dient der Bahn der von allen –auch von Lahr- geforderte Tunnel durch Offenburg. Dies geht aus der Variantenuntersuchung vom 13. Mai 2008 hervor.
OB Dr. Müller stellt in seinem Schreiben an Oettinger und Rech klar: Im Anschluss an den Tunnel würde „selbst mit einer zweigleisigen Autobahnparallele für Güterzüge und ICEs die erforderliche Kapazität erreicht. Ein Beweis dafür ließe sich analog zum Betriebs- und Fahrplankonzept Oberrhein-Hochrhein-Bodenseespange vom 13. Oktober 2008 führen“ Die Bahn darf nicht mehr mit dem Hinweis auf ein undurchsichtiges Fahrplankonzept die Kosten der autobahnparallelen Trasse unnötig hochrechnen. Die Stadt Lahr hat der Landesregierung das Ingenieurbüro benannt, das die Studie erstellt hat.
OB Dr. Müller begrüßt den Auftakt der Bahngipfelgespräche. „Die Signale des Landes sich bei einer Neuplanung im Sinne von Baden 21 auch an den Kosten zu beteiligen sind richtig, wir haben dies bereits wiederholt gefordert.“ Nun gilt es, dass die Regierungsvertreter von Bund und Land gemeinsam mit dem Bahnchef ihre Verantwortung für die Menschen wahrnehmen. Eine Lösung ist möglich! Wir setzen uns auch für den besten Lärmschutz der Autobahnanlieger ein!“
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Betroffenheiten im 400-Meter Korridor
Mit der autobahnparallelen Trasse gibt es eine reell machbare und planerisch bessere Alternative, die diese enorme Belastung der Lahrer Bürger vermeidet, aber auch die berechtigten Interessen unserer Nachbarn in der Region nicht vernachlässigt. Wir kämpfen für den besten Lärmschutz für alle!
Die autobahnparallele Trasse verknüpft außerdem am Flughafenareal die Verkehrsträger Straße, Luft und Bahn und verschafft dem Zweckverband Industrie- und Gewerbepark Raum Lahr damit einen zusätzlichen Standortvorteil und wirtschaftliche Impulse.
Von der Stadt Lahr eingeschaltete Verkehrsexperten sind davon überzeugt, dass sich die autobahnparallele Trasse so optimieren lässt, dass sie auch die kostengünstigste Variante für den Abschnitt zwischen Offenburg und Riegel wäre und damit den Steuerzahler weniger belasten würde. Steuergelder werden viel effizienter einge-setzt, wenn man den Bau der Bahngleise mit dem sechsstreifigen Ausbau der Autobahn A5 verbindet. Ein umfassendes Lärmschutzkonzept für Straßen- u n d Schienenlärm verbessert die Lärmsituation für die ganze Region um ein Vielfaches.
Der Gemeinderat und die Verwaltung der Stadt Lahr fordern einen Menschen achtenden Ausbau der Rheintalbahn. Der Mensch ist das höchste Schutzgut. Erheben Sie Ihre Einwendungen gegen die DB-Planung und kommen Sie zur Kundgebung der Bürgerinitiativen (IG BOHR) und der Stadt Lahr am Samstag, 22. November 2008, auf den Schlossplatz. Ebenfalls einladen möchten wir Sie zu einer Informationsveranstaltung des Regierungspräsidiums Freiburg zum Thema Offenlage, die am Mittwoch, 05. November 2008, um 19:00 Uhr in die Lahrer Stadthalle stattfinden wird.
Ansprechpartner: Christof Etter, Stadtplanungsamt, Tel: 07821/910 0684
Weitere Information finden Sie hier:
Regierungspräsidium Freiburg, Aus- und Neubau der Rheintalbahn Karlsruhe – Basel
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Regierungspräsidium Freiburg, Aus- und Neubau der Rheintalbahn Karlsruhe – Basel




