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Alajuela
Alajuela ist mit 47.494 Einwohnern (Stand 01. Januar 2005) die zweitgrößte Stadt Costa Ricas nach der Hauptstadt San Jose und Hauptstadt der gleichnamigen Provinz. Die Stadt liegt am Fuß des 2.704 Meter hohen Vulkans Poás. In Alajuela befindet sich der wichtigste internationale Flughafen Costa Ricas, der Aeropuerto Juan Santamaría. Sie ist weiter Handelszentrum für den in der Umgebung angebauten Zucker und Kaffee.
Die Stadt wurde im Jahre 1782 gegründet. In der zu dieser Zeit schon bestehenden Siedlung La Lajuela errichteten dann die Einwohner ihre eigene Kirche. Im Jahre 1823 kämpfte Alajuela gemeinsam mit San José auf Republikanischer Seite gegen Heredia und Cartago, die das Lager der Monarchisten teilten, um die Unabhängigkeit Costa Ricas. Die Monarchisten waren für einen Anschluss an Mexiko. Doch die Republikanischen Streitkräfte gewannen die Schlacht des 05. April 1823 in Ochomogo.
Interessant im Stadtzentrum ist die Kathedrale mit der enorm großen Kuppel über dem Altarbereich. Bemerkenswertes Kulturdenkmal ist die Bronzestatue des in der Stadt geborenen Nationalhelden Juan Santamaria. Er war bei der Schlacht von Rivas im Jahre 1856 für den Sieg der Costaricaner über die Filibuster unter William Walker verantwortlich. Für den Nationalhelden, der im Nachgang zu dieser Schlacht ums Leben kam, wurde das Museo Juan Santamaría eingerichtet. Es befindet sich im früheren Gefängnisgebäude.
Im Stadtpark mit den zahlreichen Mango-Bäumen findet jedes Jahr im Monat Juli das sogenannte Mango-Festival statt. Im dortigen Musikpavillon werden jeden Sonntag Konzerte veranstaltet. In der Nähe der Stadt sind die Schmetterlingsfarm bei La Guácima de Alajuela und der Zoo Ave in La Garita de Alajuela einen Besuch wert. Der Zoo ist eine Art großräumiger tropischer Vogelpark, der aber auch eine Anzahl Säugetiere und Reptilien inmitten einer üppigen Vegetation zeigt.
Im Jahr 2001 hat in Lahr ein Bildhauerforum mit Werken von costaricanischen Künstlern stattgefunden. 25 Künstlerinnen und Künstler aus Costa Rica hatten im Stadtpark ihre Kunstwerke ausgestellt. Dieses Bildhauerforum war sehr erfolgreich. Zur Erinnerung an die Ausstellung steht in der Rathausanlage die Skulptur „Cabeza Pensamiento“. Dank der guten und engen Zusammenarbeit zwischen den Künstlern und der hiesigen Bevölkerung bestehen noch immer viele Kontakte.
Aufgrund dieser Zusammenarbeit hat der damalige Botschafter Costa Ricas in Deutschland, Herr Prof. Dr. Rafael Angel Herra, eine Städtepartnerschaft zwischen Lahr und einer Stadt in Costa Rica angeregt, um auf diese Weise die Beziehungen dauerhaft zu stärken.
Im Mai 2004 haben sich interessierte Bürgerinnen und Bürger der Stadt Lahr zusammengefunden und den „Freundeskreis Alajuela-Lahr“ in Form eines eingetragenen Vereins gegründet.
Im Juli 2004 hat der neue Botschafter Costa Ricas in Deutschland, Dr. Bernd Niehaus, Lahr besucht. Dabei hat er seine ausdrückliche Unterstützung des Projekts einer Städtepartnerschaft zwischen Alajuela und Lahr zugesagt.
Am 06. März 2006 hat der Lahrer Gemeinderat beschlossen, die Städtepartnerschaft einzugehen.
Am 19. Mai 2006 wurde die Partnerschaftsurkunde feierlich unterschrieben. Eine Delegation der Stadt Alajuela hat in dieser Zeit auch die Stadt Lahr besucht.
Die partnerschaftlichen und freundschaftlichen Beziehungen der Stadt Lahr zu allen Partnerstädten sollen in besonderer Weise Ausdruck finden in den Begegnungen der Menschen. Eine Partnerschaft mit Alajuela wird von Lahrer Seite stark vom Engagement des Freundeskreises Alajuela-Lahr, einer Vielzahl von gesellschaftlichen Gruppen, von der Wirtschaft und öffentlichen Einrichtungen sowie den Beiträgen sonstiger Interessierten geprägt sein.
Nach den bisherigen Kontakten zur Vorbereitung der Partnerschaft mit Alajuela sind auf dieser Basis folgende Kooperationsfelder denkbar:
- Zusammenarbeit zwischen dem Klinikum Lahr bzw. dem Herzzentrum Lahr und dem Krankenhaus Alajuela.
- kultureller Austausch.
- Schulpartnerschaften.
- Kooperation im Bereich Wirtschaft und Handel.
- Zusammenarbeit von Bürgerinnen und Bürgern, Vereinen und Institutionen.
- Erfahrungsaustausch im Bereich Soziales, insbesondere Integrationsarbeit.
- Verwaltungszusammenarbeit, z.B. Stadtentwicklung und Umweltschutz.




