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Eurodistrikt Strasbourg - Ortenau

Vergrößerung des Bildes, öffnet in einem neuen Fenster: Das Logo des Eurodistrikts Straßburg - Ortenau
Logo des Eurodistrikt

Gründung

Grundstein dieses grenzüberschreitenden Projekts ist eine gemeinsame Erklärung von Bundeskanzler a.D. Schröder und Staatspräsident a.D. Chirac im Jahr 2003. In Anbetracht der europäischen Dimension der Stadt Straßburg als Sitz europäischer Institutionen, der bestehenden intensiven grenzüberschreitenden Zusammenarbeit und der engen historischen, kulturellen und wirtschaftlichen Verflechtungen wurde diese Initiative in der Region sofort aufgegriffen.
Die Gründung eines Eurodistrikts Straßburg-Ortenau sollte Anstoß für die nachhaltige Entwicklung einer wirklich europäischen Metropole mit rund einer Million Einwohnern sein, die sich als ein eigenständiger Arbeits- und Lebensraum versteht. Insbesondere die grenzüberschreitende Zusammenarbeit der Kommunen soll auf eine neue Ebene gestellt werden. Darüber hinaus dient der Eurodistrikt als Regelwerk, das helfen soll, die nach wie vor durch die Grenzsituation bedingten Einschränkungen im Alltagsleben der Menschen zu überwinden. Zudem ist der Eurodistrikt Modell für andere Grenzregionen in der Europäischen Union.
 

Vergrößerung des Bildes, öffnet in einem neuen Fenster: Die Rheinbrücke bei Altenheim
Rheinbrücke bei Altenheim

Ziele

Die Partner wollen die bereits bestehende vielfältige Zusammenarbeit mit der Gründung des Eurodistrikts auf ein neues Niveau stellen.
Drei Hauptziele werden verfolgt:
  • Der Eurodistrikt Straßburg-Ortenau erprobt pilothaft die weitergehende Integration in europäischen Grenzregionen.
  • Der Eurodistrikt Straßburg-Ortenau trägt zur nachhaltigen Entwicklung unserer Region bei und stärkt signifikant ihre europäische Ausrichtung.
  • Der Eurodistrikt Straßburg-Ortenau bringt den Bürgerinnen und Bürgern durch eine intensivere grenzüberschreitende Zusammenarbeit spürbare Verbesserungen im Alltag.
 

Mitglieder und Handlungsfelder

Der Eurodistrikt umfasst zunächst den Ortenaukreis und die Stadtgemeinschaft Straßburg (CUS). Die am 17. Oktober 2005 unterzeichnete Kooperationsvereinbarung zwischen den einzelnen Partnern diente der Gründung des Eurodistrikts und war Grundlage für die gemeinsame Vorbereitung und Umsetzung neuer Ebenen der Zusammenarbeit.
Die Kooperationsvereinbarung enthielt neben organisatorischen Modalitäten die einzelnen prioritären Handlungsfelder wie Umwelt, Verkehr, Bildung, Gesundheitswesen, Beschäftigung, öffentliche Sicherheit und Medien, für die jeweils in Einzelprojekten erarbeitete konkrete Maßnahmen folgen.
Mit der fehlenden Rechtsstruktur waren deutliche Nachteile verbunden: Kein eigenes Budget, keine Geschäftsstelle, keine eigenständige Projektdurchführung.
Daher beschlossen die Kooperationspartner, sich eine feste rechtliche Struktur zu geben: Am Donnerstag, 04. Februar 2010, wurde in Straßburg ein "Europäischer Verbund für Territoriale Zusammenarbeit" (EVTZ) gegründet.
Erster Vorsitzender ist der Straßburger Oberbürgermeister Roland Ries, Frank Scherer, Landrat des Ortenaukreises, ist sein Stellvertreter. Mit 48 Mitgliedern ist der Eurodistratrat das beschließende Gremium. Drei der Mitglieder sind aus Lahr. Derzeit wird das binationale Team der Geschäftsstelle in Kehl gebildet.
 

Vergrößerung des Bildes, öffnet in einem neuen Fenster: Im großen Gemeinderatssaal in Lahr sitzen vorn nebeneinander: Pascal Simon-Studer, OB Dr. Müller und Stefan Löhr. Im großen Halbkreis sitzen ihnen die Schülerinnen und Schüler an Tischen gegenüber.
Schüler interviewen OB Dr. Müller als Sprecher des Eurodistrikt

Lahr im Eurodistrikt

Von Januar 2008 bis Januar 2009 war der Lahrer Oberbürgermeister Dr. Müller turnusgemäß deutscher Sprecher des Eurodistrikts. In dieser Zeit wurden die Weichen gestellt für eine deutliche inhaltliche und organisatorische Weiterentwicklung. Auf der Grundlage der "Lahrer Erklärung" vom Oktober 2008 wurde der "Europäische Verbund für Territoriale Zusammenarbeit" (EVTZ) gegründet.
Die Stadt Lahr, als drittgrößte Stadt im Eurodistrikt, hat nicht zuletzt dank ihrer vielfältigen Beziehungen über den Rhein ein vitales Interesse an einer erfolgreichen Entwicklung dieses Vorhabens. Sie engagiert sich von Beginn an für dessen Verwirklichung und wird auch in der Umsetzungsphase aktive Beiträge zu den einzelnen konkreten Projekten bzw. zu einer Weiterentwicklung von der Kooperation hin zu einer neuen institutionalisierten Form der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit leisten. Auch wird sie sich weiter für eine Einbeziehung der elsässischen Bereiche um Erstein, Benfeld, Obernai einsetzen, die bislang nicht Mitglieder der CUS und des ED sind.
Nähere Informationen finden Sie unter www.eurodistrikt.eu.
 

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