Sie sind hier: Startseite. Kultur. Kultur in Lahr. Cities for Life – Städte gegen die Todesstrafe
Cities for Life – Städte gegen die Todesstrafe
![]()
Tucholsky Abend mit Martin Jösel und Birgit Tausch
Lahrer Aktionstag am 30. November 2012
Im vergangenen Jahr hat sich die Stadt Lahr als 140. deutsche Stadt der weltweiten Initiative „Cities for Life – Städte gegen die Todesstrafe“ angeschlossen. Nachdem 2011 das Alte Rathaus zum alljährlichen Aktionstag am 30. November von den Lichtkünstlern „Casa magica“ thematisch passend bespielt wurde, fand in diesem Jahr ein Tucholsky-Abend im Stiftsschaffneikeller am 30. November 2012 statt. Um 19:30 Uhr trugen Martin Jösel und Birgit Tausch Lieder und Texte von Kurt Tucholsky vor (Beispiele im Download unten), zu dessen politischem Engagement auch immer wieder sein publizistischer Kampf gegen die Todesstrafe gehörte.
„Merkt ihr nischt!“ lautete der Titel der diesjährigen Lahrer Aktion, eines satirisch-kritischen Tucholsky-Liederabends, den die beiden Gymnasiallehrer Martin Jösel und Birgit Tausch zusammengestellt haben. Martin Jösel ist in der Region bekannt für seine literarisch-musikalischen Solo-Abende über Hebel, Hesse, Heine, Tucholsky und Ringelnatz. Begleitet wird er von Birgit Tausch, die neben ihrer Lehramtstätigkeit vielfach auch als Pianistin und Sängerin zu erleben ist.
Die Organisation des Aktionstags lag 2012 in den Händen von Mediathek, Kulturkreis und Kulturamt Lahr. Spenden gingen an „amnesty international“.
Licht-Aktion Cities for Life am Alten Rathaus
Die erste Aktion 'Cities for Life' 2011
Nach einem Aufruf der christlichen Gemeinschaft Sant’Egidio und einem einstimmigen Beschluss des Gemeinderats im Juli 2011 beteiligte sich die Stadt Lahr am Mittwoch, 30. November 2011, erstmals an dem internationalen Aktionstag „Cities for life - Städte gegen die Todesstrafe“.
Als Zeichen gegen die Todesstrafe projizierte das Tübinger Lichtkünstler-Duo „Casa Magica“, Friedrich Förster und Sabine Weißinger, ein mehrfach gegurtetes Hinrichtungsschwert an die Fassade des Alten Rathauses. Die Aufnahme stammt aus dem Wehrkundlichen Museum in Raststatt und verdeutlicht auf symbolische Weise die Ablehnung der Todesstrafe. Musikalisch begleitet wurde die Aktion von der Lahrer Klarinettenspielerin Lisa Klevit-Ziegler und ihrer Tochter Rebecca Ziegler.
Zusätzlich konnte am selben Tag in der Mediathek im Haus zum Pflug eine kleine Medienausstellung zum Thema Todesstrafe besucht werden.
Auch in den kommenden Jahren, jeweils am 30. November, werden wieder Aktionen in Lahr stattfinden - konzipiert vom Kulturamt, in Abstimmung mit Verwaltungsspitze und Kulturausschuss.
Die Geschichte zur Initiative „Cities for Life“
Ins Leben gerufen wurde die Initiative „Cities for Life“ im Jahr 2001 von der christlichen Laienbewegung „Sant’Egidio“. Die Gemeinschaft hat Städte in aller Welt dazu aufgerufen, jeweils am 30. November beispielsweise ein bedeutsames Bauwerk ihrer Stadt in besonderer Art zu beleuchten und so ihre Ablehnung der Todesstrafe zum Ausdruck zu bringen.
Nach aktuellem Stand beteiligen sich weltweit ca. 1.400 Städte in 87 Ländern an der Initiative „Cities for Life“. So wird etwa in Rom das Kolosseum beleuchtet, in Brüssel das Atomium oder in Berlin der Rathausturm. Lahr ist nun die 140. deutsche Stadt, die sich der Kampagne angeschlossen hat.
Mittlerweile zeigt sich global eine eindeutige Tendenz zur Abschaffung der Todesstrafe. Dennoch wurden 2010 nach Angaben von Amnesty International noch immer weltweit über 500 Menschen hingerichtet und über 2000 Menschen zum Tode verurteilt. Daher ist das Engagement und die Aufmerksamkeit gegenüber diesem Thema weiterhin gefordert.
Weiterführende Informationen finden Sie unter:




