Wasser

Nachhaltigkeitsindikatoren Ökologische Tragfähigkeit

Im Themenschwerpunkt Ökologische Tragfähigkeit gibt es folgende Indikatoren:

Erfasst werden die Emissionen an Kohlendioxid (CO2) in Tonnen pro Einwohner (EW). Berechnet werden die verursacherbezogenen Emissionen aus dem Endenergieverbrauch.

Kohlendioxid ist das wichtigste Treibhausgas, das zur Erwärmung der Erde beiträgt. Emissionen entstehen bei der Verbrennung fossiler Brennstoffe, also unter anderem beim Einsatz dieser Brennstoffe zur Erzeugung von Elektrizität in konventionellen Kraftwerken, zur Erzeugung von Raumwärme oder bei industriellen Produktionsprozessen und nicht zuletzt bei Güter- und Personentransporten. Eine Verringerung der Kohlendioxidemissionen hin zu einer "kohlenstoffarmen" Wirtschaft und Gesellschaft ist eines der wichtigsten Ziele auf dem Weg zu einer nachhaltigen Entwicklung.

Erfasst wird mit diesem Indikator die Gesamtleistung der in der Kommune installierten Fotovoltaikanlagen nach ihrer Leistungsfähigkeit.

Zu den wichtigsten Möglichkeiten, den Umbau der Energieversorgung weg von fossilen und nuklearen Brennstoffen und hin zu erneuerbaren Energien voranzubringen, gehört der Ausbau der Solarenergie. Dies ist eine Form der Energieerzeugung, die dezentral erfolgen kann und damit auch im lokalen Bereich eine wertvolle Handlungsoption darstellt. Sie richtet sich sowohl an Institutionen in der Kommune, wie die Kommunalverwaltung selbst, oder an andere öffentliche Einrichtungen wie Wohnungsbaugesellschaften, Unternehmen, Kirchen oder Gewerkschaften, die ihre Gebäude oder Freiflächen für solartechnische Installationen nutzen können, als auch an private Hausbesitzer.

Erfasst wird der Bestand der Personenkraftwagen (PKW) pro 1000 Einwohner (EW), wobei nicht zwischen angemeldeten und vorübergehend stillgelegten Fahrzeugen unterschieden wird. Mopeds und Krafträder bleiben unberücksichtigt.

Angemessene umwelt- und sozialverträgliche Verkehrskonzepte bilden in vielen Kommunen einen Kernpunkt der Anstrengungen im Prozess der nachhaltigen Entwicklung. Je stärker der motorisierte Individualverkehr, desto größer die Inanspruchnahme von Flächen, der Verbrauch nicht erneuerbarer Ressourcen und die Emission klima- und gesundheitsschädlicher Abgase sowie die Lärmbelastung. Dabei geraten die positiven Aspekte einer sozialverträglichen Mobilität, die durch den öffentlichen Personennahverkehr derzeit nicht in vergleichbarem Maß bewerkstelligt werden kann, leicht aus dem Blick. Umso wichtiger sind kontinuierliche Investitionsleistungen in öffentliche Verkehrsmittel und Verkehrsinfrastrukturen, durch die Fahrradfahrer und Fußgänger gefördert werden.

Die laufenden Flächenerhebungen des Landesvermessungsamts Baden-Württemberg weisen die wichtigsten Kategorien der Flächennutzung aus, darunter auch die Siedlungs- und Verkehrsflächen. Diese setzen sich zusammen aus Gebäudeflächen und unbebauten Freiflächen, die den Zwecken der Gebäude untergeordnet sind, den Betriebsflächen (ohne Abbauland), die überwiegend gewerblich oder industriell genutzt werden, den Erholungsflächen – etwa Sportplätze –, den Friedhöfen und den Verkehrsflächen.

Da Grund und Boden nur begrenzt verfügbar ist, müssen alle raumbezogenen Planungen einschließlich der ihnen zugrunde liegenden Fachplanungen zwei grundsätzliche Aspekte berücksichtigen, und zwar den einer angemessenen Versorgung der Bevölkerung mit Flächen und Einrichtungen für die Befriedigung allgemeiner Lebensbedürfnisse (zum Beispiel Wohnungen, Arbeitsstätten, Infrastruktureinrichtungen und so weiter) sowie den Schutz und sorgsamen Umgang mit der Ressource Boden.